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Doch wie es nach den Sommerferien weiter geht, ist noch nicht klar. Denn der Martinsschule fehlen junge Menschen, die die offenen Stellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr besetzen.

Die Martinsschule in Linsengericht-Altenhaßlau ist vorwiegend eine Förderschule für Kinder mit einer geistigen Behinderung. Mit ihrem neun Gemeinden umfassenden Einzugsgebiet besuchen Kinder aus Hasselroth als westlichste Gemeinde ebenso wie Kinder aus Flörsbachtal als östlichste Gemeinde die Schule. Um den besonderen Bedarfen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, arbeiten unterschiedlichste Berufsgruppen an der Martinsschule in einem multiprofessionellen Team zusammen. Viele, viele Jahre gehörten dazu auch junge Freiwillige, deren Arbeit für die reibungslosen Abläufe im Schulgeschehen so relevant ist. Das Wegfallen des Zivildienstes im Jahr 2011 stellte bereits einen drastischen Einschnitt dar und ließ die Zahl der jungen Freiwilligen sinken. Und nun ist ein neuerlicher Trend an der Martinsschule zu spüren, den auch andere Institutionen so schildern: Es bewerben sich immer weniger junge Erwachsene für ein FSJ. „In diesem Jahr ist es besonders brisant“, so Schulleiterin Eleonore Krebs-Dembinski. Deshalb, so Krebs-Dembinski weiter, sei der ungewöhnliche Schritt über die örtliche Presse notwendig: „Vielleicht erreichen wir so noch die eine oder den anderen, mit der Schule fertig, noch unsicher in der Berufswahl oder daran interessiert, sich persönlich weiterzuentwickeln.“

Die persönliche Weiterentwicklung nennen auch die diesjährigen FSJler der Martinsschule als einen der Beweggründe, weshalb sie sich vor ihrer Ausbildung oder ihrem Studium für diesen Schritt entschieden haben. Allen habe es sehr gut gefallen. Man sei sehr traurig, dass sich das FSJ mit Ferienbeginn dem Ende neigt. Viel für das Leben habe man aber mitgenommen: ein verändertes Menschenbild, Selbstständigkeit, Sicherheit für die Berufswahl, eine neue Berufsperspektive. Das könne auch die Schulleiterin so bestätigen: „Viele unserer vor allem jüngeren Lehrkräfte haben einst ihre Förderschul-Laufbahn als FSJler an der Martinsschule begonnen. Und die Ehemaligen, die man einige Jahre später nicht als Neue im Kollegium begrüßen darf, trifft man wieder bei Schulfesten und -veranstaltungen. Das zeigt mir, wie sehr ein FSJ bereichert, wie groß die entstehende Verbundenheit ist.“

Auch die Schülerinnen und Schüler der Martinsschule sind davon überzeugt, dass ein FSJ etwas ganz Tolles ist. Im Rahmen einer AG haben einige von ihnen bereits einen Aufruf gestartet, dafür über mehrere Wochen mit sehr viel Herzblut an einem Foto-Comic gearbeitet und diesen auf der Homepage der Martinsschule veröffentlicht. Eine große Resonanz aus dem Außen habe er aber nicht erzielen können, bedauert Krebs-Dembinski. „Doch für alle Interessierten ist der Comic der Schülerinnen und Schüler eine tolle Möglichkeit, sich zu informieren. Die Kinder haben hier sehr gut dargestellt, welche Aufgaben, aber auch Möglichkeiten und besonderen Erfahrungen die künftigen FSJler erwartet: Neben des Einsatzes in einer Schulklasse und der Unterstützung von Schülerinnen und Schülern sind dies auch hausmeisterliche Tätigkeiten, Begleitungen zu unterschiedlichsten Therapien, die Mitarbeit bei Festen, um nur einiges zu nennen.“

Bewerbungen für ein FSJ an der Martinsschule sind mehr als willkommen. Interessierte finden auf der Homepage der Martinsschule alle wichtigen Kontaktdaten.       


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