Buchvorstellung Moritz Daniel Oppenheim

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Der erste jüdische Maler mit akademischer Ausbildung, Moritz Daniel Oppenheim, der es zu weltweiter Berühmtheit gebracht hat, musste lange warten, bis er endlich in die kleine feine Edition der Jüdischen Miniaturen im Verlag Hentrich und Hentrich als Band 232 aufgenommen wurde.

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Zu verdanken hat er dies zwei außergewöhnlichen jungen Frauen: Die eine ist Esther Graf – sie hat Oppenheim vor einigen Jahren zu ihrem Promotionsthema gemacht und kennt wie kaum ein anderer Zeitgenosse alle Einzelheiten seines Lebens. Die andere ist Isabel Gathof, eine junge Regisseurin aus Hanau, die das dort geplante Denkmal am Freiheitsplatz zum Anlass für eine filmische Auseinandersetzung mit dem Maler der Rothschilds machte. Auf der Suche nach fundiertem Fachwissen traf sie auf genau jene Dr. Esther Graf. Dieses mutige Unterfangen wurde 2017 mit einer Nominierung für den Hessischen Filmpreis gewürdigt und im Jahr 2018 mit dem Newcomer-Preis gekrönt.

Ein Gespräch im Meerholzer Museum mit Christine Raedler vom Zentrum für Regionalgeschichte des Main-Kinzig-Kreises, Dr. Annegret Wenz-Haubfleisch vom Hessischen Landesarchiv und Stadtverordnetenvorsteherin Pia Horst war Grundlage für die Einladung nach Gelnhausen. Zuerst stellten Graf und Gathof den Film im Januar 2019 im Kino Pali in Gelnhausen im Rahmen der Filmkunst-Dienstage vor. Dort erhielten die beiden postwendend eine Einladung von Bürgermeister Glöckner, auch das Buch in Gelnhausen zu präsentieren. Die Ehemalige Synagoge bildete für die Lesung, die von Pia Horst mit Unterstützung des Teams der Stadtbücherei Grimmelshausen organisiert wurde, den idealen Rahmen.  

Bemerkenswert an Oppenheim ist die Tatsache seines beruflichen Werdegangs, er war der erste jüdische Maler an der Münchener Kunsthochschule. Er fand in Rothschild einen bedeutenden Mäzen, mit dem ihn vor allem auch die Tatsache verband, dass beide jüdisch geblieben sind - entgegen dem damaligen Trend der Konvertierung. Die Aufträge der Familie Rothschild und der arrivierten und wohlhabenden befreundeten Familien in Frankfurt und anderen Börsenplätzen Europas sicherten Oppenheim einen angenehmen Lebensstandard. Seine Bilder sind von feinster Ausführung und enthalten viele Sinnbilder, die sich nur dem geschulten Auge erschließen. Populärer Künstler mit einem weltweiten Massenpublikum wurde er durch seine Darstellungen des jüdischen Lebens – ein Nachschlagewerk und Anschauungsobjekt für interessierte Betrachter. Einige Drucke dieser weltberühmten Bilder hängen auch in der Ehemaligen Synagoge Gelnhausen.

Foto: BGM Glöckner begrüßt in der Ehemaligen Synagoge Gelnhausen die beiden Autorinnen Isabel Gathof und Dr. Esther Graf (links).

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