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"Nachdem Wirtschaftsminister Peter Altmaier eingestanden hatte, dass Windenergieanlagen um einen guten Faktor 1000 weniger Infraschall ausstrahlen als behauptet, konstruieren Windkraftgegner:innen nun ein angeblich großes Risiko für das Grundwasser. Die Pressemitteilung von Windjammer basiert auf Halbwahrheiten und es fehlen wichtige Informationen.

Windenergieanlagen stellen kein höheres Risiko dar als andere im Wasserschutzgebiet zulässige Bauwerke und Anlagen. Deren Bau unterliegt ohnehin scharfen Vorschriften des Natur- und Umweltschutzes. Im Mittel dauert es (viel zu lange) 7 Jahre bis solche Anlagen ihren Dienst aufnehmen. Gegründet werden Windenergieanlagen i.d.R flach, d.h. gegraben wird 3 bis 4 Meter tief, nicht tiefer als bei einem Wohngebäude mit einfachem Keller. Betrachtet man ausschließlich das Wasserhaushaltsgesetz und blendet alle anderen Rahmenbedingungen aus, dann stimmt es, dass die Fließzeit zwischen Rand einer Wasserschutzzone II und Brunnen 50 Tage betragen soll. In vielen Fällen kann diese allerdings nicht eingehalten werden, z.B. aufgrund bestehender Nutzungen. Die Wasserschutzzone II oberhalb der Tankstelle in GN-Hailer ist dafür ein gutes Beispiel. Dort beträgt die Fließzeit gerade einmal 2 bis 3 Tage vom Zonenrand bis zum Brunnen. Hinsichtlich Risiken für das Grundwasser würde ich mir weit mehr Gedanken über Tankstellen als über Windenergieanlagen machen.

Der Verweis auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs ist völlig fehl am Platz. Dabei ging es um die großflächigen Überschreitungen des Nitratgrenzwertes im Grundwasser (50 mg/l). Mir ist keine Windenergieanlage bekannt, die Nitrat emittiert. Da fallen mir eher Schlagworte wie Schweinemastbetrieb und Überdüngung ein. Die Energieerzeugung mit fossilen Energien hat dazu geführt, dass wir auch in Deutschland unter Dürreperioden und Starkregenereignissen leiden, was u.a. zu Waldsterben und Wasserverschmutzung führt. Um die weitere Klimaerhitzung zu bremsen, braucht es einen massiven Zubau von Photovoltaik und Windkraft. Sorgen wir im Sinne der zukünftigen Generationen doch lieber dafür, dass überhaupt noch ausreichend Wasser da ist, als uns auf ein äußerst geringes Restrisiko der Verschmutzung zu fokussieren."

Andreas Hlasseck
Gelnhausen

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