Steuergerechtigkeit

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An die seit Kurzem in Gelnhausen anässige Deutsche Steuer-Gewerkschaft richtet sich der Leserbrief von VORSPRUNG-Leser Heinz Ullrich.

Die Deutsche Steuer-Gewerkschaft hat eine neue Geschäftsstelle in Gelnhausen. In der Pressemitteilung war zu lesen, dass der Finanzverwaltung eine zentrale Bedeutung zukommt, sorge sie doch maßgeblich für die Einnahmen des Staates. Dazu folgender Kommentar: Bei der letzten Umsatzsteuermeldung eines Kleinbetriebes ergab sich eine finanziell unbedeutende Erstattung. Daraufhin mussten Rechnungen eingereicht werden und Tage später kam sogar noch ein dreiseitiger Fragebogen, der ausgefüllt werden musste. Ein anderes Beispiel sind Arbeitnehmer, die zum Mindestlohn arbeiten. Wer anstatt 1600 Euro brutto jetzt 1700 Euro brutto bekommt, kann von den 100 Euro Erhöhung nur etwa 51 Euro behalten. Gleichzeitig verschieben Konzerne und Handelsketten weltweit völlig legal ihre Gewinne und zahlen keine oder minimale Steuern. Alleine in Deutschland geht es jedes Jahr um einen satten zweistelligen Milliardenbetrag, der dadurch verloren geht. Nur mal so als Beispiel, wie mit völlig unterschiedlichen Maßstäben gearbeitet wird. Und dann noch der Spruch: Die Deutsche Steuer-Gewerkschaft sei ein kompetenter Gesprächspartner der Politik, wenn es um Fragen der Vereinfachung der Steuergerechtigkeit und das Schließen von Steuerschlupflöchern geht. Und wo sind denn die Initiativen der Steuergewerkschaft für mehr Steuergerechtigkeit? Wie man sich bei einem solchen Artikel als kleiner Gewerbetreibenden vorkommt, kann ich druckreif nicht beschreiben."

Heinz Ullrich
Gelnhausen

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