122 Covid-19 Patienten in Hessen auf Intensivstation

am 27 März 2020 20:43
122 Covid-19 Patienten in Hessen auf Intensivstation

Derzeit müssen zwölf Covid-19-Patientinnen und -Patienten aus dem Main-Kinzig-Kreis stationär behandelt werden. Das Hessische Sozialministerium hat jetzt auch Zahlen für das ganze Bundesland bekannt gegeben. Demnach befinden sich derzeit (Stand: 26.03.2020) 527 Covid-19 Patientinnen und Patienten in stationärer Behandlung, davon 405 Patientinnen und Patienten in Normalpflegebetten, 88 Patientinnen und Patienten in Intensivbetten und beatmet sowie 34 Patientinnen und Patienten in Intensivbetten und nicht beatmet.

COVID-19 Fallzahlen:
Bestätigte Fälle weltweit: 537.808 (Vergleich zum 26.3.2020 ein Plus von 63.604 Fällen)
Todesfälle weltweit: 24.127 (Vergleich zum 26.3.2020 ein Plus von 2.774 Fällen)
Bestätigte Fälle in Deutschland: 42.288 (Vergleich zum 26.3.2020 ein Plus von 5.780 Fällen)
Todesfälle in Deutschland: 253 (Vergleich zum 26.3.2020 ein Plus von 55 Fällen)
Bestätigte Fälle in Hessen: 2.392 (Vergleich zum 26.3.2020 ein Plus von 222 Fällen)
Todesfälle in Hessen: 7 (Vergleich zum 26.3.2020 ein Plus von 1 Fällen)

Bei den vom Sozialministerium übermittelten Fallzahlen für Hessen (siehe Tabelle) stimmt die übermittelte Zahl aus dem Main-Kinzig-Kreis weiterhin nicht, laut Kreisgesundheitsamt sind es 127 Infektionen.

"Finanzhilfen müssen jetzt direkt bei Unternehmen ankommen"

am 27 März 2020 20:19
"Finanzhilfen müssen jetzt direkt bei Unternehmen ankommen"

"Die versprochenen Rettungsschirme und Finanzhilfen von Bund und Land sind gut und wichtig. Damit sie auch bei unseren heimischen Wirtschaftsteilnehmern ankommen, helfen wir jetzt hier direkt. Dass ein Hanauer im Bürokratie-Dschungel verlorengeht, lassen wir nicht zu. Es gibt viele Fragen – wir geben Antworten", sagt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). Ab sofort können sich Unternehmerinnen und Unternehmer, Einzelhändler, Gastronomen, Selbstständige und Klein-Unternehmer aus Hanau an die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden. Dort schreiben sie kurz ihr Anliegen und ihre Telefonnummer auf und werden innerhalb eines Tages von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter der Stadt Hanau zurückgerufen, der sie individuell, persönlich, konkret und kostenfrei berät. Falls erforderlich wird in diesem Erstgespräch ein weiterer, fester Telefontermin mit einem Experten vermittelt. Die Stadt Hanau arbeitet mit der NH-ProjektStadt, der Industrie und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, der Kreishandwerkerschaft Hanau und Juristen zusammen. Die Themenpalette reicht von Kurzarbeitergeld bis Fördermöglichkeiten, Zusammenspiel von KfW zu Hausbank, Sparkasse oder Volksbank, und andersherum, Bürgschaften, Kapital für Kleinunternehmen, Fragen bei der Insolvenzveranlagung.

Die Corona-Krise trifft die lokalen Unternehmen besonders hart. Am 19. Februar hatte der rassistische Anschlag Hanau getroffen, direkt nach der zentralen Trauerfeier am 4. März verschärfte sich die Corona-Epidemie. Waren nach dem Anschlag Faschingsveranstaltungen und viele weitere Feiern abgesagt worden, schloss die Stadt zum Schutz ihrer Bürgerinnen und Bürger frühzeitig öffentliche Einrichtungen. Oberbürgermeister Claus Kaminsky: "Hanau ist nun in der fünften Woche in Folge im Ausnahmezustand. Unsere Unternehmen und Selbstständigen sowie die vielen Inhaber-geführten Geschäfte trifft es gerade besonders hart: Dicke Finanzpolster sind bei den Buchhändlern, Optikern, Restaurant- und Kneipenbesitzern sowie Mode-Händlern und Selbstständigen nicht vorhanden – aber die beispielhaft genannten und viele weitere mehr machen unsere Brüder-Grimm-Stadt doch so lebens- und liebenswert. Die Betroffenen bieten nicht nur Waren und Dienstleistungen an, sondern sind uns auch wertvolle Arbeitgeber. Damit es auch nach Corona heißt: Ich lebe gerne in Hanau, ich kann hier gut arbeiten und einkaufen."

Netzwerkangebot in Hasselroth

am 27 März 2020 19:57

Das Netzwerkangebot in Hasselroth, bei dem sich Bürger registrieren lassen können, die Hilfe brauchen oder geben möchten, findet guten Anklang.

Folgende Unterstützungen können in Anspruch genommen werden:
- Einkaufsdienst
- Ausführen von Hunden.
- Botendienste
- Zwischenmenschliche Telefongespräche
- Gartenarbeiten

Aktuell gibt es ein Besuchsverbot in den Krankenhäusern. Deshalb hat den Krisenstab das Angebot einer Mitarbeiterin des Klinikums Hanau erreicht, Gepäck oder sonstiges mit ins Klinikum zu nehmen. Darüber hinaus haben sich Hasselrother am neuen Netzwerk „Wir für Ressourcen im MKK“ beteiligt – Unter dem Motto: „Wir machen Mut, stärken unsere Wohlbefinden und hören auch einfach nur zu & vieles mehr“. Detailinformationen auf Facebook: Wir-für-Ressourcen oder am Bürgertelefon.

"Die helfenden Personen sind bei uns persönlich bekannt, weshalb wir Ihnen diese mit gutem Gewissen „vermitteln“ können. Möchten Sie eine der freiwilligen Leistungen in Anspruch nehmen, so wenden Sie sich bitte an das Bürgertelefon unter 06055/ 880662", so der Krisenstab.

