Von Familiengeheimnissen und den Folgen digitaler Gewalt

Literatur
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"Emmas Glück", "Gut gegen Nordwind", "Angerichtet" oder auch "Manchmal rot" – die Bücher haben eines gemeinsam: sie alle standen im Mittelpunkt der Aktion "Hanau liest ein Buch".

In diesem Jahr geht das große Lesefest mit dem Roman "Die Nachricht" in die neunte Runde. Vom 23. bis 30. September findet die Aktion ‚Hanau liest ein Buch‘ nach zwei Jahren Pandemie wieder in vollem Umfang statt. Im Mittelpunkt steht das Werk von Doris Knecht. Das Lesefestival wurde 2020 coronabedingt nur in "kompaktem" Rahmen gefeiert und fand nur an drei Tagen statt. In diesem Jahr laden Vorleserinnen und Vorleser wieder an sieben Tagen zu Lesungen an vielen außergewöhnlichen Orten in Hanau und den Stadtteilen ein.

Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck wird die Veranstaltungsreihe am 22. September ab 19:30 Uhr in der "Werkstatt Lappalainen für Mobiles und Beleuchtungsobjekte" in der Kastanienallee 20 eröffnen. Das alte Industriegebäude hat früher den "Kulturbasar" oder kurz das "Ku-Ba" beherbergt, der ein legendären Veranstaltungsort und Treffpunkt für mehrere Generationen junger Hanauerinnen und Hanauer war. Der Sänger und Songwriter Reverend Schulzz sorgt für die musikalische Begleitung und nimmt die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Zeitreise zu den Anfangsjahren des Kulturbasars Ku-Ba. Die Auftaktlesung gestalten Eva-Maria Thimm und Martina Jacobs. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist begrenzt, deshalb wird um Anmeldung per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 06181-98 525 0 gebeten.

Von Freitag, 23. September, bis Freitag, 30. September, kann man an 43 Orten in Hanau auf Lesefreude treffen: Mehr als fünfzig Hanauerinnen und Hanauer haben sich auf ihre Lesungen in der ganzen Stadt vorbereitet und laden Passanten oder gezielt vorbeikommende Menschen im Café, in Kirchengemeinden, Ateliers, Geschäften und öffentlichen Plätzen wie der Fallbachmündung oder dem Markplatz vor dem Brüder-Grimm-Denkmal ein, die Geschichte von Ruth kennenzulernen.

Vier Jahre nach dem Tod ihres Mannes lebt Ruth allein in dem Haus auf dem Land, wo die Familie einst glücklich war. Die Kinder haben längst ihr eigenes Leben, während Ruth das Alleinsein zu schätzen lernt. Bis sie eines Tages eine anonyme Messenger-Nachricht bekommt, von einer Person, die mehr über ihre Vergangenheit zu wissen scheint als Ruth selbst. In ihrem Roman schreibt die Autorin über familiäre Geheimnisse und die fatalen Folgen von Frauenverachtung und digitaler Gewalt: "Angst zu verbreiten, ist ein gutes Mittel, um Macht über jemanden zu bekommen", erläutert Doris Knecht.

Ergänzt werden die Lesungen durch einen interaktiven Vortrag zum Thema Digitale Gewalt im Kulturforum Hanau am Donnerstag, 29. September, ab 19:30 Uhr. Die Beratungsstelle für digitale Gewalt HateAid stellt Lösungswege vor, wie man sich gegen Gewalt im Internet schützen kann. Die Veranstaltung ist kostenlos und wird in Kooperation mit der Volkshochschule Hanau und deren Förderverein veranstaltet.

Bereits während des Lesefestes können sich Interessierte, die das Buch gelesen haben, in einer Gesprächsrunde austauschen. Das Kulturforum Hanau bietet dafür sowohl vor Ort als auch digital einen Raum, in dem sich alle Teilnehmenden wohlfühlen. Die Leiterin des Kulturforums, Beate Schwartz-Simon, moderiert sowohl das Literaturgespräch am Dienstag, 27. September, ab 19:00 Uhr im digitalen Leseraum als auch am Mittwoch, 28. September, ab 17 Uhr vor Ort im Blauen Kabinett des Kulturforums. Für die Gesprächsrunde im digitalen Leseraum können Teilnehmende den Zoom-Link per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anfordern oder den QR-Code im Programmheft des Lesefests benutzen.

Zum Abschluss des Lesefestes kommt die Autorin Doris Knecht nach Hanau. Sie wird einmal mehr aus "Die Nachricht" lesen und sich Zeit für ein Gespräch mit den Leserinnen und Lesern sowie den Vorleserinnen und Vorlesern nehmen. Die Abschlussveranstaltung "Hanau hat gelesen" findet am Freitag, 30. September, ab 19 Uhr im Kulturforum statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht notwendig.

Doris Knecht, geboren in Vorarlberg, ist Kolumnistin (u.a. beim Falter und den Vorarlberger Nachrichten) und Schriftstellerin. Ihr erster Roman, Gruber geht (2011), war für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde fürs Kino verfilmt. Zuletzt erschienen Besser (2013), Wald (2015), Alles über Beziehungen (2017) und weg (2019). Doris Knecht lebt mit Familie und Freunden in Wien und im Waldviertel.


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