Gelnhausen: Magistrat sagt Veranstaltungen ab

am 13 März 2020 18:50
Gelnhausen: Magistrat sagt Veranstaltungen ab

Die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus haben auch auf kommunaler Ebene in Gelnhausen Konsequenzen: Der Magistrat hat heute Nachmittag in einer Sondersitzung beschlossen, mehrere Veranstaltungen zu streichen. Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (FDP) und die Mandatsträger folgten damit dem Erlass des Landes Hessen und des Main-Kinzig-Kreises sowie den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

Landrat Thorsten Stolz (SPD) setzte am Freitag, 13. März 2020, eine Verfügung in Kraft, die auf der aktuellen Anordnung des Hessischen Sozialministeriums fußt. Demnach sind alle Veranstaltungen ab 300 Personen in geschlossenen Räumen und Freiluftveranstaltungen ab 1000 Personen abzusagen. Diese Verfügung gilt vorerst bis zum 10. April 2020. Für Veranstaltungen unter 300 Personen gilt die Einzelfallprüfung unter Abwägung verschiedener Kriterien wie beispielsweise die Zusammensetzung des Publikums. „Ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen sind besonders gefährdet. Es gilt, diese zu schützen und gleichzeitig für einen flacheren Verlauf der Infektionskurve zu sorgen, um die medizinische und wirtschaftliche Versorgung unserer Bevölkerung aufrecht erhalten zu können“, so Bürgermeister Daniel Christian Glöckner, der in ständigem Austausch mit anderen Bürgermeistern im Kreis, seinen Abteilungs- und Fachbereichsleitern in der Stadtverwaltung und den politischen Gremien steht. „Ich empfehle darüber hinaus allen Vereinen, ihre anstehenden Veranstaltungen – sofern sie in Bezug auf ihre Größe nicht ohnehin unter den Erlass des Landrates fallen – kritisch zu prüfen und gegebenenfalls abzusagen oder zu verschieben.“

Der Gelnhäuser Magistrat hat zunächst beschlossen, die Veranstaltungen, die ohnehin unter den Erlass des Landrates fallen, abzusagen: Die Sportlerehrung am 22. März 2020, die Gartenmesse Frühlingserwachen am 28. und 29. März 2020, der Festakt in der Marienkirche zum 850-jährigen Stadtjubiläum am 3. April 2020. Weil sich der Gelnhäuser Nachmittag am 26. April 2020 vor allem an ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger richtet, wird auch dieser vorsorglich abgesagt. Darüber hinaus sagt die Stadt auch Veranstaltungen privater Anbieter in der Ehemaligen Synagoge ab: Die Ausstellung „Ausdrucksformen“ mit Achim Gogler und Jana Baus am 30. März 2020, den Kammermusik-Abend der Musikschule am 20. März 2020 und den Klavier-Abend des Kulturforums am 17. April 2020. Welche Veranstaltungen ersatzlos gestrichen oder zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, sei vor allem von der weiteren Entwicklung der Krise abhängig, so Glöckner. Es sei aber wahrscheinlich, dass zumindest der Festakt zum 850-jährigen Bestehen der Stadt Gelnhausen, der mit über 300 geladenen Gästen in der Marienkirche geplant war, im Jahresverlauf nachgeholt werde. Die zu ehrenden Sportler würden ihre Urkunden und Präsente natürlich auf anderem Wege erhalten, versicherte der Rathauschef.

Steinau: Bürgermeisterkandidat Timo Jacob-da Rosa (SPD) sagt Veranstaltungen ab

am 13 März 2020 18:48
Steinau: Bürgermeisterkandidat Timo Jacob-da Rosa (SPD) sagt Veranstaltungen ab

"Ich stehe im Austausch mit MKK und habe mit meinem Team die Entscheidung getroffen, meine Veranstaltungen bis auf weiteres abzusagen. Das ist auch die Empfehlung der SPD-Hessen", teilt der Steinauer Bürgermeisterkandidat Timo Jacob-da Rosa mit.

Und weiter: "Ich bin dem Gesundheitswesen als Rettungssanitäter nicht fremd, daher ist mir der Ernst der Lage und die möglichen Infektionsketten durchaus bewusst. Jeder trägt eine Mitverantwortung dafür, dass die Ausbreitung des Virus nach Kräften verlangsamt wird. Es ist mir bewusst, dass es für die eigene Wahlentscheidung wichtig ist, den Kandidaten kennenzulernen. Mein Team und ich haben viele Ideen, wie ich mich bis zur Bürgermeisterwahl am 26. April in Steinau bei den Menschen in dieser Situation vorstellen könnte. Aber nichts ersetzt das direkte Gespräch. In den kommenden Tagen werde ich Alternativen vorstellen, wie Ihr mich kennenlernen könnt. Diese finden Sie in den kommenden Tagen auf meiner Internetseite www.jacob-darosa.de. Soviel vorweg: Die Sprechstunden in meinem Bürgerbüro (Mo. und Do., 18 bis 19 Uhr) werden zunächst aufrechterhalten. Ich hoffe auf Ihr Verständnis. Bleiben Sie gesund."

