Kita-Sommerschließzeit in Linsengericht: Nicht euer ernst!

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In der Diskussion über die Sommerschließzeit der Kindertagesstätten in der Gemeinde Linsengericht meldet sich VORSPRUNG-Leserin Daria Roth zu Wort.

"Die Gemeinde Linsengericht handelt völlig widersprüchlich zum Sozialgesetzbuch. Hiernach sollen Kindergärten 'den Eltern dabei helfen, Erwerbstätigkeit, Kindererziehung und familiäre Pflege besser miteinander vereinbaren zu können.' (Falls jemand nachschauen möchte: Paragraph 22 SGB VIII) Um was geht es? Um die Sommerschließzeit. Immer noch.

Seit Jahren wird nun schon um die Schließzeiten der Linsengerichter Kindertagesstätten gerungen und ich möchte hier nicht noch einmal auf alle Einzelheiten eingehen, da schon sehr viel darüber geschrieben wurde. Ich habe einfach Bedenken, dass unsere Familie demnächst alle 6 Ferienwochen irgendwie mit Urlaub überbrücken muss, da entweder unser Großer in der Grundschule oder dann völlig zeitversetzt unser Kleiner im Kindergarten betreut wird. Mmh. Getrennter Urlaub? Ich mit dem Kleinen und dann mein Mann mit dem Großen? Mein Kopf schwirrt. Und: Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie es wäre, wenn ich alleinerziehend wäre...

Diese Entscheidungen der Linsengerichter Gremien betreffen bei weitem auch nicht nur Linsengerichter Familien. Das zieht weite Kreise, da man sich ja als Arbeitnehmer auch mit seinen Kollegen abstimmen muss, die auch Kinder haben. Das ist oft bei 2 Wochen schon schwierig; und wenn die Schließzeiten erst im November bekannt gegeben werden, ist das bei vielen auch zu spät. Bis dahin sollen in vielen Unternehmen die Urlaubsplanungen für das nächste Jahr schon längst stehen. Ich kann es verstehen, wenn Kollegen genervt sind. Die haben darauf auch keine Lust mehr; geschweige denn die entsprechenden Vorgesetzten. Man braucht sich nicht zu wundern, wenn das Betriebsklima darunter leidet.

Ich habe zwar Verständnis für die Kitas, dass es schwierig ist, während der Ferien den Betrieb zu organisieren, da es viele Erzieherinnen gibt, die selbst Mütter sind und oft Teilzeit arbeiten - aber ursächlich hierfür ist doch der herrschende Personalmangel. Für DIESES Problem sollte die Gemeinde ihre Zeit und Energie aufbringen! So unterstützt ihr uns jedenfalls nicht bei Erwerbstätigkeit und Kindererziehung!"

Daria Roth
Linsengericht

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