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"Wie gebannt starren wir auf die Sondierungsgespräche. Jede Regung, jede Miene, jede Geste wird genau beobachtet und interpretiert. Parteien, die 1/8 bis ¼ der abgegebenen Stimmen erhalten haben, sind miteinander im Gespräch. Vor der Wahl war der Fokus darauf gerichtet, wer denn Kanzler/in werden wird. Inhalte spielten kaum eine Rolle. Dabei wäre es überlebenswichtig, dass Politik endlich die Weichen umstellt hin zu einer Klima-, Umwelt- und Menschenfreundlichen Wirtschafts- und Lebensweise. Bis zum Jahr 2030 soll nach einer verbindlichen Erklärung der Vereinten Nationen - unterzeichnet von 193 Staaten - eine Welt geschaffen sein, in der Armut, Hunger, Ungleicheit und Diskriminierung der Vergangenheit angehören. Gute Regierungsführung soll zu einer lebenswerten Welt für alle führen, in Frieden und globaler Partnerschaft.

Die Parteiprogramme haben darauf nicht Bezug genommen. Ihnen waren Partikularinteressen der potenziellen Wählerschaft wichtig. Eine langfristige Perspektive fehlte allenthalben. Dabei wäre es entscheidend, dass in der jetzt beginnenden Regierungszeit wesentliche Kurskorrekturen erfolgen. 16 und mehr Jahre lang wurde Reichtum von den Armen an die Reicheren verteilt, wurde rücksichtslos mit Ressourcen und Menschen umgegangen. Prekäre Arbeitsverhältnisse wurden zumindest billigend in Kauf genommen, ebenso wir die Armut von Kindern und Alten. Das Klima wurde rücksichtslos weiter zerstört, angeblich weil es zu teuer ist, dass wir es schützen. Dabei ist schon mittelfristig Raubbau an der Natur teurer als deren Schutz. Schon am 5. Mai hatte Deutschland in diesem Jahr seinen Anteil an den verfügbaren Gütern für das ganze Jahr verbraucht. Seitdem leben wir auf Kosten anderer Menschen, in anderen Ländern und in der Zukunft.

Die künftige Regierung muss sich der Herausforderungen annehmen, indem sie ihre Politik nachhaltig und enkeltauglich gestaltet, ehrlich, ernsthaft und gerne visionär. Darauf liebe Medien, liebe Leserinnen und Leser richtet euer Augenmerk, wenn euch aktuelle Gesprächsergebnisse und künftige Vorhaben präsentiert werden. Noch ist Zeit, Einfluss zu nehmen, und damit Politik so zu gestalten, dass auch die Interessen derjenigen einbezogen werden, die nicht gewählt haben, nicht wahlberechtigt waren oder eine andere Politik gewählt haben."

Maria Gubisch
Gelnhausen

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