Zudem macht er auf die Möglichkeit der Briefwahl aufmerksam, die sechs Wochen vor der Wahl - also ab kommenden Montag - mit Zusendung der Wahlbenachrichtigung, möglich ist.

Hessen: Alle Schulen und Kitas ab Montag geschlossen

am 13 März 2020 17:49
Hessen: Alle Schulen und Kitas ab Montag geschlossen

Die Hessische Landesregierung hat heute beschlossen, dass ab Montag alle Schulen und Kindertagesstätten in Hessen geschlossen bleiben. Die Anordnung gilt zunächst bis zum Ende der Osterferien. Anschließend soll eine Neubewertung vorgenommen werden.

Ab sofort gilt:

- keine Unterrichtsverpflichtung in den Schulen. Die Schulen bleiben aber offen für Betreuungseinrichtungen. Für die Bediensteten wie Lehrer bleibt die Dienstverpflichtung. Das Abitur soll abgelegt werden können.

- Sonderregelungen für bestimmte Berufsgruppen wie beispielsweise Angestellte in Kliniken und Pflegeheimen

- Auch alle Kitas in Hessen ab Montag geschlossen

- Die Vorlesungen an den Hochschulen in Hessen beginnen frühestens am 20. April. Abschlüsse sollen weiterhin gemacht werden können

Vereinsheim der Schelme bleibt vorerst geschlossen

am 13 März 2020 17:25
Vereinsheim der Schelme bleibt vorerst geschlossen

Aufgrund der derzeitigen gesundheitlichen Situation hat sich der Vorstand des Geselligkeitsvereines 'Die Schelme' e.V. dazu entschlossen, bis auf weiteres das Vereinsheim in der Hailerer Straße für alle Vereinsveranstaltungen geschlossen zu halten. Somit werden die Jahreshauptversammlung (20.03.2020) die beiden Schnitzelessen im März und April sowie den wöchentlichen Stammtisch auf unbestimmte Zeit verschoben. Sobald wieder Entwarnung besteht wird der Vorstand dies bekanntgeben.

Alle städtischen Gebäude und Einrichtungen werden geschlossen

am 13 März 2020 17:22
Alle städtischen Gebäude und Einrichtungen werden geschlossen

"Seit Tagen beschäftigt uns die Frage zum richtigen Umgang mit dem Coronavirus und es gibt bisher noch kein Patenrezept, diese herausfordernde Situation aufzulösen. Mit Blick auf die aktuellen Ereignisse und deren wachsender Dynamik haben wir aus Verantwortungsbewusstsein für unsere Bürgerinnen und Bürger jetzt offiziell den Krisenstab der Stadt Hanau einberufen, wo am Freitag festgelegt wurde, dass wir überall dort, wo wir es selbst in der Hand haben, öffentliche Räume schließen", erklärt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky die weitreichende Entscheidung der Stadt, die auch zu einer Schließung der Schulen sowie aller städtischen Kindertagesstätten von Montag an bis vorläufig 10. April führt.

"Um die Arbeitsfähigkeit für Betriebe der Daseinsvorsorge, für Polizei und Rettungsdienste, aber auch für die Kliniken und die Pflegeheime sicherzustellen, werden wir einen Notdienst einrichten", kündigt Bürgermeister Axel Weiss-Thiel als der zuständige Dezernent an. Dabei handele es sich aber um ein Angebot im Rahmen eines Krisenfalls, das heißt, Beschäftigte der genannten Bereiche, die ohne funktionierende Kinderbetreuung ihren Dienst nicht aufnehmen können, müssen sich über ihre Vorgesetzten mit dem Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung in Verbindung setzen, damit im Einzelfall geklärt werden kann, ob der Anspruch auf einen Notplatz besteht. "Selbstverständlich werden gezahlte Gebühren für die Zeit der Schließung erstattet."

