"Am 31.5. diesen Jahres, kurz vor den Wahlen zum Europaparlament, kündigt der Bundeskanzler einen weiteren Schritt bei der Aufrüstung der Ukraine im Krieg gegen Russland an. In Betonung der Übereinstimmung mit dem amerikanischen Präsidenten Biden verlässt Scholz damit die bisher eingezogene Linie, keine Waffen zu liefern, die russisches Territorium erreichen. Das ist ein Richtungswechsel, der in Moskau als Kriegseintritt des Natobündnisses betrachtet werden kann.

In der bundesdeutschen Bewertung durch Politiker wie Röttgen setzt sich die Oppositionspartei schon länger für diese Eskalationsspirale ein, während Stegner, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses, eher abwiegelt und den Schritt auf die Kriegslage um Charkow begrenzt wissen will. Der Eindruck, den diese Entscheidung in Washington, Brüssel und Berlin auf die Bevölkerung macht, ist ähnlich gespalten. Man spiele mit dem Feuer, immerhin handele es sich hier um einen direkten Angriff auf eine Atommacht, wenn auch, was zu erwarten ist, Selenskyj diese Karte zieht. Das habe es selbst im Kalten Krieg nicht gegeben. Andere glauben, man handele völkerechtskonform oder könne wie in einem Spiel das Risiko eines 3. Weltkrieges austesten.

In der Öffentlichkeit, d.h. in der übergroßen Mehrheit der Medien, den Politrunden, den Interviews jedenfalls treffen die gegensätzlichen Positionen von Bellizisten und Pazifisten kaum aufeinander, so dass sich die Bevölkerung, um deren Sicherheit es ja geht, ein Bild der Lage machen kann. Hier dominieren eindeutig die Befürworter uneingeschränkter Waffenlieferungen. Und wenn es nach Macron ginge, wäre sogar ein militärische Angriff auf die GUS eine Option. Zu unser aller Glück schaudern hierzulande alle davor zurück, Politiker und Bevölkerung. Eine unverantwortliches Höllenszenario!"

Jörg Sternberg
Hanau

Hinweis der Redaktion: Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen oder nicht zu publizieren. Online eingesandte Leserbriefe werden nicht direkt veröffentlicht, sondern zuerst von der Redaktion geprüft. Leserbriefe sind immer mit dem Namen und der Anschrift des Autors zu versehen und spiegeln die Meinung des oder der Autoren wider. Die E-Mail-Adresse zur Einsendung von Leserbriefen lautet Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

online werben

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

vogler banner

Anzeige

vogler banner

Anzeige

Online Banner 300x250px MoPo 2