Die 24. Buchmesse Main-Kinzig in Nidderau ist beendet. Rund 900 Besucher kamen, um die Leistungsschau der vornehmlich lokalen Literatur zu erleben.
25 Lesungen und diverse Workshops ergänzten das Angebot in die Willi-Salzmann-Halle. Im Mittelpunkt stand aber der einfache Weg, direkten Kontakt zu den Autorinnen und Autoren aufzunehmen. „Für mich ist die Buchmesse Main-Kinzig ein fixer Termin, nicht nur wegen der Bücher, sondern wegen der tollen Atmosphäre“, stellte Hessens Kulturstaatssekretär Christoph Degen (SPD) bei einem Rundgang fest.
Degen nahm sich gemeinsam mit Nidderaus Bürgermeister Andreas Bär (SPD), Erstem Stadtrat Rainer Vogel (Grüne), Kulturausschussvorsitzendem Sam Pfeifer und Windeckens Ortsbeiratsmitglied Stefan Hotz viel Zeit, um an jedem Stand zu schauen, zu sprechen, für ein wenig Fachsimpeln. „Lesen ermöglicht es, den Horizont zu erweitern, in andere Welten reinzuschnuppern“, sagte Degen zur Eröffnung. Bürgermeister Bär freute sich über viele bekannte und viele neue Gesichter: „Sie sind die Hauptdarsteller der Buchmesse.“ Von den 43 Austellern feierten 16 Premiere.
Die Buchmesse lebt, stärker und vitaler – dazu vielseitiger denn je. Krimi, Sach-, Fach- und Kinderbücher, Fantasy, Ratgeber, Comics, Spirituelles und Kochbücher: eine extreme Bandbreite. Bücher über Bücher, dazu Postkarten, selbst designte Kaffeetassen oder Kerzen. Die Nidderauer Fraktion zeigte sich stark vertreten. Raul C.O. Kauke präsentierte seinen neuen Comic „Lachen und Müll“ an einem Stand gemeinsam mit dem Hanauer Zeichner Michael „Rautie“ Rautenberg, Jessica Raczkowski den Liebesroman „The Law of Fate“ und Johanna Hennig mit „Mama sagt, ich war ein Eisbär“ ihre Erstlingswerke. Keine Nische blieb unbesetzt: Die Nidderauerin Jennifer Schäfer setzt auf „Zufriedenheit durch Jonglieren mit Seifenblasen“, die vielfach preisgekrönte Unternehmerin Manuela Engel-Dahan auf „Waldbaden“. Kulturstaatssekretär Degen attestierte eine „wahnsinnige Vielfalt“.
Die Buchmesse Main-Kinzig bleibt eine Erfolgsgeschichte, für die Julia Huneke verantwortlich zeichnet. Seit Tag eins habe die Kulturbeauftragte der Stadt „mit außerordentlichem Engagement und noch mehr Herzblut das Format weiterentwickelt“, sagte Erster Stadtrat Vogel (Grüne). Bürgermeister Bär bezeichnete Huneke als „die gute Seele der Buchmesse“. Die 24. Buchmesse war ihre letzte vor dem Ruhestand. Die Aufgabe übernimmt Wirtschaftsförderin Tanja Klähn.

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