Hilfenetzwerk für Linsengericht

am 27 März 2020 19:28

Für alle Linsengerichter Bürger, die aufgrund der Corona-Krise Hilfe im Alltag benötigen haben sich die örtlichen Kirchengemeinden und die politische Gemeinde zusammen geschlossen um ein gemeinsames Hilfenetzwerk für Linsengericht aufzubauen. Ehrenamtliche Helfer erledigen hier für bedürftige Bürger, welche aufgrund von Alter, Vorerkrankungen oder sonstigen gesundheitlichen Einschränkungen zum Risikopersonenkreis für Corona-Infektionen zählen, wichtige Einkaufs- oder Erledigungsfahrten in und um Linsengericht. Durch diese Maßnahme soll die Gefährdung einer Infektion für den Risikopersonenkreis weiter eingedämmt werden. Die Helfer können sich ausweisen und die Übergabe der Waren erfolgt möglichst kontaktlos. Die Helfer werden vorab über die Infektionsrisiken und die erforderlichen persönlichen Schutzmaßnahmen informiert und können somit ihre Hilfeleistung ohne unnötige Eigengefährdung ausüben. Durch die Organisationsstruktur sind die Helfer auch durch die Unfallkasse Hessen abgesichert. Hilfesuchende sowie freiwillige Helfer können sich unter der zentralen Telefon-Nummer 06051 709 -171 oder der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Bürgermeister Albert Ungermann freut sich, dass die gegenseitige Unterstützung so unkompliziert möglich ist und dankt allen Helfern, die sich schon gemeldet haben und die sich noch melden werden.

Freitag gesamt: 21 neue Coronavirus-Fälle

am 27 März 2020 19:23
Freitag gesamt: 21 neue Coronavirus-Fälle

Das Gesundheitsamt hat am Freitag 21 neue Fälle von Covid-19 gemeldet. Die betroffenen Personen leben in Rodenbach (4), Linsengericht (3), Gelnhausen, Hanau, Hasselroth, Nidderau, Schlüchtern (je 2), Bad Soden-Salmünster, Großkrotzenburg, Jossgrund und Maintal. Damit stieg die Gesamtzahl der laborbestätigten Coronavirus-Erkrankungen auf 127. Derzeit müssen zwölf Covid-19-Patientinnen und -Patienten aus dem Kreisgebiet stationär behandelt werden. Derweil hat das Gesundheitsamt nun insgesamt zehn dieser 127 Erkrankten wieder aus der häuslichen Isolierung entlassen. Der Main-Kinzig-Kreis lässt seine niedergelassenen Ärzte nicht im Stich: Nachdem die dringenden Appelle des Kreises in Richtung des Bundesgesundheitsministers, in Richtung der Landesregierung und auch bei der Kassenärztlichen Vereinigung folgenlos geblieben sind, hat die Kreisspitze nun einen eigenen Reservebestand an Schutzausrüstung für die heimischen Praxen mobilisiert und stellt ihn übers Wochenende jenen 180 niedergelassenen Ärzten zur Verfügung, die ansonsten in den kommenden Tagen ihren Betrieb eingestellt hätten.

„Es kann nicht sein, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr zu ihrem Arzt gehen können, nur weil der Mediziner keinen Materialnachschub für seine Arbeit erhält, nicht in diesen Zeiten, nicht im Main-Kinzig-Kreis. Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, Reservebestände des Main-Kinzig-Kreises in Teilen an die Arztpraxen weiterzugeben, die einen größeren Bedarf gemeldet hatten“, begründen Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann die pragmatische Lösung: Über das Gefahrenabwehrzentrum des Main-Kinzig-Kreises wurden in den vergangenen Tagen verschiedene Lager und Quellen angezapft, um nun einen größeren Vorrat an Mundschutz, Handschuhe und Kittel für die weitere Funktionsfähigkeit des medizinischen Betriebs vorhalten zu können.

Durch den regelmäßigen Austausch mit den heimischen Arztpraxen wisse man, dass das Thema Schutzausrüstung schon seit Tagen immer drängender werde, erklärte Landrat Thorsten Stolz. „Einige Ärztinnen und Ärzte standen nun unmittelbar davor, ihre Praxen dichtzumachen bis sie neues Schutzmaterial für sich und ihre Angestellten bekommen hätten. Es war Zeit, schnell und unkonventionell zu helfen, um die Einsatzfähigkeit sicherzustellen“, so der Landrat. „Unsere Aktion dient jetzt auch nicht dazu, dass sich die eigentlich verantwortlichen Stellen zurücklehnen. Im Gegenteil, wir überbrücken jetzt mit unserer Lieferung für eine kurze Zeit dort, wo die Bedarfe am dringendsten sind. Kurzfristig muss das Bundesgesundheitsministerium endlich seinen Ankündigungen Taten folgen lassen, die niedergelassenen Ärzte mit ausreichend Nachschub zu versorgen.“ Die Verteilung vor Ort koordinieren die Städte und Gemeinden übers Wochenende. Der Main-Kinzig-Kreis hat am Freitagmittag damit begonnen, die Pakete für rund 180 niedergelassene Ärzte im gesamten Kreisgebiet auszuliefern, versehen mit den entsprechenden Adressen der Arztpraxen zur unverzüglichen Weitergabe über die Kommunen. 

Eisdielen bleiben geschlossen: Am Donnerstagabend sorgte eine Mitteilung des Landes Hessen für Verunsicherung, wonach Eisdielen doch wieder hätten öffnen können. Hintergrund war eine aus Sicht von Landrat Thorsten Stolz „recht eigenwillige Interpretation von klassischem Eisdielen-Betrieb“: Analog zu Speisegaststätten sollte der Verkauf der kalten Süßspeise über die Theke als Verkauf von Essen zum Mitnehmen ausgelegt werden – und wäre damit erlaubt. „Das hätte bei diesem Wetter zu einem riesigen Andrang und zu den erwartbaren Warteschlangen geführt. Nicht, dass ich jemandem das leckere Eis nicht gönne. Aber wenn das Land Hessen das zum jetzigen Zeitpunkt erlaubt hätte, hätten wir uns alle unsere Empfehlungen zum Abstandhalten und zur Vermeidung sozialer Kontakte schenken können“, so Thorsten Stolz. Der Main-Kinzig-Kreis hatte bereits am Freitag klargestellt, dass der klassische Eisverkauf der Eisdielen, auch über die Theke, weiterhin untersagt bleibt. Kurz darauf revidierte auch das Land Hessen seine Einschätzung dazu.

Zehn Coronavirus-Fälle haben Erkrankung überstanden

am 27 März 2020 16:16

"Von den mittlerweile über 120 Coronavirus-Erkrankungen bei Menschen aus dem Main-Kinzig-Kreis können die nächsten zehn abgezogen werden", heißt es in einer Pressemitteilung der Kreispressestelle. Das Gesundheitsamt habe für sie die häusliche Isolierung aufgehoben. Nach der Hanauerin, dem ersten laborbestätigten Fall von Anfang März, sind nun zehn weitere aus Rodenbach (6), Freigericht (2), Bad Soden-Salmünster und Nidderau wieder in den Alltag entlassen worden. Allen am Coronavirus Erkrankten habe der Main-Kinzig-Kreis vorsorglich häusliche Isolierung angeordnet, sofern sie nicht aufgrund ihres Gesundheitszustandes in ein Krankenhaus eingewiesen werden mussten. Auch für die Kontaktpersonen hätten die entsprechenden strengen Vorkehrungen gegelten.

