Freiheit und Grundgesetz

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"Mehr Mensch - weniger Partei", fordert VORSPRUNG-Leser Dr. Gerhard Stehlik in einem Leserbrief.

"Zum Verbot in Österreich, dort dürfen kleine Mädchen kein Kopftuch mehr tragen, meint ein  Christdemokrat in unseren Sendern, unser Grundgesetz gewährte aber den Religionen die Freiheit, dass sie kleinen Mädchen das Tragen des Kopftuch vorschreiben dürfen. Freiheit ist die Freiheit von Gewaltherrschaft. Religionen, die Gewalt über Menschen ausüben, stehen im Widerspruch zu unserem Grundgesetz. Wenn Christdemokraten den Begriff Religionsfreiheit als Freiheit von Religion umdrehen wollen zu einer Freiheit für Religionen, muss ihnen klar gesagt werden, dass solche Christdemokraten Feinde unserer Verfassung sind. Religion ist die freiwillige Bindung an einen Glauben. Wenn Religionen aus dieser Freiwilligkeit Zwang machen, ist dieser Zwang verfassungswidrig. Parteigänger haben öfter das Problem, das hohe Gut der Freiheit falsch auszulegen. Parteien wirken oft selbst unzulässigen Zwang auf ihre eigenen Volksvertreter. Sie nennen das sogar ganz unverblümt "Fraktionszwang". Beim "Fraktionszwang" operieren die Parteien zu ihrem Vorteil gerne als Schlaumeier nahe an der Grenze zur Verfassungsfeindlichkeit. Auch in diesem Fall gilt, unser Grundgesetz ist nur der Würde des Menschen gewidmet und nicht der Würde der Parteien, auch nicht der Würde der Religionen! Mein Motto für Hanau lautet daher auch ganz einfach: Mehr Mensch -  weniger Partei.

Zum Beispiel könnten wir uns Wahlentscheidungen leichter machen. Eine Stimme auf dem Wahlzettel würde reichen. So ist es ja auch bei den für Hanau besonders wichtigen Wahlen wie dem Oberbürgermeister und dem Landrat (jeweils m/w versteht sich!). Dabei werden Menschen unmittelbar als Person gewählt,  nicht Parteilisten. So ist es einfach und gut. Dort wo wir gezwungen werden, auch noch Parteien wählen zu sollen, sollten wir in Zukunft einfach kein Kreuz mehr machen. Das wäre ein klares Zeichen dafür, dass wir Menschen Würde und Freiheit haben, nicht Parteien und Religionen!"

Dr. Gerhard Stehlik
Hanau

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