„Flutwasser und Apfelblüten“ von Peter Völker veröffentlicht

Literatur

Der Gründauer Autor Peter Völker hat seine zahlreichen Buchveröffentlichungen in diesen Tagen durch die Herausgabe eines neuen Lyrikbandes mit dem Titel „Flutwasser und Apfelblüten“ erweitert.

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Er ist im Engelsdorfer Verlag in Leipzig erschienen. Wie in seinen vorherigen Lyrikbänden ist Völker nach eigenen Angaben wieder auf der Spur des alltäglichen Lebens. In seinem neuen Werk, das den Untertitel „Zensierte Gedichte des Lebens zwischen Freude, Trauer und Hoffen“ trägt, zeigt der Schriftsteller die Frequenz menschlichen Handels und menschlicher Empfindungen auf. Seine Texte blicken, so Völker, „durch die Haut des Lebens auf das, was uns bewegt Menschen zu sein“. Das Buch kann über Buchhandlungen bezogen werden. Das Titelbild des Lyrikbandes hat Igor Iric aus Banjaluka in Bosnien und Herzegowina gestaltet. Fotos von Timor Oliver Chadik (Ostbevern) sind künstlerisch zu einzelnen Gedichten gestellt.

In einem Vorwort schreibt der Hamburger Schriftsteller und ehemalige Spiegel-Journalist Dieter Brumm mit Blick auf das Eigenzensureingeständnis des Autors: „Zensur von Gedichten? Lyrik –Zensur ? Dereinst waren kirchliche und staatliche Zensur alles Gedruckten die Regel; Dichter suchten sich und ihr Werk durch Sprachkunst und die Verwirrung unbedarfter Zensoren zu schützen. Im 21. Jahrhundert schien solche Zensur durch die Verbreitung drahtloser Kommunikation obsolet geworden – doch das gleiche Medium verschärfte noch die Möglichkeiten zu seiner Überwachung. Peter Völker, 1949 geboren und Autor mehrerer Romane, Kinderbücher und Gedichtbände, hat sein Leben lang gegen Zensur in allen ihren Auswirkungen gekämpft: publizistisch, aber auch praktisch – politisch. Seine Lyrik ist deshalb unverfälscht dem Leben entnommen und nicht aus kalten Netzen importiert. Wenn er nun auf diesem Hintergrund `zensierte Gedichte´ vorlegt, ist das so wenig ein Kompendium verbotener Poesie wie eine kunstvolle Form von Selbstzensur.

Im Gegenteil. Nicht um die Verschleierung von Inhalten geht es ihm, sondern um die Wahrung des Geheimnisses der Entstehung und Bedeutung dieser Gedichte für sein eigenes Dasein. So entwickelt Völkers Sprachkunst in diesen lyrischen Bekenntnissen unverstellte Wege in Seelen – Landschaften, die jeder zu kennen glaubt, die sich ihm aber verschwiegen haben“.

„Flutwasser und Apfelblüten – Zensierte Gedichte des Lebens zwischen Freude Trauer und Hoffen“, Engelsdorfer Verlag, Leipzig, 2014, Hardcover, 93 Seiten, ISBN 978-3-95744-328-1, 12 Euro, Informationen zum Autor: www.petervoelker.de


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