Morgenpost

Seit jeher interessiert sich auch Kerstin Zischka für diese Thematik. Im vergangenen Jahr absolvierte die Vorsitzende der Spessartbund-Ortsgruppe eine Ausbildung zur Wanderführerin des Deutschen Wanderverbands – als Vierte in ihrem kleinen Verein.

„Ich gehe jetzt mit ganz anderen Augen durch den Wald. Mir wurde das Sehen irgendwie noch bewusster gemacht“, erzählt Zischka. Gemeinsam mit elf weiteren Männern und Frauen besuchte die Orberin eine 80-stündige Ausbildung der Bayerischen Wanderakademie. An vier Wochenenden trafen sich die Wanderfreunde im unterfränkischen Rothenbuch, wo sie sich im Herzen des Spessarts mit Karten- und Kompass, Didaktik, Tourenplanung, Geschichte, Tourismus, Kommunikation, Wetterkunde sowie Naturschutz beschäftigten.

Als sie zehn Jahre alt war, trat die Orberin in den Spessartbund ein. „Sonntags war es bei uns gang und gäbe, Rucksack auf und dann ging es los. Dann kennt man halt die Sagen und Geschichten“, erinnert sich Zischka. Besonders der Madstein habe es ihr angetan. Versteckt im Wald wartet die moosüberwucherte, dunkle Basaltformation auf ihre Besucher. Hat der Wanderer den relativ steilen Anstieg auf knapp 430 Meter Höhe geschafft, laden Sitzbänke und Informationstafeln zu den drei Madstein-Sagen, in denen übrigens seit über 1000 Jahren Frauen im Vordergrund stehen, zum Verweilen ein.   

Zur Ruhe kommen, den Alltag vergessen, die Natur wirken lassen – das sind Zischkas Beweggründe für ihre Touren. So heißt es auch auf einer der Tafeln am Madstein: „Man muss sich Zeit nehmen für diesen Ort. Alles Heilige hat seine eigene Zeit, kennt keine Eile, denn Eile ist menschlich. Darum sollten Sie den Stein, den Madstein, in aller Ruhe mit Ihrer Hand berühren. Wo auch immer. Dann mag es sein, dass er auch Sie berührt.“

„In meinem Ausbildungslehrgang waren übrigens acht der zwölf neuen Wanderführer bereits Mitglieder in Ortgruppen des Spessartbunds“, informiert Zischka, die nun nicht nur im Herzen, sondern ganz offiziell Wander-, Natur- und Landschaftsführerin ihres geliebten Spessarts ist.

In diesem Jahr möchte die frisch gebackene Wanderführerin ein großes Projekt angehen. Eine zweiteilige Wanderung unter dem Titel „Peter von Orb“ soll es sein. Los geht es am Sonntag, den 8. Februar, mit einer knapp zehn Kilometer langen Strecke über Orbquelle, Madstein und Hölltanne. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Café „Waldfriede“ in der Villbacher Straße 48. Anmeldungen werden erbeten unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0160-5685301. Weitere Informationen gibt es auch auf der ersten eigenen Homepage der Ortsgruppe: www.spessartbund-badorb.de.

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Der Madstein bei Bad Orb hat Kerstin Zischka von Kindheit an fasziniert.

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Ein Spruch sagt: "Wenn du den Stein berührst, mag es sein, dass er auch dich berührt."

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Bei der Wanderführerausbildung ging es auch um Tourenplanung und den Umgang mit Karte und Kompass.

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Die zwölf frisch gebackenen Wanderführer bei ihrer Auszeichnung in Rothenbuch im Herzen des Spessarts.

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Die Vorsitzende der Spessartbund-Ortsgruppe ist die vierte zertifizierte Wanderführerin ihres Vereins.


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