Gelnhausen: Zerschlagung der Grundschulkinderbetreuung stoppen

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Mit einem Offenen Brief wendet sich VORSPRUNG-Leser Heinz Hunn, Vorsitzender des Trägervereins Pakt für den Nachmittag für den Ganztag an der Grundschule Langendiebach, an den Gelnhäuser Bürgermeister Daniel Glöckner (FDP).

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"Sehr geehrter Herr Bürgermeister Glöckner, wie ich erfahren habe, plant die Stadt Gelnhausen ihre Grundschulkinderbetreuung entlang der Kindertagesstätten Betriebe, Horte ersatzlos einzustellen. Hier ist wohl die vordergründige Argumentation, die qualifizierten Erziehungskräfte aus den Hortgruppen abzuziehen und diese im U3 bzw. in den Kindertagesstätten Gruppen zwischen 3 und 6 Jahren einzusetzen. Außerdem sei es nicht Pflicht der Stadt, die Grundschulkinder Betreuung zu stemmen, sondern das sei der Main-Kinzig-Kreis. Hier sitzen die Stadt, der Magistrat, Sie als Bürgermeister entweder falschen Informationen auf oder Sie wollen sich bewusst der Verantwortung entziehen.

Spätestens 2026 sind die Kommunen in der Pflicht, das Recht auf den Ganztag entlang der Grundschulen in ihrem Ort, in ihrer Stadt umzusetzen und dann kann man nicht jetzt und heute aus einem gestandenen System und pädagogisch wertvollen Betrieb für die Schüler*innen und deren Eltern mir nichts dir nichts aussteigen und alle Betroffenen im Regen stehen lassen. Die Stadt Gelnhausen ist ganz falsch beraten, wenn sie meint, der Main-Kinzig-Kreis sei hier zuständig und muss dieses umsetzen. Noch immer ist die Teilnahme der einzelnen Grundschule überlassen, dieses wertvolle Projekt des Ganztages an der jeweiligen Schule umzusetzen. Wenn dieses klar ist, beantragt die Schule beim Main-Kinzig-Kreis beim Land die Teilnahme am Pakt. Ist dieses wasserdicht, dann verpflichtet sich der Schulträger Main-Kinzig-Kreis, in Kooperation mit Stadt, Land, der Schulgemeinde und Träger dies umzusetzen. Gut beraten ist die Stadt Gelnhausen, vorhandene örtliche Trägerstrukturen zu fördern und mit diesen in enge Kooperation zu gehen, sie mitzufinanzieren und somit ihrer Verantwortung für ihre Schüler*innen und deren Eltern gerecht zu werden.

Eine Grundschule ist ein fester Bestandteil eines Ortes, eines Stadtteiles und gehört auch hier und dort mit Rat und Tat unterstützt, gefördert und beraten zu werden. Es sind regional-, städtisch orientierte Träger zu etablieren, welche das Know How der jeweiligen Schule, der vor Ort engagierten Elternvereine aufzugreifen und in einen örtlich zu etablierendem Träger zu integrieren, das örtliche Fachpersonal der vorhandenen Träger und den qualifizierten Profis aus den Hortbetrieben Zusammenzufassen, weiter zu beschäftigen, zu qualifizieren um den Ganztag in enger Kooperation mit den Lehrer*innen Kollegien für unsere Kinder umzusetzen.

Es ist der falsche Weg, erstens ein "Running System" zu zerschlagen, qualifiziertes und eingearbeitetes Personal so mir nichts dir nichts umzuschichten, unbeachtet dessen, dass dieses Personal sich dann auch in anderen Orten orientieren wird und die Stadt nicht gewonnen hat. Daher appelliere ich an Sie in verantwortlicher Position, die Zerschlagung der jetzigen örtlichen Grundschulkinderbetreuung zu stoppen und diese in ein zukunftsorientiertes Konzept im Sinne der Bildungsgerechtigkeit, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, mit dem Blick auf das Recht für den Ganztag an Grundschulen und im Blick auf Ihre Verantwortung in ihren Amt neu zu beraten und neu aufzusetzen."

Heinz Hunn
Erlensee

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