Hanau liest „manchmal rot“

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"Emmas Glück", "Gut gegen Nordwind", "Angerichtet" oder auch "Glückskind" – die Bücher haben eines gemeinsam: sie alle standen im Mittelpunkt der Aktion "Hanau liest ein Buch".

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In diesem Jahr geht das große Lesefest in die achte Runde. Vom 17. bis 25. September dreht sich in Hanau wieder alles um ein Buch und jetzt steht auch fest, welcher Titel es sein wird. "manchmal rot" von Eva Baronsky hat sich in der Jury unter allen Vorschlägen durchsetzen können.

Das Gremium, bestehend aus der Stadtbibliothek Hanau, dem Buchladen am Freiheitsplatz und der Buchhandlung "Bücher bei Dausien", hat sich damit für eine Geschichte entschieden, in der die beiden Lebenswelten eines Anwalts und seiner Putzfrau aufeinanderprallen, um am Ende die Leserschaft mit der Frage zurückzulassen, wer man eigentlich wäre, wenn man nicht zu wissen glaubte, wer man ist. Der Startschuss zur Vorleseaktion ist das offizielle "Anlesen" im Kulturforum am Donnerstag, 27. Februar, um 19.30 Uhr. Der Auftakt bietet die perfekte Gelegenheit, nicht nur das Buch, sondern auch die Autorin kennenzulernen, denn Eva Baronsky kommt an diesem Abend in die Stadtbibliothek und wird nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Claus Kaminsky aus ihrem Buch vorlesen.

"Das Anlesen gibt auch das Signal zum Mitmachen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an einem Ort ihrer Wahl aus dem Buch vorzulesen," hofft Martin Hoppe, Fachbereichsleiter für Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen, darauf, dass die erste Veranstaltung möglichst viele Menschen animieren kann, sich selbst einzubringen und damit das Lesefest zu bereichern. "Hanau liest ein Buch" ist Teil einer bundesweiten Aktion. Die teilnehmenden Städte achten darauf, dass das Thema generationenübergreifend und welthaltig ist. Die Leiterin der Stadtbibliothek, Beate Schwartz-Simon, erläutert ergänzend: "Das Buch sollte von einer zeitgenössischen Autorin oder einem zeitgenössischen Autor stammen und in deutscher Sprache erschienen, also keine Übersetzung sein. Es sollte viele Leserinnen und Leser interessieren und ein Thema liefern, das zu lebendigen Diskussionen anregt. Außerdem wünschen wir uns, dass der Text gut geschrieben und unterhaltsam ist sowie möglichst mehrere Generationen anspricht."

Das Buch "manchmal rot" von Eva Baronsky, auf das die Wahl in Hanau fiel, erfüllt all diese Kriterien. Die Geschichte dreht sich um den erfolgsverwöhnten und rücksichtslosen Anwalt Christian, in dessen Leben eigentlich alles rund läuft. Seine Putzfrau Angelina lernt er nur deshalb kennen, weil sie in seiner Wohnung von der Leiter stürzt und von ihm ins Krankenhaus gebracht werden muss. Als Angelina im Krankenhaus erwacht, kann sie sich weder an ihren Namen erinnern noch ihn schreiben. Während sie ungläubig der Frau, die sie einmal gewesen sein soll, nachforscht, erfindet sie sich neu. Dabei entwickelt sie ein Selbstbewusstsein, das Christian zunehmend fasziniert und verunsichert. Das bedeutet für beide den völligen Verlust von Selbstverständlichkeiten.

Eva Baronsky, geboren und aufgewachsen im Rheingaukreis, studierte nach dem Abitur Innenarchitektur und Marketing-Kommunikation und war unter anderem als selbständige Kommunikationsberaterin, Grafikerin, Marmeladenverkäuferin und Journalistin tätig, bevor sie 2009 den Roman "Herr Mozart wacht auf" veröffentlichte, für den sie 2010 mit dem Förderpreis des Friedrich-Hölderlin-Preises der Stadt Bad Homburg ausgezeichnet wurde. "manchmal rot" erschien 2015 wie alle ihre Bücher im Aufbau Verlag. Baronsky lebt und arbeitet in Kronberg. Besucherinnen und Besucher, die im September während des Lesefestes vielleicht sogar selbst vorlesen möchten, können sich beim Anlesen inspirieren lassen und sich über das Projekt informieren.

Fragen zu der Veranstaltung können telefonisch unter 06181/982 52-0 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gestellt werden.

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