Stau und Stillstand zu Lasten der Hanauer Bürger

Leserbriefe

Zu den neuerlichen Verzögerungen beim Bau des Riederwaldtunnels äußert sich der ehemaliger Hanauer Stadtrat Dr. Rainer Piesold (FDP).

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"Wenn nun die vielen tausend Hanauer Bürgerinnen und Bürger, die täglich zur Arbeit nach Frankfurt über die A66 fahren, weiterhin  morgens im Stau stehen müssen, weil grüner Stillstand beim Bau des Riederwaldtunnels herrscht, ist es zu Recht ein Anlass zur Ärgernis. Seit 1985 – also seit 30 Jahren -  wird nun geplant und kurz vor dem Baugewinn entscheidet der grüne Wirtschaftsminister den Stopp des Baubeginns und verursacht somit eine Verzögerung um mindestens weitere zwei Jahre. Der Jubel der Frankfurter Grünen ist wohl eindeutig, da ihnen ein Reizthema zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger des Umlandes genommen wird. Die Grünen haben das Projekt immer abgelehnt. Nicht nur deswegen stellt sich die Frage, ob hier parteipolitisches Kalkül mit entscheidend gewesen ist. Dass der Hanauer Oberbürgermeister diesen Umstand moniert ist ebenso richtig wie die Beschwerde über Art und Weise der mangelnden Kommunikation zwischen der Stadt Hanau und dem Land Hessen. Dass bei einer so wichtigen Entscheidung der grüne Minister den Oberbürgermeister der sechs  größten Stadt Hessens  einfach übergeht, ist unmöglich und hoffentlich nicht der unterschiedlichen Parteizugehörigkeit geschuldet.  Aber vollkommen unverständlich  ist es, dass sein grüner Kollege und Verkehrsdezernent, Andreas Kowol, wohl keine Informationen  von seinem grünen Wirtschaftsminister erhalten hat oder diese abgefragt hat. Kowol war offensichtlich über die Änderungen vollkommen überrascht und wurde  wohl von Dritten sogar erst informiert. Schon die Ablehnung des Wasserstoff-Anwendungszentrums durch den grünen Wirtschaftsminister  erfuhr die rot-grüne Stadtregierung aus der Zeitung. Man muss sich fragen, wie die Stadt zurzeit in Wiesbaden etwas durchsetzen will, wenn die Stadt noch nicht einmal  umfassend informiert wird. Es sei nur ein Vergleich gestattet. Wenn zwischen dem damaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten, Jörg-Uwe Hahn (FDP) und mir keine Kommunikation stattgefunden hätte,  könnte sich die Stadt wahrscheinlich heute nicht  über die Ansiedlung des Fraunhofer Instituts in Hanau freuen. An diesem Beispiel sieht man, wie wichtig, die Kontaktpflege zwischen dem Land und der Stadt ist. Es ist halt die Aufgabe eines Dezernenten sowohl vor Ort präsent zu sein als auch Kontakte und Netzwerke aufzubauen. Diese Netzwerke dienen dazu, Projekte durchzusetzen und Entwicklungen zum Wohle der Stadt zu beeinflussen.  Beides  gelingt offensichtlich in Hanau seit 2 Jahren nur noch bedingt oder  gar nicht mehr.  Eigentlich schade für Hanau."

Dr. Ralf-Rainer Piesold
Vogelsangstraße 32
63457 Hanau

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