"In enger Abstimmung mit dem Sankt Vinzenz-Krankenhaus bereitet sich auch das Hanauer Klinikum auf die Behandlung von schwerwiegend erkrankten Corona-Patienten vor", erklärt Hanaus OB. So wurde eine Station vorsorglich geräumt, um einen Quarantänebereich vorzuhalten. Geplante und nicht zwingend notwendige Operationen werden verschoben. Ein eigens dort eingerichteter Krisenstab bewertet die Lage regelmäßig neu. "Wichtig für Patienten sowie Besucherinnen und Besucher ist die Verkürzung der Besuchszeiten und die Regelung, dass ab sofort nur noch "ein gesunder Besucher pro Patient und Tag" zugelassen ist.

Betroffen von der weitreichenden Schließung sind bis auf weiteres auch alle Stadtteilläden. Wie Stadtrat Thomas Morlock erklärt, wird es im Stadtladen der Innenstadt montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr einen Notdienst geben. "Ich bitte allerdings dringend darum, vor jedem Besuch im Rathaus eingehend zu prüfen, ob das Anliegen nicht zu einem späteren Zeitpunkt erledigt werden kann", weist Morlock darauf hin, dass es sich um einen Notdienst für wirklich dringende Fälle handelt.

Nachdem der Main-Kinzig-Kreis am Donnerstag mit seiner Entscheidung für erste Klarheit gesorgt hatte, dass – zusätzlich zur hessischen Verfügung – alle Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit 300 Personen und mehr nicht stattfinden dürfen, geht die Stadt jetzt mit ihren Anordnungen darüber hinaus. "Um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen, sollen und müssen wir bis auf weiteres auf alle vermeidbaren Sozialkontakte verzichten", beschreibt OB Kaminsky die Maßgabe, an der sich die Frage, ob eine Einrichtung geöffnet bleiben könne oder nicht, zu orientieren hat. "Jede unserer Entscheidungen, die wir hier und jetzt treffen, hat erhebliche Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen, das ist uns bewusst. Aber wenn wir uns selbst aufgeben, alles zu tun, um eine Verbreitung dieser Erkrankung zu verlangsamen, mit der Betonung auf alles, dann gibt es keine Alternative zu diesen Entscheidungen."

Die Konsequenzen für das öffentliche Leben in den nächsten Wochen werden einschneidend sein, denn geschlossen bleiben bis zum 10. April neben den Museen und dem Kulturforum auch die Jugendzentren, Bürgerhäuser und Mehrgenerationenhäuser. Auch das Heinrich-Fischer-Bad und das Lindenaubad stellen ihren Betrieb ein. Ausfallen werden auch alle Veranstaltungen, Kurse oder Zusammenkünfte in städtischen Räumlichkeiten. "Angefangen bei den Feierlichkeiten zum 19. März über die Angebote des Congress Park Hanau und Comoedienhaus bis hin zu den Kursen der Volkshochschule oder des Seniorenbüros werden alle Versammlungen abgesagt," so Hanaus Oberbürgermeister.

Die Hanauer Straßenbahn (HSB) lässt wegen der Corona-Krise Fahrgäste von Samstag, 13. März, an nur noch an den hinteren Bustüren ein- und aussteigen und nicht mehr vorne. Gleichzeitig wird damit der Bargeld-Fahrscheinverkauf beim Fahrpersonal eingestellt. "Nur gemeinsam mit gesunden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Bussen können wir für unsere Fahrgäste einen zuverlässigen ÖPNV-Betrieb sicherstellen", begründet HSB-Geschäftsführer Thomas Schulte den ungewöhnlichen Schritt. Mit einer Sicherheitszone hinter dem Fahrerarbeitsplatz, die durch Flatterband abgetrennt wird, soll das Fahrpersonal als besonders gefährdete Berufsgruppe geschützt werden.

Schulte betont, dass diese Regelung "nicht vom Fahrscheinkauf entbindet". HSB-Verkaufsstellen gibt es in der RMV-MobilitätsZentrale am Busbahnhof Freiheitsplatz sowie in Kesselstadt (Trinkhalle Schöbel), Lamboy (Bäckerei Brotkorb), Steinheim (MS Pavillon), Großauheim/Waldsiedlung (Apostos Nastos) und Bruchköbel (Schreibwaren Schenker). Tickets sind darüber hinaus erhältlich in den Hanauer Bahnhöfen an den dortigen RMV-Fahrkartenautomaten. Online lassen sich Fahrscheine erwerben über die RMV-App und den DB-Navigator.

Ab sofort hat die Stadt Hanau unter der Telefonnummer 06181/ 6764117 ein Bürgertelefon geschaltet, das heute (Freitag) bis 20 Uhr sowie am Wochenende jeweils von 9 bis 18 Uhr erreichbar ist. Ab Montag ist das Telefon von 7 bis 18 Uhr erreichbar.

