TGS: Podestplätze für Werfer in Wiesbaden

Leichtathletik

Die drei Bundeskaderathleten Marc Krause, Rebecca Müller und Tobias Kretzschmar von der TGS Niederrodenbach verkauften sich beim 18. WLV-Werfercup in Wiesbaden gut.

Trainer Michael Krause zeigte sich mit den Auftritten seiner Athleten im Konzert der Großen, unter anderen nahm an diesem Wettkampf Olympiasieger, Welt- und Europameister Robert Harting teil, zufrieden. Das Hauptaugenmerk lag in Wiesbaden auf dem Diskuswerfen, denn die Diskuswettbewerbe waren gleichzeitig die Qualifikationswettkämpfe für die Weltmeisterschaft in Moskau/Russland, die U23-Europameisterschaften in Tampere/Finnland, die U20- Europameisterschaften in Rieti/Italien und die U18-Weltmeisterschaft in Donetsk/Ukraine. Dementsprechend stark waren die Teilnehmerfelder des Diskuswurfes besetzt.

Rebecca Müller machte es wieder einmal spannend und stieg mit zwei ungültigen Versuchen in den Wettkampf ein. Bei drei ungültigen Versuchen fliegt man aus dem Wettkampf. Die ersten beiden Würfe absolvierte sie mit voller Wucht, den dritten warf sie kontrolliert auf 49,68 Meter und kam dabei der U20-Euromeisterschaftsnorm von 50 Metern, die sie im Februar bereits übertroffen hatte, nahe. Im Endkampf ließ sie noch zwei Versuche jenseits der 48-Meter-Marke folgen. Mit dem Silberrang im Endklassement platzierte sie sich zwischen zwei Diskuswerferinnen aus den neuen Bundesländern. Müller kam erst wenige Tage zuvor aus dem Trainingslager mit dem Bundeskader in Portugal zurück, an dem unter anderem auch Robert Harting teilnahm.

Marc Krauses erster Versuch im Diskuswurfwettbewerb der U18 war ein Einstand nach Maß: Mit 54,96 Metern kam er nahe an seine Bestleistung von 55,09 Metern heran. Er zeigte weitere schöne Würfe mit 54,13 und 53,08 Metern. Im letzten Versuch flog sein Diskus perfekt in der Mitte des Sektors in Richtung 60-Meter-Marke. Leider gab das Kampfgericht am Ring diesen Versuch ungültig, sodass der erste Versuch der beste blieb. Mit Rang vier verpasste er knapp einen Medaillenrang. Der Sprung auf das Podest gelang ihm dagegen im Kugelstoßen mit 16,85 Metern (Fünf-Kilogramm-Kugel) und Platz drei. Tobias Kretzschmar gewann mit 17,86 Metern (Sechs-Kilogramm-Kugel), wobei er nur einen Zentimeter unter seiner Bestleistung blieb, die Goldmedaille des Kugelstoßes der U20. Am nächsten Wochenende geht es nach Halle an der Saale, wo der nächste Qualifikationswettbewerb stattfindet und sich die deutsche und internationale Wurfelite trifft.


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