"Warum gibt es eigentlich die teo-Märkte, in denen man rund um die Uhr für den täglichen Bedarf einkaufen kann? Seit Jahrzehnten sorgt die Steuergesetzgebung dafür, dass inhabergeführte Lebensmittelgeschäfte zur Aufgabe gezwungen werden. Schon vor 60 Jahren gab es einen Bericht in der Zeitschrift CAPITAL über die Firma IKEA. Dort wird haarklein aufgeführt, wie in Deutschland erzielte Gewinne völlig legal ins Ausland verschoben werden. Außerdem können die Lebensmittelketten ihre Gewinnen und Verluste verrechnen,  werden mit ‘Werbekostenzuschüssen” zugeschüttet und/oder können über "Gewinnabführungsverträge" ihre Steuern steuern. Und zuletzt wurden Ladenöffnungszeiten von Montag bis Samstag auf mögliche 24 Stunden pro Tag ermöglicht.

Die Folgen dieser Politik gegen inhabergeführte Lebensmittelgeschäfte sind Geschäftsaufgaben mit der Folge von Versorgungslücken in vielen Gemeinden. Jetzt hat die Firma tegut die teo-Märkte ins Leben gerufen, in den man seinen Grundbedarf rund um die Uhr decken kann. Und zwar ohne Verkaufspersonal. Diskutiert wurde das Thema mit Vertretern der Gewerkschaft Verdi, Politik, der Firma tegut und dem Geschäftsführer der IHK. Alle Diskussionsteilnehmer waren für dieses Modell der teo-Märkte außer den Gewerkschaftsvertretern, die immer wieder auf Sonntagsarbeit verwiesen haben, obwohl es die gar nicht gibt. Irgendwann haben die Gewerkschaftsvertreter bemerkt, dass sie mit diesen Aussagen nicht weiterkommen. Dann hat doch tatsächlich eine Gewerkschaftsvertreterin die Frage gestellt: 'Was wäre denn, wenn eine ältere Frau in dem Markt einkauft und die Tür zum Ausgang nicht mehr öffnen kann?' Halten denn diese ideologisch verbohrten Gewerkschaftsvertreter alle ältere Menschen für senil, dement oder was soll dieser alterdiskriminierende Spruch?"

Heinz Ullrich
Gelnhausen

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