"Für die tatsächlich Infizierten müssen die Erkältungssymptome über einen längeren Zeitraum komplett abgeklungen sein und das Gesundheitsamt muss eine fachliche Einschätzung abgegeben haben, bevor sie wieder all ihren normalen Tätigkeiten uneingeschränkt nachgehen können. Wer von den Kontaktpersonen keinerlei Erkältungssymptome entwickelt hatte, durfte nach Ablauf der 14 Tage nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt die Absonderung ebenfalls beenden. Dieses Verfahren basiert auf den bundesweit angewandten „Kriterien zur Entlassung aus der häuslichen Isolierung“, wie sie vom Robert-Koch-Institut und der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden für die Corona-Pandemie festgelegt wurden. Eine Ansteckungsgefahr geht von den weiteren zehn Genesenen nicht mehr aus", so die Kreispressestelle.

Offenbach: Zwei neue bestätigte Infektionen

am 27 März 2020 15:56

In Offenbach wurden inzwischen insgesamt 19 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Seit Donnerstag sind zwei neue bestätigte Fälle hinzugekommen. Vier Personen werden derzeit im Krankenhaus behandelt, ihr Zustand ist stabil. Elf weitere Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Drei Personen sind bereits genesen. In Offenbach gab es bisher einen Todesfall.

Freitag: Sieben neue Coronavirus-Fälle

am 27 März 2020 13:02
Freitag: Sieben neue Coronavirus-Fälle

Im Main-Kinzig-Kreis waren am Freitag 112 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Im Vergleich zum Vortrag ist laut der Bundesbehörde für Infektionskrankheiten ein Anstieg um sieben Personen zu verzeichnen. Somit kommen im Main-Kinzig-Kreis aktuell 26,73 Infektionen auf 100.000 Einwohner. Aus ganz Hessen wurde am Freitag (27. März 2020) ein Anstieg um 166 Fälle auf 2.323 Covid-Infektionen vermeldet. Sieben Menschen sind verstorben (+1), darunter eine Frau aus Hanau. Im Vogelsbergkreis waren am Freitag 39 Menschen infiziert, das entspricht 36,83 Fällen pro 100.000 Einwohner. Aus dem Wetteraukreis wurden 74 Fälle gemeldet (24,15 pro 100.000 Einwohner), aus dem Landkreis Aschaffenburg 90 Fälle (1 Todesfall/51,66 pro 100.000 Einwohner) und aus dem Landkreis Fulda 118 (53,01 pro 100.000 Einwohner). Im Landkreis Offenbach wurden bis Freitag 121 Fälle (2 Todesfälle/34,17 pro 100.000 Einwohner) und aus der Stadt Frankfurt 241 Fälle (32 pro 100.000 Einwohner) vom Robert-Koch-Institut veröffentlicht.

Covid-19-Fälle in Deutschland
Gesamt: 42.288
Veränderung zum Vortag: +5.780
Todesfälle: 253
Veränderung zum Vortag: +55

5-14 Jahre
Männlich: 441
Weiblich: 339

15-34 Jahre
Männlich: 5.600
Weiblich: 5.400

35-59 Jahre
Männlich: 11.500
Weiblich: 9.500

60-79 Jahre
Männlich: 4.100
Weiblich: 3.100

80+ Jahre
Männlich: 841
Weiblich: 828

Covid-19-Fälle in Hessen
Gesamt: 2.323
Veränderung zum Vortag: +166
Todesfälle: 7
Veränderung zum Vortag: +1

15-34 Jahre
Männlich: 312
Weiblich: 242

35-59 Jahre
Männlich: 742
Weiblich: 564

60-79 Jahre
Männlich: 229
Weiblich: 143

Fallzahlen aus den hessischen Landkreisen:

Gießen: 98
Landkreis Offenbach: 121 / 2 Todesfälle
Offenbach: 18 / 1 Todesfall
Lahn-Dill-Kreis: 116
Darmstadt: 48
Hochtaunuskreis: 110
Darmstadt-Dieburg: 130 / 1 Todesfall
Main-Kinzig-Kreis: 112 / 1 Todesfall
Darmstadt: 48
Odenwaldkreis: 46
Marburg-Biedenkopf: 91
Bergstraße: 112
Groß-Gerau: 136
Hersfeld-Rotenburg: 28
Landkreis Kassel: 73
Stadt Kassel: 65
Waldeck-Frankenberg: 45
Schwalm-Eder-Kreis: 93
Limburg-Weilburg: 119
Main-Taunus-Kreis: 88 / 1 Todesfall
Rheingau-Taunus-Kreis: 64
Werra-Meißner-Kreis: 14
Wiesbaden: 124 / 1 Todesfall

Hanau: Kita-Gebühren und Essensgebühren werden erstattet

am 26 März 2020 22:36
Hanau: Kita-Gebühren und Essensgebühren werden erstattet

In der Corona-Krise mit Ausgehbeschränkungen im täglichen Leben sind die städtischen Parkhäuser und Tiefgaragen weniger stark ausgelastet als sonst. Das nutzt die Hanauer Parkhaus GmbH (HPG) für eine Sonderaktion, von der vor allem Anwohnerinnen und Anwohner innerhalb des City-Rings oder in der Nähe profitieren können: Für 50 Euro pro Kalendermonat können sie bis auf weiteres einen Stellplatz mieten. Dieser Preis liegt deutlich unter den ansonsten üblichen Stellplatzmieten. Weiterer Vorteil der HPG-Sonderaktion ist auch, dass Autos gerade bei längeren Standzeiten wie jetzt in Parkhäusern besser geschützt sind. Zudem wird dadurch der Parkraum im öffentlichen Straßenraum entlastet.

Bis zu 400 Stellplätze bietet die HPG an: in den Parkhäusern Kinopolis und Kinopolis 2 jeweils 50, im Parkhaus Am Forum 200 und im Parkhaus Congress Park/Schwimmbad 100. Falls die Nachfrage diese Stückzahlen überschreitet, können auch mehr vermietet werden, sofern die Restkapazitäten ausreichen, um Kurzparkende aufzunehmen. Die abzuschließenden Verträgen, die per Mail geordert werden können unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder auf dem Postweg (Am Frankfurter Tor 10, 63450 Hanau), haben eine beidseitige Kündigungsfrist von 14 Tagen zum Monatsende. Das macht beide Vertragspartner flexibel für die Zeit nach der Corona-Krise, wenn die Kurzparkenden wieder zunehmen und Anwohnende ihr Auto tagsüber wieder brauchen.

Ein Anwohner-Parkausweis ist bei dieser Aktion nicht erforderlich. Nötig ist allein, dass Mieter ihre Adresse im bzw. am City-Ring nennen. Für die Transpondertickets ist einmalig eine Gebühr von acht Euro zu zahlen.

