Weltseele überwindet Grenzen

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Mit dem Buch „LebensLichtSpuren“ der fiktiven Schriftstellerin Nanaja Meropis, das gerade im Engelsdorfer Verlag (Leipzig) erschienen ist, wurde ein in seiner Art einzigartiges internationales Literaturprojekt realisiert.

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Die Leser*innen werden in knapp 200 bewegenden Lebensszenen über kulturelle Grenzen hinweg durch die Entwicklung von Persönlichkeiten aus mehreren Kontinenten von der Kindheit bis ins Hier und Jetzt geführt. Das Werk entstand nach einer Idee des Gründauer Schriftstellers Peter Völker, der auch als Herausgeber fungiert. Auf Einladung der Gelnhäuser Stadtbücherei Grimmelshausen wird Peter Völker am Donnerstag, 26. August, um 18 Uhr im Museumshof, Stadtschreiberei 3, aus „LebensLichtSpuren“ lesen. Am Ende der Veranstaltung wird er ein Exemplar an die Stadtbücherei übergeben, das dort dann zur Ausleihe bereitsteht. Der Eintritt zur Lesung ist frei, um Voranmeldung wird gebeten:  Stadtbücherei Grimmelshausen, Telefon 06051/830-250, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Idee von Peter Völker wurde von ihm selbst sowie den Co-Autor*innen Nahid Ensafpour (Iran), Viviane des Santana Paulo (Brasilien) und Erwin Matl (Österreich) in einer dreijährigen Projektzeit gemeinsam weiterentwickelt und realisiert. Die Autor*innen offenbaren sich erst am Ende des Werkes mit ihren biografischen Notizen. Als Lektorin arbeitete Manuela Weitz mit. Die Endkorrekturen übernahm Ursula Neumann. Das Titelbild gestaltete Klaus-Peter Kubik. Bei einem Autorentreffen im September 2018 in Gelnhausen entstand das literarische Konzept. Die Idee war im Kern folgende: Jede/r Autor/in verfasst bis zu zehn bewegende Lebensszenen zu fünf Lebensabschnitten. Diese sind: Kindheit, Jugend, junges Erwachsensein, Erwachsensein und Gegenwart. Die Texte werden in der Ich-Form verfasst. Die Einzeltexte enthalten keine konkreten Ortsbezeichnungen oder Namen, die den Ursprung offenlegen würden. Als die Textbausteine aller Autor*nnen vorlagen, wurden sie innerhalb der Lebensabschnitte nach dem Zufallsprinzip gemischt, so dass die Leser*innen zunächst nicht erfahren, aus welchem Leben sie im Einzelnen stammen. So ergibt sich aus allen Szenen eventuell eine fiktive Lebensbiografie, eine „Weltseele“, die Konventionen, Grenzen, Zäune und Barrikaden überwunden hat, obwohl sie sich aus realen Biografien unterschiedlicher Kulturen zusammensetzt. Neben den literarischen Texten schmückt ein Essay, „Die allmenschliche Sprache der Poesie“, des in Bosnien und Herzegowina geborenen und heute im serbischen Novi Sad lebenden Schriftstellers und Übersetzers Stevan Tontic das Buch. Es handelt davon, „wie Poesie die Menschen von Grenzen, Vorurteilen und Konventionen befreit.“ Tontic gehört zu den bekanntesten zeitgenössischen Lyrikern des Balkans.

Hinter der fiktiven Autorin, die die Funktion hat, das Werk zunächst für die Leser*innen zu anonymisieren, verbirgt sich „Nanaja“, eine babylonisch-sumerische Liebesgöttin sowie „Meropis“ (griech.: Μεροπίς). Letzteres bezeichnet ein mysteriöses, vom antiken Schriftsteller Theopompos von Chios, beschriebenes Land. In seinem Geleitwort schreibt der international renommierte Psychologe Prof. Dr. Viktor Sarris über „LebensLichtSpuren“: „Mit dem experimentellen Charakter dieser literarischen Kompositionen wird echtes Neuland auch in psychologischer Hinsicht betreten. Ja, es wird das Wagnis auf sich genommen, die herkömmlichen Schranken (Grenzen) von poetischen Gewohnheiten und Ambitionen zu sprengen zugunsten des harmonischen Zusammenwirkens von verschiedenen Repräsentanten aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen“.

Nanaja Meropis, „LebensLichtSpuren“, Engelsdorfer Verlag, www.engelsdorferverlag.de, Leipzig, 2021, 225 Seiten, Hardcover, Euro 18,90. Das Buch ist Buchhandel erhältlich - ISBN 978-3-96940-098-2. Informationen zum Autor Peter Völker: www.petervoelker.de.

Foto: Peter Völker, Schriftsteller für Romane, Lyrik und Belletristik, liest im Museumshof Gelnhausen aus dem internationalen Gemeinschaftswerk „LebensLichtSpuren“ und lädt seine Zuhörer*innen ein, Inseln des Menschseins in Kinderaugen wie in Falten des gelebten Lebens zu entdecken.



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