Entsetzen über rigorosen Kahlschlag in Pioneer

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Die Baumfällungen in Hanau kommentiert VORSPRUNG-Leserin Christa Martin aus Hanau in einem Leserbrief.

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"Das Entsetzen der Hanauer BürgerInnen über die gnadenlosen Baumfällungen in Pioneer ist und bleibt riesengroß. Mittlerweile ist von fast 700 gefällten Bäumen die Rede, nicht von fast 300 und schon gar nicht mehr von 101! Da kann tatsächlich nur Wut zurück bleiben und völliges Unverständnis über die Vorgehensweise der Verantwortlichen. Der Hanauer Naturschutzbeirat wird übergangen, die Meinung der Bevölkerung wird ignoriert. Alles wird so gemacht, wie es die Regenten sich vorgestellt haben. Nur um des Profits Willen.

Von Naturschutz kann in Hanau keine Rede mehr sein, wie bereits mehrfach bewiesen. Die Alibi-Stabsstelle für „Nachhaltigkeit“ nutzt da überhaupt nichts. Die Hanauer Bevölkerung soll sich Gedanken machen über die Gestaltung von Grünflächen – das kann doch wohl nicht wahr sein! Vorschläge gibt es genug und schon seit langem. Es wäre gescheiter gewesen, sich gegen – und zwar offiziell – die überaus massiven und Natur fernen Rodungen in Pioneer zu stellen! Wo sind denn die Hanauer Grünen bei diesem Thema? Es ist und war bis heute nichts zu hören bzw. zu lesen über irgendwelche Einsprüche gegen die massiven Rodungen auf dem Gelände! Von Vorschlägen, wie die Bäume und Sträucher hätten erhalten werden können – nichts! Immerhin hat die für die Natur eigentlich zuständige Partei den Namen Grün im Namen. Sie wurde u. a. deshalb gegründet, um die Natur zu schützen! Nicht, um dabei zuzusehen, wie sie großteils vernichtet wird.

Dem Hanauer Naturschutzbeiratsmitglied, das anonym bleibt, muss zugestimmt werden: die Natur ist der Stadt egal. Denn mit Nachhaltigkeit hat die Behandlung des ehemaligen Baumbestandes in Pioneer und Triangel nichts zu tun. Das kann alles noch so schön geredet werden von den Stadtverantwortlichen. Die Hanauer Bevölkerung macht sich sowieso selbstständig ihre Gedanken. Wenn dann bei der nächsten Wahl so entschieden wird, wie es Viele nicht wollen, ist das Geheule groß.

Vom Naturschutzbeirat abgelehnt, vom BUND extrem kritisch gesehen, die Rodungen wurden trotzdem durchgeführt. Sachverhalte „dürfen“ von diesem so wichtigen Beirat bewertet werden – nur, es sollte den Bewertungen und Empfehlungen auch gefolgt werden! Schließlich dauert es viele Jahre, bis Neupflanzungen so weit sind wie die gefällten Bäume!

Über die immense Wichtigkeit von Bäumen herrscht überall Wissen. Trotzdem greift die Stadt Hanau gnadenlos in den Naturkreislauf ein. Hauptsache, die Kasse stimmt. Aber – es gibt bereits Menschen, die aus dem Grund, wie auch hier in Pioneer vorgegangen wird, vom Gedanken eines Haus- oder Wohnungskaufes Abstand genommen haben. Auch, weil der Wohnraum hier nur für gut verdienende Menschen möglich ist.“

Christa Martin
Erzbergerstr. 20
63452 Hanau

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