Kita-Gebühren: Abbuchungen ausgesetzt

Bereits mit der Ankündigung der vorläufigen Schließung der Kindertagesstätten und der Familientagesbetreuung hatte die Stadt erklärt, dass selbstverständlich die bezahlten Gebühren und das Essensgeld für die Zeit erstattet werden. Wie der Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung jetzt mitgeteilt hat, werden bestehende Abbuchungsaufträge ab April ausgesetzt. Eltern, die ihre Gebühren mit einem Dauerauftrag bezahlen, werden gebeten, diesen ebenfalls vorläufig einzustellen. Zur Verrechnung von zu viel gezahlten Gebühren im März lässt sich jedoch erst nach der Wiederaufnahme der Kinderbetreuung Genaueres sagen.

Lieferservice jetzt mit Kühlwagen

Bereits gut angelaufen ist der kommunale Lieferservice, mit dem die Stadt Hanau während der Corona-Krise die Versorgung von Bürgern sicherstellen will, die sich in einer Notlage befinden, in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und keine Hilfe haben oder wegen Quarantänemaßnahmen die Wohnung nicht verlassen können. Mit einer flächendeckenden Flugblatt-Aktion, die alle Hanauer Haushalte erreicht hat, wurde am Donnerstag noch einmal auf dieses Angebot aufmerksam gemacht, das die notwendigsten Waren des täglichen Lebens ins Haus liefert. Auf der Corona-Internetseite der Stadt ist unter www.corona.hanau.de sowohl ein Bestellformular herunterzuladen als auch eine Liste der Waren zu finden, die in den Lieferservice fallen. Bestellungen werden auch unter der Telefonnummer 06181/2958130 angenommen. Seit kurzem verfügt der Lieferservice, der von der Stadt in Kooperation mit dem Rewe-Markt Cifci organisiert und koordiniert wird, auch über ein Kühlfahrzeug, das sicherstellt, dass die vorgeschriebene Kühlkette sichergestellt ist.

Auch bei der Auslieferung wird streng auf die Hygiene-Empfehlungen geachtet. Ein direkter Kontakt zwischen dem Empfänger der Waren und dem städtischen Lieferanten ist nicht vorgesehen. Der Helfer stellt die Ware vor die Tür, klingelt und wartet dann in entsprechendem Abstand, bis Sie die Lieferung angenommen haben. Es wird aus diesem Grund auch nicht an der Haustür abgerechnet, sondern die Rechnung kommt später per Post.

Foto: Jonas Schäfer vom kommunalen Hanauer Lieferservice, der die Versorgung von Bürgern sicherstellt, die sich in einer Notlage befinden, in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und keine Hilfe haben oder wegen Quarantänemaßnahmen die Wohnung nicht verlassen können. Foto: Stadt Hanau

Fallzahlen COVID-19 in Hessen

am 26 März 2020 22:21
Fallzahlen COVID-19 in Hessen

Das Hessische Sozialministerium gab am Donnerstag an, dass 93 Menschen im Main-Kinzig-Kreis mit dem Conora-Virus infiziert seien. Laut Robert-Koch-Institut waren es 105 Fälle, die Kreispressestelle berichtete von 106 Fällen.

Donnerstag: Sechs neue Coronavirus-Fälle im MKK

am 26 März 2020 17:31

Nachdem am Mittwoch 19 neue laborbestätigte Coronavirus-Fälle gemeldet wurden, sind es am Donnerstag sechs weitere Infektionen. Damit liegt die Gesamtzahl der registrierten Erkrankungen im Main-Kinzig-Kreis insgesamt bei 106. Davon befinden sich 98 Personen derzeit noch in häuslicher Isolierung, acht Personen werden inzwischen stationär behandelt, davon zwei auf der Intensivstation. In welchen Kommunen die neuen Fälle aufgetreten sind, veröffentlicht der Main-Kinzig-Kreis nicht mehr. "Aus Respekt vor der Privatsphäre der betroffenen Personen und ihren Familien werden wir keine weitere Angaben zu den einzelnen Fällen veröffentlichen", erklärte die Kreispressestelle. Eine Person (Jahrgang 1927), die am Mittwoch als positiv gemeldet wurde, ist kurz darauf im familären Umfeld an den Folgen der Lungenkrankheit gestorben (wir berichteten). Laut Auskunft des Gesundheitsamtes könnten in den kommenden Tagen einige Personen als gesund wieder in das Alltagsleben zurückkehren. Voraussetzung ist eine fachliche Bestätigung durch die Behörde, dass keine Gefahr der Übertragung mehr besteht. Das kann durch einen abschließenden negativen Test oder nach einer entsprechend langen Zeit ohne Symptome erfolgen.

Gelnhausen setzt Kita-Betreuungsgebühren aus

am 26 März 2020 16:58

Um die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise für die Eltern etwas abzumildern, hat der Gelnhäuser Magistrat beschlossen, die Beiträge für die Kinderbetreuungsgebühren und die Essenspauschale für den Monat April 2020 auszusetzen, um die betreuungsfreie Zeit zwischen dem 16. März und dem 17. April 2020 auszugleichen. 

Aufgrund der Corona-Pandemie sind die städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen  - Krippenhaus, Kitas und Betreuungsschule - nur für eine Notbetreuung für Kinder von Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, geöffnet. “Für viele Eltern geht die Corona-Krise mit starken finanziellen Einbußen beispielsweise durch den Bezug von Kurzarbeitergeld oder den kompletten Wegfall von Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit einher. Der Magistrat und ich sehen die Beitragsaussetzung dabei als Mittel der gesamtgesellschaftlichen Unterstützung, die die Barbarossastadt Gelnhausen leisten kann”, so Bürgermeister Daniel Christian Glöckner zum Beschluss, den der Magistrat am Donnerstag getroffen hat. Die Regelung gelte auch für die Eltern, deren Kinder in der Notbetreuung seien. Der Einzug der Betreuungsgebühren und das Essensgeld wird für den Monat April 2020 ausgesetzt. “Wir werden sehen, wie sich die Lage entwickelt und der Magistrat wird zu gegebener Zeit entscheiden, ob die Aussetzungsfrist verlängert wird”, so Glöckner.

Erster Corona-Todesfall in Hanau

am 26 März 2020 16:58

Am Donnerstag gab es in Hanau den ersten Corona-Todesfall. Es handelt sich um eine mehr als 90 Jahre alte Bürgerin, die sich in häuslicher Quarantäne befand. "Unser Mitgefühl gilt allen, die der Verstorbenen nahegestanden haben", sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Zurzeit befinden sich 13 Corona-Patienten in Hanau in stationärer Behandlung, die auch aus der Region stammen. Kaminsky mahnt: "Wir dürfen unsere Ziele, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und uns medizinisch besser aufzustellen, nicht aus den Augen verlieren." Im Klinikum Hanau befinden sich aktuell drei positiv getestete Patienten sowie drei Patienten mit fraglicher Infektion auf der COVID-Station. Zwei weitere Patienten mit nachgewiesener COVID-19-Infektion liegen auf der Intensivstation. Im Sankt Vinzenz Krankenhaus sind zwei positiv getestete Patienten sowie zwei Patienten mit fraglicher Infektion auf der COVID-Station. Ein weiterer Patient mit fraglicher Infektion liegt auf der Intensivstation. Insgesamt befinden sich 13 Menschen in Hanau in stationärer Behandlung.

