Zeitreise ins Jahr 1777 in der Stadtbücherei Windecken

Literatur

Mit einem echten „Knaller“ wartet die 17. Buchmesse Main-Kinzig in Nidderau auf.

Höfler Fenster

Die Schriftstellerin Alissa Walser liest quasi in einer „Voreröffnung“ vor dem Eröffnungsabend mit Rufus Beck (Freitag, 22. April, Bürgerhaus Ostheim) aus ihrem Buch „Am Anfang war die Nacht Musik“. Schauplatz des literarischen Abends mit der Tochter von Martin Walser ist am Donnerstag, 21. April, um 20 Uhr die Stadtbücherei am Marktplatz Windecken. Der Eintritt ist frei, um Spenden für den Förderverein der Stadtbücherei wird gebeten. Hintergrund des überraschenden Engagements der Schriftstellerin, Malerin und Übersetzerin: Seit einiger Zeit lebt die 55-Jährige im Nidderauer Stadtteil Heldenbergen. Grund genug für Bürgermeister Gerhard Schultheiß, sie persönlich zu einer Lesung einzuladen.

Die „wundervolle Weite der Landschaft“, ein Mehr an Grün und die „Sehnsucht nach einem weniger an 90-Grad-Winkeln“ waren die Gründe, warum Alissa Walser Nidderau nach Stationen in Wien, New York, Essen und Frankfurt als neuen Mittelpunkt ihres Schaffens wählte. „Die Natur um die Nidder ist das Größte“, bekannte sie jüngst im Gespräch mit dem „Hanauer Anzeiger“. Ländlich, aber nicht zu weit weg von Frankfurt, die Skyline noch im Blick. Diese für Walser wichtigen Kriterien erfülle die „lebendige Stadt mit Geschichte“ ebenfalls.

In ihrem Roman „Am Anfang war die Nacht Musik“ entführt die Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin die Leser in das Wien das Jahres 1777. Franz Anton Mesmer, der wohl berühmteste Arzt seiner Zeit, soll das Wunderkind Maria Theresia Paradis heilen, eine blinde Pianisten und Sängerin. „In ihre hochmusikalischen Sprache unternimmt Alissa Walser eine einzigartige literarische Reise. Ein Roman von bestrickender Schönheit über Krankheit und Gesundheit, über Musik und Wissenschaft, über die fünf Sinne, über Männer und Frauen oder ganz einfach über das Menschsein“, schreibt der Piper-Verlag. „Von besonderer Sprachmagie“ oder „poetisch und bestechend klarsichtig“ urteilte die Presse. Ein eigenes Bild kann man sich am Donnerstag, 21. April, um 20 Uhr in der Stadtbücherei machen, die das passende Ambiente für den Sprung in das Jahr 1777 bietet.

Foto: Alissa Walser (Piper-Verlag)


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