Großkrotzenburg: Stadtwerke Hanau fordern Akteneinsicht zu Wärmeliefervertrag

Leserbriefe

In einem Offenen Brief an die Bürgermeisterin der Gemeinde Großkrotzenburg, Theresa Neumann (CDU), fordert die Geschäftsführerin der Stadtwerke Hanau, Martina Butz, Akteneinsicht zur Vergabe des Wärmeliefervertrages ab Winter 2024/2025.

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"Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Neumann, mit Verwunderung haben wir bei den letzten beiden Informationsveranstaltungen am 10.12.2024 und 18.12.2024 zur Kenntnis genommen, dass unser im Jahr 2021 abgegebenes Angebot dem Aufsichtsrat wohl nicht vollumfänglich vorgelegen hat. Ihre Gemeindevorständin Eva-Maria Neeb sagte aus, dass die Stadtwerke Hanau nur ein 'konventionelles' Konzept vorgelegt hätte und deswegen nicht ausgewählt wurde. Sie persönlich wäre an dem Verfahren beteiligt gewesen. Richtig ist jedoch, dass die Stadtwerke Hanau ebenfalls ein Angebot mit der geforderten Nutzung von Erneuerbaren Energien abgegeben haben. Von dem beauftragten Berater der Gemeindewerke Großkrotzenburg erhielten wir eine Absage mit der Begründung, dass die Stadtwerke Hanau nicht das wirtschaftlichste Angebot vorgelegt hätten. Weiter wird dort bestätigt, dass wir ebenfalls ein Angebot vorgelegt haben, welches den konzeptionellen Anforderungen genügt.

In diesem Zusammenhang fordere ich Sie im Sinne eines fairen Verfahrens auf, uns Aktenauskunft über die damalige Entscheidungsfindung zu erteilen. Dabei bitten wir um Erläuterung, nach welchen Kriterien unser umfassendes Angebot zu verschiedenen erneuerbaren Konzepten keinen Zuschlag erhalten hatte und welches Gremium zu dieser Entscheidung gelangt ist. Auch hier verweise ich auf die Aussage von Gemeindevorständin Neeb, 'drei Personen inklusive ihrer Person haben die Entscheidung damals so mangels erneuerbaren Konzeptes' getroffen. Die Stadtwerke Hanau garantierten damals die notwendige Übergangsversorgung nach planmäßigem Auslaufen des Wärmeliefervertrages mit Uniper ab Winter 2024/2025. Dies mit dem vor der Energiekrise unproblematischen Medium Erdgas. Wie sich heute zeigt, erfolgt in Großkrotzenburg sowohl die heutige Winterversorgung mittels erdgasbasierter Mietkessel als auch setzt das 'erneuerbare' Konzept des Wettbewerbers EAM auf Kesselanlagen, welche mit Gas betrieben werden. Diese Anlagen sind fester Bestandteil des Winterversorgungskonzeptes der nächsten Jahre.

Wir bitten um Übersendung der entsprechenden Unterlagen bis zum 31.01.2025. Wir weisen nochmals daraufhin, dass eine gemeinsame Versorgung aus unseren hocheffizienten Blockheizkraftwerken zusammen mit der geplanten Abwärme Nutzung aus den benachbarten Rechenzentren zu Synergien und Effizienzen der Kunden aus Großkrotzenburg und Hanau führen wird. Wir sind der festen Überzeugung, dass im Falle einer umfassenden Zusammenarbeit die dann geltende Preisstruktur unter den in der Informationsveranstaltung genannten Zielpreisen liegen wird. Die öffentliche Diskussion unseres aktuellen Preisblattes mit einem für die Gemeindewerke vorteilhaften Verbrauchsfall, der offensichtlich nicht Ihrer Kundenstruktur entspricht, ist aus unserer Sicht unseriös."

Martina Butz
Stadtwerke Hanau

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