"In seinem Leserbrief vom 20.06.2022 zitiert Frank Nick aus dem Vorwort von Umweltministerin Priska Hinz zum Nachhaltigkeitsbericht des Waldes 2019/2020. Zunächst ist das Zitat in dem Leserbrief falsch bzw. unvollständig wiedergegeben. Es fehlt nämlich ein sehr wichtiges Wort: 'Zusätzlich haben wir den Holzeinschlag bei über 100jährigen geschlossenen Buchenbeständen in Natura 2000-Gebieten gestoppt. Damit schützen wir das Waldinnenklima vor weiterer Verdunstung und erhalten wichtige Lebensräume….'. Es ist explizit von geschlossenen (!) Buchenbeständen die Rede. So alte geschlossene Buchenbeständen haben wir hier im Freigerichter Wald nicht mehr. Hier wurde nämlich seit Jahrzehnten regelmäßig durchforstet, so dass die Bestände nicht mehr geschlossen sind.

Außerdem bezieht sich das Zitat nicht auf den hessischen Staatswald, sondern nur auf die dortigen Natura 2000-Gebiete, also Naturschutzgebiete nach europäischem Recht. Auch solche haben wir im Freigerichter Wald nicht!  Frank Nick erweckt so den völlig falschen Eindruck, als stünde der hessische Staatswald in seiner Gänze unter Naturschutz und über 100jährige Buchen würden dort nicht gefällt. Nur im Freigericht solle das auf Beschluss von SPD, UWG und Grünen jetzt geschehen. In Wahrheit wird hessenweit außerhalb von sogenannten Kernflächen fast überall 'reguläre Forstwirtschaft' betrieben. Selbst in Naturschutz- und Natura 2000-Gebieten. Der im Zitat genannte Einschlagsstopp bildet selbst in den Schutzgebieten eine große Ausnahme!

Auch in den Windvorrangflächen bleiben die Bäume nicht bis zu ihrem natürlichen Lebensende stehen, wenn keine Windkraftanlagen gebaut werden. Gerade die alten Bäume stehen kurz vor der Hiebsreife und würde in den nächsten Jahren zum größten Teil sowieso gefällt. Dann halt nicht wegen der Baumaßnahme, sondern im Rahmen der regulären Forstwirtschaft."

Andreas Höfler 
Freigericht

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