"Optimale Ausstattung unserer Krankenhäuser und ihres Personals hat allerhöchste Priorität", so Hanaus Oberbürgermeister Kaminsky. Sehr deutlich äußerte sich Kaminsky in dieser Frage gegenüber Prof. Dr. Jürgen Graf. Der von Hessens Sozialminister Kai Klose vor einer Woche mit der Führung des Planungsstabes "Stationäre Versorgung von COVID-19-Patienten" beauftragte Ärztliche Direktor des Frankfurter Uni-Klinikums Graf hat bisher keine Aufgabenstellungen und keine Informationen kommuniziert. Ebenso wartet Hanau auf Schutzausrüstungen und Atemschutzmasken für Kliniken, Alten- und Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Jugendamt, Feuerwehr, Arztpraxen und deren Mitarbeiter, die von Bundesgesundheitsminister Spahn zugesagt worden war. Kaminsky: "Ich bleibe dabei: Alles, was wir hier in Hanau für unsere Bürgerinnen und Bürger selbst in die Hand nehmen können, tun wir – und lassen auch nicht nach. Unsere Krankenhäuser bereiten sich so gut wie möglich und vorausschauend vor und ergreifen notwendigen Maßnahmen. Jetzt sind Bund und Land an der Reihe, ihren Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten gerecht zu werden, "

Der OB wies auf die ständig aktualisierte, zentrale Informations-Internetseite der Stadt Hanau, www.corona.hanau.de hin. Dort sind zum Beispiel auch viele, über das ganze Stadtgebiet verteilte Apotheken aufgelistet, die einen Bringdienst anbieten.

Corona-Schutzschirm sichert Krankenhäuser, Ärzte und Pflege

am 26 März 2020 10:35

Der Bundestag hat am Mittwoch den Schutzschirm für Krankenhäuser, Ärzte und die Pflege beschlossen. "Mit einem breiten Bündel an Maßnahmen werden die Einrichtungen des Gesundheitswesens gestützt, die die Hauptlast der Krise tragen", erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Müller, die als Mitglied des Gesundheitsausschusses an den Entscheidungen beteiligt war. Bundesregierung und Bundestag hätten im Kampf gegen das Coronavirus schnell und entschlossen Handlungsfähigkeit demonstriert. Noch nie sei ein so umfassendes Hilfspaket in so schneller Zeit beraten und verabschiedet worden, so die Abgeordnete. Bettina Müller: "Am Gesetzentwurf ist in zahlreichen Telekonferenzen und per E-Mail über das gesamte Wochenende gefeilt worden, damit er unter Verkürzung aller sonst üblichen Fristen bereits am Mittwoch im Bundestag verabschiedet werden konnte."

Die Eile sei notwendig gewesen, um den Krankenhäusern schnellst möglich zusätzliche Mittel für die Beschaffung von Schutzausrüstung zur Verfügung stellen zu können. Außerdem galt es, die Krankenhäuser - viele davon in kommunaler Trägerschaft - finanziell handlungsfähig zu halten. "Die Kliniken erhalten jetzt für jedes zusätzliche Intensivbett mit Beatmungsgerät 50.000 Euro", erläutert Müller, die selbst gelernte Krankenschwester ist. Die Bundestagsabgeordnete sieht hier aber auch das Land Hessen in der Pflicht, das die erforderliche Investitionskosten nach eigen Konzepten noch zusätzlich ergänzen kann. Die zusätzlichen Intensivbetten müssten ohnehin durch die zuständigen Landesbehörden genehmigt werden. Weiter e Maßnahme: Krankenhäuser, die Operationen verschieben, um die Betten für Corona-Fälle frei zu machen, erhalten einen finanziellen Ausgleich aus dem Bundeshaushalt. Zur Unterstützung und Entlastung der Pflegekräfte bei der Behandlung von Infektionsfällen seien ebenfalls zusätzliche Mittel vorgesehen. Auch Reha-Kliniken können in der Krise bei der Versorgung von Coronafällen mithelfen und erhielten dafür die notwendige Unterstützung sowie einen Ausgleich für leerstehende Betten. "Insgesamt rechnen wir mit rund 10 Mrd. Euro an zusätzlichen Mitteln und Entlastungen für die Krankenhäuser", betont die Gesundheitspolitikerin.

Auch Ärzte und Psychotherapeuten erhalten mögliche Einnahmeausfälle durch rückläufige Patientenzahlen erstatte, um die ärztliche Versorgung aufrecht zu erhalten. Weitere Regelungen, so Müller weiter, sorgten für Entlastung der Pflegekräfte durch die Verringerung bei Begutachtungen, Qualitätsprüfungen und Beratungseinsätzen. Einrichtungen der Altenpflege bekommen Mehrausgaben oder Mindereinnahmen über die Pflegeversicherung erstattet. Bettina Müller: "Wir werden sorgfältig analysieren, wie sich die Gesetze auswirken und werden bei Bedarf mit weiteren Maßnahmen nachsteuern." Die SPD-Politikerin will sich vor allem dafür einsetzen, dass in einen weiteren Schritt auch die Physiotherapeuten, Logopäden und Ergotherapeuten unterstützt werden. Deren Praxen hätten durch Ausgangsbeschränkungen mit stark rückläufigen Patientenzahlen zu kämpfen und seien durch den Mangel an Schutzkleidung und Desinfektionsmittel in ihrer Arbeitsfähigkeit bedroht. Die Corona-Pandemie dürfe nicht dazu führen, dass dieser wichtige Versorgungsbereich in existenzielle Nöte gerate.

Internationales Blasmusikfestival auf 2021 verschoben

am 26 März 2020 10:33
Internationales Blasmusikfestival auf 2021 verschoben

In einer Sitzung hat das Organisationsteam des Blasmusikfestivals beschlossen, das für September 2020 geplante Blasmusikfestival aufgrund der aktuellen Lage und der Verbreitung des Corona-Virus auf das kommende Jahr zu verschieben. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht“, so Dr. Dirk Thom, der Geschäftsführer der Bad Orb Kur GmbH. „Unter den derzeitigen Bestimmungen zum internationalen Reiseverkehr ist die weitere Planung für uns als Veranstalter, aber auch für die teilnehmenden europäischen Orchester nicht mehr möglich“. Für das diesjährige Festival standen die Teilnehmer bereits fest: 34 Orchester aus 13 Nationen haben eine Zusage für das dreitägige Blasmusik-Event in der Kurstadt erhalten. Alte Bekannte, aber auch 6 neue Orchester wären mit dabei gewesen.

