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"Nach mehr als einem Jahr Covid-19-Pandemie drängen sich die Fragen nach dem Zusammenhalt, dem Wohlstand, der Demokratie, nach der Zukunft unserer Gesellschaft und vor allem der Zukunft unserer Kinder und dem Vertrauen in unseren Staat mehr denn je auf. Da auch die zweiten Osterfeierlichkeiten unter der Pandemie litten, macht sich bei manchen eine gewisse Hoffnungslosigkeit und Enttäuschung breit.

Die Bertelsmann-Stiftung hat unlängst in einer Studie festgestellt, dass das Vertrauen in die Mitmenschen sinke und sich das Zukunftsbild der Gesellschaft verdüstere, insbesondere unter der 30-jährigen. Dies war zu Beginn der Pandemie nicht so, sondern trug dazu bei, vorhandene Stärken besser wahrzunehmen und wertzuschätzen. War zur Jahresmitte der gesellschaftliche Zusammenhalt sogar positiv bewertet worden, weil nach dem Ende des ersten Lockdowns das Gefühl vorherrschte, das Schlimmste überstanden zu haben. Nach der Studie habe sich der Zusammenhalt nicht verschlechtert, sondern auch durch die spontan entstandenen Nachbarschaftshilfen, durch das Organisieren von Einkaufs- und Lieferfahrten oder der raschen Produktion von Mund-Nasen-Schutzmasken sogar verbessert. Allerdings war das Vertrauen belastet, weil am Arbeitsplatz und in WhatsApp-Gruppen negative Erfahrungen gesammelt wurden. Dennoch stieg das Ansehen der Arbeit der Regierung bzw. das politische Vertrauen in der Pandemie stark an und die Zufriedenheitswerte waren im Frühjahr 2020 höher als in den Jahren davor. Danach wachse aber die Unzufriedenheit und Frustration. Zufrieden war man aber in der Frage der Demokratie. Dabei sie das Vertrauen in die lokale Verwaltung in den Gemeinden, Städten und Kreise höher als das in die Bundesregierung. Sorgen bereite den Jungen die Zukunftsaussichten, weil schlechtere Chancen auf den Start in die Ausbildung oder das Berufsleben oder auch zunehmende Isolation bis zu Depressionen und Einsamkeitsgefühlen. Die Studie warnt vor einer gesellschaftlichen Spaltung, wenn es nicht gelinge, die extrem Belasteten in ihrer prekären Lage ökonomischen abzusichern und die Menschen nicht besser in den demokratischen Prozess mitgenommen werden. Diese Hinweise müssten ernsthaft gewürdigt werden.

Vielleicht ist es nur ein schwacher, aber nicht ganz hoffnungsloser Trost, wenn man auf die Menschheitsgeschichte und die nur beispielsweise genannten sehr bedrohlichen Pandemien zurückblickt wie die Attische Seuche (430 bis 426 v.Chr.), die verschiedenen Pesterscheinungen (165 bis 770 n.Chr.), die als Schwarzer Tod bezeichnete Pest (1346 bis 1353), die Große Pest von London (1665 bis 1666), die verschiedenen Pockenepidemien im 18. Jahrhundert, die Cholera- und Pockenepidemien (1852 bis 1860 und 2014 bis 2016), die Beulenpest (1894 bis 1912), die Spanische Grippe (1918 bis 1920), die Hongkong-Grippe (1968 bis 1970), Aids seit 1980 und die Ebola-Epidemie (2014 bis 2016).

All diese beängstigenden und gefährlichen Erscheinungen konnten erfolgreich bekämpft, im Keim erstickt und besiegt werden. Demnach können doch alle darauf hoffen, bald zu sagen: 'Es ist vorbei!'"

Dr. Hans Katzer
Hanau

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