Ziel des Spieles war es, dass die Teilnehmer durch Impulse und Vorgaben des Masters of Ceremony (MC) einen Text zu verzaubern, indem man ihn ständig erweiterte und sich dazu austauschte. Der Text musste auseinandergerissen werden, zwischen einzelnen Teilen mussten Bögen gespannt werden. Es gab Zaubersprüche, die den Text verändern sollten oder die AutorInnen konnten selbst im Text mit den von ihnen geschaffenen Figuren kommunizieren. Zur Entwicklung des Textes standen am Beginn lediglich drei geheimnisvolle Wörter, sodass jeder Teilnehmer recht unterschiedliche Geschichten daraus entwarf. Ein ergebnisoffenes Experiment.

Die Phantome: Geheimnisvolle Literaten aus dem Internet
Sonntag, 17. Juli, 2022, 14 Uhr
Ellis - Bistro & Café
Johanneskirchpl. 1, (Alte Johanniskirche), 63450 Hanau
Eintritt auf Spendenbasis, Reservierungen unter
06181 9911299, https://ajoki.de/ellis/#reservieren

Die Inspiration zu dem Spiel entstand durch den experimentellen französischen Film Céline et Julie vont en bateau – Phantom Ladies over Paris von Jacques Rivette aus dem Jahr 1974, woraus sich später der Name der Literaturgruppe Die Phantome ableitete. Das Spiel war der Versuch, die spielerischen Prinzipien des Filmes in kreative Möglichkeiten für literarisches Schreiben umzusetzen. Dem MC ging es darum, in Zeiten der Pandemie durch Einsatz moderner Kommunikationsmittel literarische Netzwerke nicht veröden zu lassen. Nach einem Aufruf entstand eine Schreibgruppe von vier bis fünf TeilnehmerInnen aus dem größeren Rhein-Main-Gebiet, die am Ende des Spiels beschloss weiterzumachen. Die Mitglieder sind sich bis heute als Gruppe nicht persönlich begegnet und kommunizieren nur per Videokonferenz, E-Mail oder Telefon miteinander. Erdacht wurde das Spiel von einem in Hanau seit langem aktiven Autoren. Die Mitglieder wollen aber bis zu ihrer Lesung anonym bleiben und werden ihre Identität am Ende der Lesung lüften.

Das Besondere an der Gruppe ist, dass sie Wert auf literarische Methoden legt. Sie lässt sich auf Experimente ein, die sie oft vorher nicht kannte. Jeder Teilnehmer stellt im monatlichen Wechsel eine Aufgabe. So wurde beispielsweise eine Gedichtcollage mit Wortmaterial aus einem Zeitungsartikel erstellt oder eine Miniaturgeschichte im Twitter-Format. Oder es ging um die Begegnung mit einer eigenartigen Person, die Charaktereigenschaften von einem selbst hat. Erneut stellt sich mit Die Phantome eine Literaturgruppe mit Anbindung in Hanau im Ellis vor und zeigt damit die Lebendigkeit der Literaturszene in Hessen.

phanotlitera az


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