Um die Orchester als auch den Veranstalter vor den Ausgaben ohne Gegenwert zu bewahren, hat sich das Organisationsteam für eine frühzeitige Verlegung des Festivals entschieden. Nun gilt es, alle Orchester zu informieren, alle Übernachtungsbetriebe und Sponsoren zu unterrichten sowie alle Beteiligten über den neuen Termin in Kenntnis zu setzen. Denn ohne diesen wollten die Organisatoren nicht an den Start gehen und lassen das Blasmusikfestival nun vom 10. bis 12. September 2021 in Bad Orb stattfinden.

„Wir sind ein internationales Festival und dementsprechend tragen wir als Organisatoren eine große Verantwortung für die Gesundheit aller Musikerinnen und Musiker, für alle Betreuerinnen und Betreuer, für die Besucherinnen und Besucher und natürlich auch für unsere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer“, sagt Organisationsleiter Ulrich Prähler. Das Blasmusikfestival ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bad Orb Kur GmbH und den beiden größten Vereinen, dem Turnverein 1868 e. V. Bad Orb und dem Geselligkeitsverein Viktoria Bad Orb 1892 e. V.

Ab Montag: Anträge für Corona-Soforthilfe stellen

am 26 März 2020 09:58

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern, hat das Land Hessen gemeinsam mit dem Bund auch ein milliardenschweres Soforthilfeprogramm für Solo-Selbständige, Freiberufler, Künstlerinnen und Künstler sowie Kleinstunternehmen geschnürt. Insgesamt stehen dafür 2 Milliarden Euro zur Verfügung. Ab Montag, 30. März, können entsprechende Anträge online auf der Homepage des Regierungspräsidiums Kassel unter https://rp-kassel.hessen.de gestellt werden. Darauf weisen die CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert, ihr Bundestagskollege Dr. Peter Tauber, die Landtagsabgeordneten Heiko Kasseckert, Michael Reul und Max Schad sowie der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann in einer Pressemitteilung hin.

Die Corona-Soforthilfe wird als einmaliger nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Sie beträgt inklusive der Bundesförderung bei bis zu fünf Beschäftigten 10.000 Euro, bei bis zu zehn Beschäftigten 20.000 Euro und bei bis zu 50 Beschäftigten 30.000 Euro für jeweils drei Monate. Teilzeitbeschäftigte sind in Vollzeitäquivalente umzurechnen. Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Höhe des Liquiditätsengpasses, der durch die Folgen der Corona-Pandemie entstanden ist. Zuschussberechtigt sind Unternehmen, die steuerpflichtige Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit erwirtschaften, Angehörige freier Berufe, nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz versicherte Künstler sowie am Markt tätige Sozialunternehmen in der Rechtsform einer gGmbH. In Hessen wird nur die Stellung eines Antrages notwendig sein, um sowohl die Bundes- als auch die Landesförderung zu erhalten.

„Viele Unternehmen kämpfen in Folge der Corona-Pandemie um ihr wirtschaftliches Überleben. Gerade Selbstständige, Freiberufler, Künstler oder kleinere Unternehmen erhalten oft aufgrund fehlender Sicherheiten keine Kredite oder können diese nur schwer zurückzahlen. Ihnen allen wollen wir mit den Soforthilfen gezielt und unbürokratisch unter die Arme greifen. Hier kommt es auf jeden Tag an, denn es geht darum, dass die Miete bezahlt und Rechnungen beglichen werden können. Sowohl das Land, als auch der Bund haben hier schnell und entschlossen reagiert und in einem gemeinsamen Kraftakt innerhalb weniger Tage ein entsprechendes Soforthilfeprogramm auf den Weg gebracht. Ein Dank gilt auch der Industrie- und Handelskammer sowie den Handwerkskammern, die die Betroffenen bei der Antragsstellung unterstützen werden“, so die CDU-Vertreter aus dem Main-Kinzig-Kreis.

Hasselroth: Ute Glück näht Atemschutzmasken

am 25 März 2020 21:42
Hasselroth: Ute Glück näht Atemschutzmasken

Aufgrund der knappen Ressourcen sollen professionellen Atemschutzmasken den medizischen Kräften überlasen werden, die sie wirklich brauchen, um sich gegen Infektionen zu schützen. Selbst genähten Masken, die von der Bevölkerung getragen werden könnten, wurde zumindest bislang hingegen eine geringe Wirkung nachgesagt. "Schon das klingt doch in den Ohren wie ein merkwürdiger Widerspruch. Ich muss irgendetwas tun, sonst werde ich verrückt", dachte sich Ute Glück aus Neuenhaßlau. Der Anfang waren einige misslungene Modelle, bis zum richtigen Schnitt dauerte es jedoch nicht lang - nun werden Masken genäht. Die dreilagige Version schützt mindestens vor einer Schmierinfektion im Gesicht, noch dazu sind Filterpapiere (alles waschbar) eingelegt, um das Risiko weiter zu minimieren. Sie können mit Desinfektionsspray eingesprüht und gewaschen werden und auch mit Wasserdampf keimarm gemacht werden. "Auch wenn wir mancherorts vielleicht belächelt werden und uns komisch vorkommen, noch viele Wochen werden wir wohl auf einen solchen Schutz nicht verzichten können. Ein Appel - wo auch immer Masken genäht und abgeben werden - nutzen Sie diese! Wütend macht das Lesen von Masken-Diebstählen und überteuerten Angeboten. Das ist nicht nur kriminell, es ist schäbig", gibt sie Ute Glück gerne kostenlos ab, erbittet höchstens eine kleine Spende: "Eine Notsituation möchte ich nicht zum eigenen Profit ausnutzen." Für den Erlös werde neues Material besorgt, übriges Geld später gespendet.

Fallzahlen COVID-19 in Hessen

am 25 März 2020 21:16
Fallzahlen COVID-19 in Hessen

Im Gegensatz zu den vom Hessischen Sozialministerium übermittelten Zahlen sind es im Main-Kinzig-Kreis aktuell bereits über 100 Fälle.

Brustgesundheitstag im Krankenhaus fällt aus

am 25 März 2020 21:03

Gemäß aller Expertenempfehlungen wurden alle Patienten- und Informationsveranstaltungen in den Main-Kinzig-Kliniken bis auf weiteres abgesagt. Daher kann auch der ursprünglich für Samstag, den 18. April vorgesehene Brustgesundheitstag Gelnhausen nicht stattfinden.

