Friedrich Merz und die neue Zeit

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Die Ansichten von Friedrich Merz, Kandidat für den Vorsitz der Bundes-CDU, kommentiert VORSPRUNG-Leser Dr. Hans Katzer, ehrenamtlicher SPD-Kreisbeigeordneter, in seinem Leserbrief.

"Friedrich Merz hat ein Buch geschrieben oder besser mit Unterstützung von Ghostwritern schreiben lassen. Der Titel lautet: „Neue Zeit. Neue Verantwortung“ und umfasst 238 Seiten und kann für 22 € erworben werden. Es ist zwischenzeitlich – soweit erkennbar – sein neuntes Buch. Unter anderem haben seiner Bücher sehr aufgeschlossen erscheinende Titel wie 2002 „Mut zur Zukunft“ oder 2010 „Was jetzt zu tun ist“. Nun geht die Merkel-Ära zu Ende und es drängt sich mit ihm eine Person aus der Vergangenheit aus dem politischen Bühnenhintergrund nach vorne, der unentwegt „ich“ sagt und klagt das Parteiestablishment an, das ihn von der Macht fernhalten will – schon wieder. Die von ihm inszenierten Darbietungen sind mehr Ego-Shows, die der CDU nicht weiterhelfen und einen geordneten Übergang erschweren. Jetzt im Lockdown unbedingt einen Parteitag zu fordern wirkt sehr selbstsüchtig. Zwar kann für eine Demokratie eine dramatische Situation mit Sieg und Niederlage auf offener Bühne lehrreich sein, jedoch besteht die Gefahr zu einer tragikomischen Figur ohne Charisma zu werden. Wer in einem neuen Buch eine Fülle von Themen abarbeitet und ohne wirkliche Beschäftigung mit irgendwas keinen Raum für eine Analyse findet, der verdient es nicht, dass sein doch sehr teures Buch gekauft und gelesen wird. Über angeblich fehlende Leistungsbereitschaft zu schwadronieren oder die Behauptungen aufzustellen, der Staat treibe die Sozialhilfeempfänger in die Abhängigkeit oder der Staat wirtschafte schlechter als die Wirtschaft und keine Aufklärung betreibt, hat keine Leserschaft – auch keine kritische - verdient."

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