Marius Abele, Tristan Kaufhold und Dirk Busch liefen im Fünf-Kilometer-Wettbewerb schneller als je zuvor und lösten in der ewigen Bestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) die bislang Führenden des Berlin Track Club ab. Neben der neuen nationalen Mannschaftsbestleistung von 43:59 Minuten gab es durch U18-Ass Kaufhold mit der Einzelzeit von 14:38 Minuten einen weiteren DLV-Rekord. Für beste Stimmung unter den 380 Teilnehmern und deren Begleiter im Niederrodenbacher Waldstadion sorgte auch der 900-Meter-Stadioncross als Spendenlauf zugunsten ukrainischer Kinder und Jugendliche.

86 Starterinnen im Alter zwischen vier und 19 Jahren spendeten gemeinsam mit weiteren Unterstützern mehr als 500 Euro für den guten Zweck und bekamen nach ihrem schweißtreibenden Einsatz über den durch Hindernisse, Böschungsabschnitte und scharfe Kehren erschwerten Parcours direkt im Ziel eine Goldmedaille überreicht. Spannend ging es hier bei den Jungen trotz der garantierten Auszeichnung bis zum letzten Meter zu: Der elfjährige Maximilian Lützow (SSC) setzte sich erst im Spurt mit 3:39 Minuten knapp vor Lukas Büchner (SG Oberliederbach/3:41 Minuten) und Timon Galahn (Spiridon Frankfurt/3:42 Minuten) durch. Bei den Mädchen gab es indes einen Start-Ziel-Sieg der Preungesheimerin Emilia Wagner in 3:41 Minuten. Mila Krill (TGS Niederrodenbach) entschied als Gesamtvierte die W09 für sich.

Den Auftakt des Rodenbacher Lauftages hatten zuvor die Halbmarathonis geleistet. Auf der viermal zu durchlaufenden asphaltierten Waldrunde zeigte sich Robert Unger vom ersten Meter an der Konkurrenz weit überlegen. Der 39-jährige Langstreckler im Trikot von Spiridon Frankfurt absolvierte die 21,1 Kilometer in 1:11:20 Stunden und bewies auf dem Weg zum Frankfurt-Marathon Ende Oktober frühzeitig seine gute Form. "Ich habe jetzt einen mehrwöchigen Trainingsblock gesetzt, der zahlreiche Aufbauwettkämpfe mit einschließt. Da hat der Rodenbacher Halbmarathon bestens reingepasst", erklärte der sichtlich zufriedene Unger im Ziel nach der zweitschnellsten Zeit seiner Karriere, die er aktuell mit 130 Wochenkilometern vorbereitet hat. Immer besser in Form kommt der Kleinostheimer Felix Kern. Mit seinen 1:16:14 Stunden hielt er Dominik Müller (SSC/1:18:08 Stunden) an dessen 22.Geburtstag in Schach. Stark auch die Senioren: In der M70 stach Hartmut Wirth vom RLT Rodgau mit 1:50:43 Stunden heraus, und auch der 80-jährige Werner Rodewald (LT Ski-Club Breitenborn) erhielt nach 2:41:41 Stunden den verdienten Applaus.

Einen Freistart beim Frankfurt-Marathon gewann Lena Becker von der TGV Schotten iQ athletics. Nach überstandener Corona-Infektion meldete sie sich in 1:29:31 Stunden zurück und verwies W45-Siegerin Nicole Lönneker (Team naunheim.de/1:30:43 Stunden) sowie Dr.Sevim Haaß (SSC/1:37:23 Stunden) auf die weiteren Ränge. Schon auf den beiden Waldstadion-Einführungsrunden des Fünf-Kilometers-Lauf ließen das forsche Anfangstempo und die Entschlossenheit des SSC-Trios Abele, Kaufhold und Busch auf starke Zeiten hoffen. Doch als dann der deutsche U23-Vizemeister Marius Abele in 14:37 Minuten direkt vor dem U18-EM-Teilnehmer Tristan Kaufhold und dem nationalen M40-Meister Dirk Busch (14:44 Minuten) ins Ziel spurtete, waren Moderation und Zuschauer gleichermaßen aus dem Häuschen. "Noch nie ist ein 16-Jähriger in Deutschland derart schnell gelaufen - das ist U18-Rekord für Tristan Kaufhold!", war sich der Ansager sicher und spekulierte "zumindest auch noch auf eine Toppzeit für die Mannschaftswertung." Der Blick in die Rekordlisten gab Aufschluss: Um annähernd drei Minuten unterboten die SSC-Athleten mit ihren 43:59 Minuten die bisherige Marke von 46:47 Minuten.

Den nächsten "Dreier" für den SSC gab es im Frauenlauf, den Constanze Paoli in 19:06 Minuten vor Nessrin Amerschläger (19:09 Minuten) und Lea Blandamura (19:17 Minuten) gewann. In den Nachwuchsklassen ragten Anne Fleckenstein (SSC/W13) in 20:30 Minuten, Louis Brzoska (Eintracht Frankfurt/W13) in 20:46 Minuten, Anne Schneider (SSC/U18) in 19:35 Minuten sowie mit der deutschen M15-Jahresbestzeit von 16:13 Minuten Lucas Bugar vom VfL Münster heraus.

Im abschließenden Zehn-Kilometer-Rennen zeigte sich Sebastian Bienert (LG Bad Soden/Neuenhain) zunächst derart motiviert, dass er zur Streckenhälfte in 16:17 Minuten exakt 40 Sekunden auf Marius Dorn (adidas runners) herausgelaufen hatte. "Aber dann bin ich auf der zweiten Runde richtig eingebrochen", gestand Bienert im Ziel ein, dass er nach 34:14 Minuten gerade noch mit 20 Metern Vorsprung auf Dorn (34:17 Minuten) als Sieger erreichte. Platz drei sicherte sich Fabian Sposato (SSC/34:27 Minuten). Für Nadja Heininger wurde die zweite Streckenhälfte zwar auch schwer, aber die aus Alzenau stammende SSC-Athletin hielt dennoch das Tempo hoch und blieb bei ihrem Sieg vor Tatjana Euler (TV Dieburg/40:28 Minuten) mit 38:15 Minuten als einzige Läuferin unter der 40-Minuten-Marke.

Den Schlusspunkt setzte einmal mehr Gerhard Dönges vom LLT Wallernhausen. Nach 1:26:22 Stunden war der unermüdliche Läufer des Jahrgangs 1937 im Ziel, das sein 81-jähriger Laufkamerad Klaus Best vom SC Steinberg zuvor nach bemerkenswerten 55:37 Minuten erreicht hatte. "Das Gesamtpaket mit der Kombination aus Spendenlauf, Breitensport sowie nationalen Spitzenleistungen hat überzeugt. Die Veranstaltung stand zwar mit Blick auf 2023 aufgrund der hohen Kosten für die Auswertung zur Debatte, aber dank der vielen positiven Rückmeldungen zur Organisation, Strecke und zu unserem ehrenamtlichen Einsatz machen wir nächstes Jahr nochmals mit diesem Konzept und im Rosbacher Main-Lauf-Cup weiter", kündigte Veranstaltungsleiter Sascha Arndt nach der Siegerehrung an.

laufrekodroden az

laufrekodroden az1

laufrekodroden az2


Anzeige

online werben

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

vogler banner

Anzeige
Anzeige

vogler banner

Anzeige

Online Banner 300x250px MoPo 2