Gelnhausen: So tagte die Stadtverordnetenversammlung

am 25 März 2020 20:27
Gelnhausen: So tagte die Stadtverordnetenversammlung

Die 850-jährige Geschichte von Gelnhausen ist um ein weiteres Kapitel reicher: Aufgrund der Corona-Krise tagte die Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend vor dem Rathaus auf dem Obermarkt, im Halbkreis stellten sich die wenigen erschienenen Stadtverordneten auf. Der Grund für die außergewöhnliche Sitzung war die Einbringung des Haushaltsentwurfs für die Jahre 2020/2021. Nicht einmal fünf Minuten dauerte das Zusammentreffen, das ordnungsgemäß von der Stadtverordnetenvorsteherin Pia Horst eröffnet wurde. Dann übergab sie das Wort an Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (FDP): „Der Ihnen heute hier vorgelegte Doppelhaushalt ist ein Resultat vieler interner Beratungsrunden. Mehr einsparen geht nicht, wir kratzen schon an der Substanz – es ist wie essen ohne Zähneputzen. Irgendwann fallen sie aus, wenn sie nicht gepflegt werden“, so seine mahnenden Worte. Er hofft, dass der Doppelhaushalt in den Gremien auf Zustimmung stößt, damit die Stadtverwaltung während der Corona-Krise und in der Zeit danach arbeiten kann.

Ein großes Minus klafft weiterhin bei der Kinderbetreuung: Den Erträgen Höhe von 3,78 Millionen Euro stehen Aufwendungen in Höhe von 9,55 Millionen Euro gegenüber - also ein Zuschussbedarf in Höhe von 5,77 Millionen Euro. „Dieses Verhältnis wird in den nächsten Jahren noch weiter auseinander gehen, wenn die geplanten Kitas dann eröffnet sind. Die Unterhaltungs- und Personalkosten im Aufwandsbereich werden dann noch höher sein. Derzeit liegen die Kosten für einen ‚normalen‘ Kindergartenplatz im Schnitt bei um die 750 Euro“, erklärte Glöckner.

Die Gewerbe- sowie die Grundsteuern bleiben auf den alten Werten der Hebesätze mit 450 Punkten bei der Grund- und 380 Punkten bei der Gewerbesteuer. Für Investitionen sind im Haushaltsentwurf neun Millionen Euro in diesem und 4,4 Millionen Euro im nächsten Jahr vorgesehen sowie über 4 Millionen Euro im Bereich Abwasser, Friedhof und Stadtbus. Die größten Investitionen sind die Baukosten für die Kinderbetreuungseinrichtungen, so die Kita in Meerholz und die Kita in Haitz. Für die freien Träger von Kindergärten sind zweimal Positionen in Höhe von 150.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Für den städtischen Brandschutz im Rahmen des Feuerwehrwesens sind 1.720.000 Euro für Fahrzeuge, Geräte und das Feuerwehrhaus in Gelnhausen-Ost eingestellt. Für die Straßenbaumaßnahmen sind 970.000 Euro eingeplant. Glöckner: „Ich appelliere an alle politisch verantwortlichen Personen, den Doppelhaushaltsentwurf zu genehmigen, um für dieses und nächstes Jahr handlungsfähig zu bleiben. Erst in einem halben bis Dreivierteljahr werden wir in der Lage sein, zu beurteilen, was uns diese Krise hinterlassen hat.“ Teilgenommen an der außergewöhnlichen Stadtverordnetenversammlung haben neben der Vorsitzenden Pia Horst und Bürgermeister Glöckner noch Markus Kolb (SPD), Heinz Klausner (Bürger für Gelnhausen), Uwe Leinhaas (Grüne), Kolja Saß, Hendrik Silken und Sabri Gözel (alle FDP) sowie Magistratsmitglied Arndt Lometsch (SPD) und Dagmar Petersein vom parlamentarischen Büro. Die CDU-Fraktion hatte sich komplett entschuldigt. Ein Zuschauer wohnte der Versammlung bei.

15 Personen in Offenbach mit Covid-19 infiziert

am 25 März 2020 19:30

Die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten Menschen in Offenbach ist seit Dienstag um zwei gestiegen. Insgesamt gibt es 15 Menschen, die in Offenbach nachweislich infiziert sind. Zwei Personen befinden sich im Krankenhaus, bei beiden ist der Zustand stabil. Elf weitere Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Das städtische Gesundheitsamt teilt zudem mit, dass bereits eine Person genesen ist. Das Stadtgesundheitsamt plädiert an alle Offenbacherinnen und Offenbacher, soziale Kontakte zu vermeiden und das eigene Zuhause nur für dringende Besorgungen zu verlassen. Dabei sollte immer ein Abstand zu anderen Menschen gehalten werden. Verboten sind zudem Zusammenkünfte von mehr als zwei Menschen. Alle Informationen zur Lage und aktuell getroffenen Maßnahmen in Offenbach stehen unter www.offenbach.de/corona im Internet. Sie werden fortlaufend aktualisiert.

Stadt Gelnhausen stundet Gewerbesteuer

am 25 März 2020 19:23

Um Unternehmen in der Barbarossastadt Gelnhausen während der Corona-Krise zu entlasten, ermöglicht Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (FDP) bei der Erbringung eines entsprechenden Nachweises ab sofort die zinslose Stundung der Gewerbesteuer vorerst bis zum 30. Juni 2020. Im Rahmen seiner Befugnisse nach der Hessischen Gemeindeordnung (§70 Absatz 3 HGO) hat Gelnhausens Bürgermeister Daniel Christian Glöckner entschieden, die zinslose Stundung von städtischen Steuerforderungen zunächst bis zum 30. Juni 2020 zu ermöglichen, wenn die Einziehung der Gewerbesteuer eine erhebliche Härte darstellen würde. Diese Regelung betrifft vorwiegend die Gewerbesteuer, in begründeten Fällen auch die Grundsteuer. Antragsteller müssen mindestens einen Sachverhalt darlegen, aus dem sich plausibel ergibt, dass sie die Steuerstundung tatsächlich aufgrund der Corona-Krise benötigen. Geeignete Unterlagen wie beispielsweise eine betriebswirtschaftliche Auswertung, Kontoauszüge etc. sind mit dem Antrag einzureichen. 

„Bei Gewerbesteuerforderungen, die auf Grund von Veranlagungen für Vorjahre entstanden sind, kann eine zinslose Stundung bis zum 30. Juni 2020 beantragt werden. Je nachdem wie sich die Krise entwickelt, werde ich über eine Verlängerung entscheiden“, so der Rathauschef. Bei Fragen zu Stundungen von städtischen Steuerforderungen können sich Unternehmen mit der entsprechenden Fachabteilung der Stadt Gelnhausen unter der Telefonnummer 06051 830-144 oder 830-148 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  in Verbindung setzen.

