Autohaus Nix

"Mit der Einführung einer verpflichtenden Grundgebühr von monatlich 80 Euro für den Besuch einer ganztägigen Grundschule stellt sich die Kreiskoalition gegen die landespolitische und vernünftige Grundhaltung, den Vormittag von 7:30 bis 14:30 Uhr gebührenfrei zu stellen. Dass der Landeszuschuss dafür nicht kostendeckend ist, ist schon seit Jahren bekannt und wurde schon öfters angemahnt. Jedoch hat das schon seit Jahren von der CDU geführten Kultusministerium es nicht verstanden, dieses zu korrigieren und den Ganztag auf eine finanziell solide Basis zu stellen. Die Kreis-SPD habe sich schwer getan, dieser neuen Richtlinie zuzustimmen, doch sie hat diese federführend mit ausgearbeitet und hat es jetzt auch so mit beschlossen.

Somit ist es Familien bei knapper Kasse versperrt, niederschwellig ihren Kindern die Möglichkeit zu eröffnen im Rahmen von Forderungen nach mehr Bildungsgerechtigkeit zu profitieren, Frauen müssen wieder genau rechnen und ggfs. darauf verzichten, selbstbestimmt und selbstentscheidend berufstätig zu werden und schon gar nicht in Vollzeit und somit für ihr wirtschaftliches Dasein und für eine auskömmliche Rente zu arbeiten. Eine Frauenpolitik, die den Forderungen rechtsgerichteter Gruppierungen sehr entgegenkommt. Ausgerechnet von Politikern mitgetragen, die sich wie Christoph Degen für eine grundsätzliche Ganztagesschule einsetzen. Wo ist da die Logik und Konsequenz.

Es ist kein Glanzstück für die Politik zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf. Jetzt müssen ausgerechnet die Eltern die finanziellen Lücken der Politik aus eigener Tasche zahlen und die Träger sollen dieses Geld bei den Eltern einsammeln beziehungsweise verpflichtend eintreiben. Eine durchschnittliche Mehrbelastung von 800 bis 900 Euro für ein Kind und bei zwei Kindern sind dies schon mehr als 1.600 Euro im Jahr, da ist noch kein Essen und kein Ferienprogramm dabei. Berufstätige Eltern haben keine 12 Wochen Urlaub im Jahr und brauchen die Ferienprogramme der Träger.

Jutta Straub von der SPD-Fraktion muss sich dann schon fragen lassen, was an dieser neuen Reglungen und Richtlinie sozial verträglich ist. Dass einzig Schöne in dieser Situation ist, dass jetzt der Wahlkampf ansteht und die Eltern den verantwortlichen Parteien und PolitikerInnen konkret auf den Zahn fühlen können, um ihre Entscheidungen besser bewerten zu können."

Heinz Hunn
Trägerverein für den Ganztag an der Grundschule Langendiebach: Leben mit Kindern in Erlensee e.V.

Hinweis der Redaktion: Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zu kürzen oder nicht zu publizieren. Online eingesandte Leserbriefe werden nicht direkt veröffentlicht, sondern zuerst von der Redaktion geprüft. Leserbriefe sind immer mit dem Namen und der Anschrift des Autors zu versehen und spiegeln die Meinung des oder der Autoren wider. Die E-Mail-Adresse zur Einsendung von Leserbriefen lautet Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


Thermo Sun
Harth & Schneider
VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG
Kreiswerke Main-Kinzig

online werben

Höfler Fenster
Autohaus Koch
Autohaus Nix
Messe Wächtersbach
CID

vogler banner

Evonik

vogler banner

Online Banner 300x250px MoPo 2