Weitergehende Hinweise gibt auch auf der städtischen Homepage www.hanau.de. Der Internetauftritt wird ständig aktualisiert. Neben aktuellen Angaben zur städtischen Lage, etwa Schließungen öffentlicher Einrichtungen, veränderter Öffnungszeiten, verschobener und abgesagter Veranstaltungen, sind dort auch wichtige Rufnummern und Informationen zu medizinischen Fragestellungen aufgelistet. Darüber hinaus führen Links zu weiterführenden, offiziellen Internetseiten. Veranstalter und Vereinen können an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Absagen und Verschiebungen melden – auch diese werden auf Hanau.de veröffentlicht. Informationen liefert die Stadt auch via Twitter (@Brueder_Grimm).

Ab sofort auch kein Bundesliga-Fußball

am 13 März 2020 17:20

Wie die DFL Deutsche Fußball Liga am Freitagnachmittag entschieden hat, werden alle Bundesligaspiele des 26. Spieltags ausgesetzt. Hintergrund ist unter anderem, dass sich im Lauf des Tages der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus im Umfeld mehrerer Klubs und von deren Mannschaften ergeben haben und weitere Infektionen nicht auszuschließen sind. Über die Verfahrensweise hinsichtlich der ausstehenden Saisonspiele wird die DFL auf einer außerordentlichen Tagung am kommenden Montag beraten. Unverändert soll in der Länderspielpause zwischen allen Klubs unter Berücksichtigung der dann vorliegenden Erkenntnisse, zum Beispiel auch hinsichtlich des internationalen Spielkalenders, über das weitere Vorgehen befunden werden. Ziel ist es weiterhin, die Saison bis zum Sommer zu Ende zu spielen.

Maintal: Schließung städtischer Betreuungseinrichtungen

am 13 März 2020 17:09

Um die dynamische Ausbreitung des Corona-Virus‘ einzugrenzen, hat der Main-Kinzig-Kreis die Schließung aller Schulen ab Montag, 13. März, angeordnet. Die Stadt Maintal wird ergänzend die städtischen Betreuungseinrichtungen schließen. Es wird eine Notbetreuung für Kinder eingerichtet, deren Eltern in systemrelevanten Berufen tätig sind und die keine andere Betreuung organisieren können.

Zu den Berufen, die für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Infrastruktur relevant sind, zählen Ärzte, Pflegekräfte, Polizei, Feuerwehr, hauptamtliche Rettungsdienste und Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung Maintal. Eltern aus diesen Berufsgruppen, deren Kinder die städtischen Betreuungseinrichtungen besuchen, können ab Montag eine Notfallbetreuung in den jeweiligen Einrichtungen in Anspruch nehmen, sofern sie einen geeigneten Nachweis über ihre berufliche Tätigkeit erbringen können und keine alternative Betreuungsmöglichkeit nutzen können. Die Notbetreuung erfolgt zu den regulären Öffnungszeiten von 7 bis 17 Uhr. „Nachdem der Main-Kinzig-Kreis am Freitagmittag alle Bürgermeister*innen über die Schließung der Schulen informiert hat, ist die Schließung der Kindertageseinrichtungen unausweichlich. Im Krisenstab haben wir beschlossen, unsere Einrichtungen analog zu den Schulen ab Montag, 16. März, zu schließen. Uns ist bewusst, dass dies für die meisten Familien ein Umorganisieren bedeutet. Deshalb werden wir die Eltern unterstützen, die in Berufen tätig sind, die wichtige Infrastrukturen aufrechterhalten. Dazu wird es eine Notbetreuung geben. Laut Robert-Koch-Institut lässt sich die Ausbreitung des Virus‘ eindämmen, indem wir die sozialen Kontakte reduzieren. Es geht um die Gesundheit und den Schutz unserer Mitmenschen, insbesondere von jenen Personen, die aufgrund von Alter, Vorerkrankungen oder Immunschwäche besonders gefährdet sind“, sagt Bürgermeisterin Monika Böttcher.

Stand heute gibt es in Maintal noch keinen bestätigten Fall einer Corona-Virus-Infektion. Der Krisenstab der Stadt Maintal unter Leitung der Bürgermeisterin beobachtet die sich dynamisch verändernde Lage kontinuierlich und steht in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden.



AnzeigeHarth und Schneider 250 x 300px

Anzeige

werbung1 100Euro

vogler banner

Online Banner 300x250px MoPo 2