Bürgermeisterwahl Langenselbold: Aus der Sicht eines Steuerzahlers

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Zur Bürgermeisterwahl in Langenselbold meldet sich VORSPRUNG-Leser Frank Teranski in einem Leserbrief zu Wort.

"Was haben wir nicht alles über die Geschichte mit der Gewerbesteuerrückzahlung an Thermo Fisher lesen dürfen. Eigentlich eher ein Kapitel, mit dem man besser nicht so sehr Werbung betreiben sollte. Weder aus der Sicht des Unternehmens, noch aus der Sicht der Politik. Umso erstaunlicher ist es, wenn man seitens eines der Bürgermeisterkandidaten erfährt, dass die Sozialdemokraten in Zusammenhang mit Thermo Fisher 'geliefert haben'. Falls damit die Überweisung von 23 Millionen Euro an das Unternehmen gemeint ist, mag das stimmen. Bei der Abarbeitung des Themenkomplexes, der zugegebenermaßen recht komplex war, würden einem als Langenselbolder Steuerzahler eher andere Ausdrücke in den Sinn kommen.

Schließlich bestand die Lösung des Finanzproblems neben geringfügigen Kürzungen in der Planung in einer ausgewachsenen Steuererhöhung, die die Steuerzahler satte 1,3 Millionen Euro in 2018 kostete und bei der im Nachhinein herauskam, dass diese Steuererhöhung lediglich dazu führte, dass die Schlüsselzuweisungen des Landes Hessen (einen Art Ausgleichszahlung aus dem KFA) um eben jenen Betrag gekürzt wurden. Dass gemäß Darstellung des 1. Stadtrates der Schaden für Langenselbold nur circa 550.000 Euro betrug, da der Rest als Umlagen an Kreis und Land sowieso hätte weitergegeben werden müssen, mag für die Finanzverwaltung tröstlich sein, zeugt aber von wenig Respekt gegenüber der Rolle der Bürger und Bürgerinnen.

Um es etwas deutlicher auszudrücken: Die Situation wurde durch die Langenselbolder Steuerzahler gerettet, die das Portemonnaie (unfreiwillig) etwas weiter öffnen durften. Aber das gehört vermutlich zu den Themen, von denen wir am 28.12. von Herrn Greuel erfahren durften, dass 'die Menschen vieles gar nicht wissen oder begreifen müssen'.  Zumindest bei mir entsteht so kein Gefühl der Glaubwürdigkeit."

Frank Teranski
Langenselbold

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