Timo Grub gewinnt den 29. Brüder-Grimm-Lauf

Leichtathletik

Mission Titelverteidigung gelungen: Timo Grub vom TV Hergershausen hat nach seinem Sieg im Vorjahr auch den 29. Brüder-Grimm-Lauf gewonnen. Der 35-Jährige benötigte 4:47:07 Stunden für die 82 Kilometer lange Strecke von Hanau nach Steinau.

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Nach vier deutlichen Etappensiegen bewies Grub im letzten Abschnitt Sportgeist und lief gemeinsam mit dem Zweitplatzierten Björn Kuttich (Offenbacher Yeti Jäger) über die Ziellinie. Mit 4:56:15 Stunden hatte er aber insgesamt über neun Minuten Rückstand auf den Münsteraner, distanzierte seinerseits aber auch den Drittplatzierten Lorenz Köhl (5:05:41/TGM SV Jügesheim) deutlich. Bester heimischer Starter war Thomas Kraushaar vom Laufteam Gelnhausen. Mit einer Zeit von 5:27:37 Stunden verfehlte er als Elfter den Sprung unter die besten Zehn nur um wenige Sekunden.

Schnellste Frau unter den letztlich 426 Finishern war Sabine Schmitt. Die Mainzerin benötigte 5:43:38 Stunden und landete mit dieser Zeit auf Rang 22 in der Gesamtwertung. Neben ihr auf dem Treppchen bei der Siegerehrung vor dem Steinauer Rathaus standen die Frankfurterin Melanie Konstanze Buhtz (5:53:16) und Kim Mess vom TV Gladenbach (6:01:56).

In der Mannschaftswertung schafften es die Frauen des TV Salmünster unter die ersten Drei und mussten nur dem Team „Goldmarien 1“ mit der Zweitplatzierten Buhtz und dem Lauftreff Hanau/Bruchköbel den Vortritt lassen. Das Laufteam Gelnhausen mit Sabine Fröhlich, Constanze Friedrich und Susanne Richter wurde Achter. Drei Plätze weiter vorne landeten die Männer aus der Barbarossastadt: Thomas Kraushaar, Jörg Vonrhein und Sven Usinger wurden Fünfter, es siegte die „Offenbacher Yeti Jäger“ vor dem TV/DJK Hammelburg.

„Wir haben wieder jede Menge glückliche Läufer gesehen“, freute sich Karsten Schmidt von der Fachgruppe Sport des Main-Kinzig-Kreises, dass alles wie gewohnt reibungslos ablief – inklusive der besondere Momente. „Besonders rührend war die Siegerehrung von Werner Hasselkus, dem die Tränen in den Augen standen“, bekam der mit 80 Jahren älteste Starter besonders viel Applaus und kündigte bereits an, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

Dann findet die 30. Auflage des Brüder-Grimm-Laufes statt und dieses kleine Jubiläum soll auch gefeiert werden. „Wir werden sicherlich etwas Besonderes im Umfeld und bei der Nudelparty machen, aber Details werden noch nicht verraten“, verspricht Schmidt der inzwischen eingeschworenen Läuferfamilie aber schon einmal ein ganz besonderes Erlebnis beim Wiedersehen 2014.

Knöchelbruch im Wald

Für einen Teilnehmer aus Salmünster war der 29. Brüder-Grimm-Lauf bereits nach wenigen Kilometern beendet. Bei einem unglücklichen Tritt auf einen Ast rissen die Bänder im Knöchel, ein sehr schmerzhafter Abschied aus dem Teilnehmerfeld. Das Organisationsteam besuchte ihn anschließend im Krankenhaus und bei der Siegerehrung war er schon wieder in zivil dabei. Aufgrund der hohen Temperaturen hatten die Sanitäter auch ansonsten durchaus einiges zu tun. Vor allem auf den ersten drei Etappen kämpften einige Läuferinnen und Läufer mit Kreislaufproblemen, die aber allesamt glimpflich ausgingen.

Heimlicher Sieger

Eigentlich hätte Klemens Rübsam einen Sonderpreis verdient: Der Jossgründer bekam auf der ersten Etappe gesundheitliche Probleme und verlor im Wald die Orientierung. Alle verloren ihn aus den Augen, niemand rechnete mehr mit seinem Zielleinlauf. Fast eine halbe Stunde, nach dem der letzte Läufer angekommen und das Ziel längst abgebaut war, kam Rübsam dann schließlich doch noch an. Und auch auf der zweiten Etappe hatte er kein Glück: Diesmal stürzte auf der Waldstrecke und kam ziemlich ramponiert ins Ziel. Aus gesundheitlichen Gründen war der Brüder-Grimm-Lauf danach für ihn beendet.

Retter helfen Rettern

Auch das gibt es: Am Ortsausgang von Salmünster in Richtung  Bad Soden hatte sich ein Rettungswagen auf einem Radweg festgefahren und kam ohne Hilfe nicht mehr raus. Die Rettung war aber schnell zur Stelle: Ein Wagen der Feuerwehr Bad Soden, für die Absicherung des Brüder-Grimm-Laufes mitverantwortlich, eilte herbei und befreite den Rettungswagen aus seiner misslichen Lage.

Falsche Fährte gelegt

Einige Meter mehr liefen einige Teilnehmer auf der zweiten Etappe von Niederrodenbach nach Neuenhaßlau. Ein „Scherzkeks“ hatte im Wald einen zusätzlichen Wegweiser platziert, der die Starter in eine falsche Richtung schickte. Wer die falsche Fährte legte, konnte nicht ermittelt werden, letztlich kamen aber doch alle ins Ziel in Neuenhaßlau.

Stammgäste wieder dabei

Nicht nur für Sieger Timo Grub ist der Brüder-Grimm-Lauf „meine absolute Lieblingsveranstaltung“, auch viele andere Teilnehmer kommen immer wieder. Kalli Flach kann aber keiner mehr überholen: Der Rodenbacher, wie immer für den Lauftreff Höchst gemeldet, nahm an allen bisherigen Brüder-Grimm-Läufen teil und trug daher auch diesmal wieder völlig zurecht die Startnummer eins. Und auch der tierische Begleiter der Veranstaltung durfte nicht fehlen. Hund Charlie lief wie gewohnt mit Gerhard Desch, ebenfalls vom Lauftreff Höchst, über die Ziellinie. Tierschützer brauchen sich aber keine Sorgen machen: Der Vierbeiner absolviert nicht die kompletten 82 Kilometer, sondern rennt immer nur die letzten Meter einer Etappe neben seinem Herrchen her.

Die Ergebnisse des 29. Brüder-Grimm-Laufes - hier klicken

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