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"Es ist ein Leichtes von Journalisten über ein Land zu schreiben, das nun von den Taliban beherrscht wird und eine humanitäre Katastrophe von unbeschreiblichem Ausmaß droht. Auch ist es ein Leichtes von einem Versagen der Besetzer nach dem überhasteten Abzug und das klägliche Versagen der Armee und der Polizei im Kampf gegen die Taliban, den IS, die Warlords und den unterschiedlichen Machtgruppierungen zu sprechen.

Das Land befindet sich derzeit in einem Chaos. Ein Blick auf den Grund und auf die Ausgangslage des Engagements der USA und der europäischen Staaten, die einen hohen Blutzoll mit vielen Toten, Verwundeten und Traumatisierten zahlten, zeigt, dass der am 7. Oktober 2001 begonnene „Krieg gegen den Terror“ und damit längste Krieg der USA und ihrer Verbündeten nicht monokausal erklärt werden kann, sondern vielfache Ursachen hatte.

Der Terroranschlag vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York sowie das Pentagon in Washington führte dazu, dass Afghanistan, eines der ärmsten Länder der Welt, zum Feind der Freien Welt erklärt wurde, obwohl keiner der Attentäter Afghane war. Das Land war seither in vielfacher Art und Weise mit Bomben und bewaffneten Drohnen konfrontiert und zahllose afghanische Opfer forderte. Es waren immer fremde Mächte, Briten und die Sowjets, die in Afghanistan einmarschiert sind und eine eigenständige – auch demokratische – Entwicklung verhinderten. Auch der Terror ist nicht beseitigt worden, sondern hat zu dessen Verbreitung beigetragen.

Eine Lehre ist zu ziehen, nämlich, dass es nicht ausreichend sei, nur für eine Stabilität zu sorgen und die Gewaltenteilung und die Stärkung der Provinzverwaltungen und Schuras (Gemeinderäte) zu vernachlässigen. Unterstützt wurde ein System mit mafiösen Strukturen, von dem eine kleine politische Elite, Warlords, Drogenbarone und Kriminelle profitierten und die Bekämpfung der Korruption reine Lippenbekentnisse waren. Dass Afghanistan keine Demokratie wollte ist ein Trugschluss. Was abgelehnt wurde, war eine aufgedrückte elitäre Scheindemokratie, in der die Stimme des Einzelnen nicht zu zählen schien.

Es gilt jetzt eine weltweite Humanität aufzubauen, um zu einer Erträglichkeit, Hilfe und Unterstützung zu gelangen. Wegschauen oder die Betroffenen allein lassen ist ein No-Go. Die Menschlichkeit gebietet es, aktiv das Handeln der Staaten und führenden Politiker zu unterstützen und verhindern, dass Menschen, die zufällig in Afghanistan geboren sind, dort leben und dem Untergang geweiht sind."

Hans Katzer
Hanau

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