Fusion mit Erlensee: Nachteile für Neuberger Vereine?

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Zur geplanten Fusion von Erlensee und Neuberg nimmt VORSPRUNG-Leser Harald Günther in einem Leserbrief Stellung.

"Welche Folgen hat eine mögliche Fusion der Gemeinden Erlensee und Neuberg auf die Vereinslandschaft in Neuberg? Erst einmal keine, denn die Fusion von Vereinen folgt daraus nicht. Die Vereinszugehörigkeit ist bedingt durch die hohe Mobilität der Bevölkerung sowieso wesentlich komplexer. Ausgehend von den Interessen der Bürger und den Angeboten der Vereine in der Region, orientieren sich die Einwohner Neubergs heute bereits nach Langenselbold, Hanau, Erlensee, Bruchköbel oder auch darüber hinaus. Viel wichtiger ist, welchen Beitrag leistet die Gemeinde für die Ortsvereine. Dieser Beitrag muss nicht in jedem Fall in finanziellen Zuwendungen geschehen, sondern kann auch in der Überlassung von Gemeindeeigentum erfolgen. Doch hängt die Förderung nicht zuletzt von der finanziellen Leistungsfähigkeit der Kommune ab. Die Gemeinde Neuberg ist nicht als überaus freigiebig bekannt, doch die Hilfen waren sehr individuell den Gegebenheiten der Vereine im Ort angepasst. Dies hat nicht zuletzt damit zu tun, dass die Gemeindevertretung mit ihren 23 Mitgliedern sehr gut im Vereinsleben vernetzt ist. Mit der zwangsläufigen Reduktion der Neuberger Gemeindevertreter in der dann gemeinsamen Stadtverordnetenversammlung wird die Bindung an die Ortsvereine geringer und auch die Einflussnahme auf die Unterstützung. Mit der Fusion muss auch mit Änderungen bei der Vereinsförderung, wie z. B. bei einigen nicht näher beschriebenen Vereinen gerechnet werden. Auch die Nutzungsentgelte für Gemeinschaftseinrichtungen werden nach den Vorlagen der Stadtverwaltung Erlensee mit Sicherheit auch für die Neuberger Vereine steigen. Wir sind dann nämlich nicht mehr Herr im eigenen Haus!"

Harald Günther
Neuberg

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