"Im Jahr 2012 hat die EU, da ihre Union aus ehemaligen Feinden eine friedliche Gemeinschaft geschmiedet habe, den Friedennobelpreis bekommen. Heute sind wir nach den Statistiken zweier neutraler und weltweit anerkannter Friedensforschungsinstitute, Sipri in Stockholm und Ican (Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen), infolge der größten Steigerung der Militärausgaben seit Jahrzehnten und des unauflösbar erscheinenden Kriegs Russlands gegen die Ukraine, also eines Kriegs nicht nur vor der Haustür Europas, sondern auch unter Beteiligung der europäischen 31 Natostaaten vor der größten Bedrohung der europäischen Geschichte.

Das Wettrüsten der Atomwaffenarsenale wie auch das der konventionellen Waffen, die Militarisierung des Planeten hat ein unvorstellbares, ja obszönes Ausmaß von Ressourcen erreicht, die dringend nötig wären zur Bekämpfung des Hungers in der Welt und zur Bekämpfung von Vertreibung, Verfolgung, bitterste Armut wie auch des menschengemachten Klimawandels. Dabei soll allerdings nicht verschwiegen werden, wer - wieder nach den Zahlen von Sipri - die größten Anteile hat an der Eskalation der Rüstungsspirale, die aus dem Ruder läuft. Die Ausgaben der USA für Rüstungsgüter, eine verharmlosende Bezeichnung übrigens, sind nicht unerwartet die bei weitem höchsten, selbst wenn man höhere Kosten der in den USA erzeugten Waffenprodukte einrechnet, betragen sie ein Vielfaches im Vergleich mit China und Russland auf der Gegenseite. Das mag diejenigen trösten, die an die moralische Überlegenheit des Westens und der Nato glauben. Zum Frieden allerdings führt das nicht. Auch wenn man es 'Friedenskonferenz' nennt, was man ohne Einbeziehung der Gegenseite in der Schweiz jüngst veranstaltet hat."

Jörg Sternberg
Hanau

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