„Wir befinden uns in einer außergewöhnlichen Lage, die außergewöhnliche Maßnahmen nach sich zieht. Der Gesetzgeber gibt uns Instrumente an die Hand, mit denen wir die Auswirkungen der Corona-Krise für Beschäftigte und Unternehmen abfedern können“, so Glöckner. „Mit Blick auf die enormen Auswirkungen der Pandemie auf die Volkswirtschaft, die jetzt schon deutlich sichtbar werden, ist die zinslose Steuerstundung zwar nur ein kleiner Mosaikstein, aber wir wollen im Rahmen der geltenden Gesetze helfen, wo wir das als Kommune können.“ Darüber hinaus wird auch auf Vollstreckungsmaßnahmen wie Kontopfändungen und gesetzlich anfallende Säumniszuschläge vorerst bis zum 30. Juni 2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist.

Unternehmen können darüber hinaus beim Finanzamt einen Herabsetzungsantrag für die Körperschaftssteuer und folglich auch die Gewerbesteuervorauszahlung stellen. Die entsprechenden Ansprechpartner des Finanzamts finden Unternehmen auf ihrer Messbetragsmitteilung oder unter www.finanzamt.hessen.de Durch einen Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen kann die Steuerbelastung an die in kürzester Zeit gesunkene Ertragserwartung für das Jahr 2020 angepasst werden. Hierfür müssen die Unternehmen darlegen, dass aufgrund der bereits eingetretenen und noch zu erwartenden Umsatzausfälle das voraussichtliche zu versteuernde Einkommen 2020 deutlich gemindert ist oder sogar ein Verlust zu erwarten ist.

Außerdem bieten auch Bund und Land verschiedene Hilfsangebote für Unternehmerinnen und Unternehmer an, wie zum Beispiel den Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen oder Förderprogramme der KfW. Nützliche Links zum Thema gibt es unter www.gelnhausen.de oder im CoroNetz des Main-Kinzig-Kreises unter www.mkk.de

Brüder Grimm Festspiele: Tickets werden erstattet

am 25 März 2020 19:22

Bereits gekaufte Tickets für die wegen der Corona-Pandemie abgesagten Brüder Grimm Festspiele 2020 werden zurückgenommen und erstattet. Die Frage ist aber, ob die Kunden auf einer Rückzahlung bestehen sollten. In einer gemeinsam Pressemitteilung haben Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Intendant Frank-Lorenz Engel darum gebeten, die Festspiele und vor allem die in Not geratenen Schauspieler zu unterstützen. Dazu wird die Stadt einen Fonds bilden, der aus Spenden und auch aus dem Verzicht auf die Rückerstattung von Tickets gebildet werden soll. "Natürlich erstatten wir alle bereits gekauften Tickets", so Oberbürgermeister Claus Kaminsky, "unabhängig vom rechtlichen Anspruch". Die Regelung ist dabei unbürokratisch: Die Eintrittskarten können einfach an der Stelle zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden. Es sei klar, so heißt es in der Pressemitteilung, dass dies aktuell natürlich etwas schwierig sei wegen der Einschränkungen im normalen Geschäftsbetrieb. Die Kunden werden deshalb um etwas Geduld gebeten, bis die Vorverkaufsstellen wieder ihren regulären Betrieb aufgenommen haben. Außerdem gibt es die Möglichkeit auf dem Postweg die Tickets zurückzugeben. Dazu gibt es bei Frankfurt Ticket ein Rückerstattungsformular unter https://bit.ly/BGF-Erstattung im Internet. Infos gibt es zudem telefonisch über die Ticket-Hotline 069-13 40 400, unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! per Mail sowie auf den Webseiten www.frankfurtticket.de und www.festspiele.hanau.de.

Gleichwohl bitten Kaminsky und Engel aber auch alle Fans der Festspiele darum, über eine Rückerstattung gründlich nachzudenken. "Wer die Eintrittskarten nicht oder nur teilweise zurückgibt, leistet damit einen finanziellen Beitrag zur Milderung der Problemlage, in der sich die Festspiele nunmehr befinden" so der OB. Dabei können die Festspielfans über ihren Beitrag individuell entscheiden. Bei mehreren gekauften Tickets kann zum Beispiel auch nur ein Teil der Tickets auf dem Formular beantragt und der Rest gespendet werden. "Besonders hart von der Absage betroffen sind die Schauspieler", erinnert Intendant Frank-Lorenz Engel, "von denen praktisch alle freiberuflich arbeiten". Die Gagen seien ohnehin nicht üppig, umso mehr schmerze jetzt der Ausfall. Im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Festspielen kommen die Brüder Grimm Festspiele mit einem relativ schmalen Budget aus. Ohne Spenden und Sponsoren wäre das kulturelle Aushängeschild der Stadt, das jährlich rund 80.000 Besucher ins Amphitheater lockt, kaum zu stemmen. Neben den bereits entstandenen und vertraglich gebundenen Kosten, die vor allem aus dem städtischen Zuschuss finanziert werden müssen, bleibt der Verlust durch die Absage, der vor allem die Künstler und freiberuflichen Mitarbeiter trifft.

Die emotionale Bindung der Hanauer und vieler Menschen der Region zu "ihren" Brüder Grimm Festspielen sei einzigartig, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Das gelte auch in Bezug auf die Schauspieler, die keine unnahbaren Stars seien, sondern mit großem Engagement und großer Spielfreude jedes Jahr die Besucher begeistern und dabei auch ganz persönliche Bindungen aufbauen. "Einige stehen bereits seit Jahren auf der Festspielbühne und haben uns viele berührende und freudige Momente geschenkt", so Kaminsky, "deshalb wollen ihnen zeigen, das Hanau keinen allein lässt". Und Intendant Frank-Lorenz Engel ergänzt: "Wir hoffen jetzt auf die Solidarität der Märchenfans mit den betroffenen Künstlern". Diese Solidarität mit den Festspielen und den Akteuren kann man aber nicht nur durch Verzicht auf die Ticket-Rückerstattung beweisen. Auch wer noch keine Karten gekauft hat, kann ganz konkret helfen. Frankfurt-Ticket als Organisator des Kartenverkaufs wird dazu online "virtuelle Tickets" unter https://bit.ly/BGF-Spenden anbieten. Auf diesem Weg kann man in unterschiedlichen Kategorien von fünf bis 100 Euro unkompliziert einen Beitrag zum Unterstützungsfond leisten. Hier genügt übrigens das erworbene Spendenticket als Nachweis beim Finanzamt. Zudem besteht natürlich auch weiterhin die Möglichkeit, die Festspiele regulär mit einer Spende zu unterstützen. Dazu ist ein besonderes Spendenkonto bei der Sparkasse Hanau unter der Nummer IBAN DE92 5065 0023 0000 0500 05 eingerichtet. Bitte als Verwendungszweck "BGF" angeben und, falls eine Spendenquittung gewünscht wird, zusätzlich Namen und vollständige Adresse.

Besonders erfreut zeigten sich in diesem Zusammenhang Oberbürgermeister und Intendant über eine Entscheidung der Umicore-Geschäftsleitung. Das in Hanau mit einem großen Standort vertretene Unternehmen gehört zu den wichtigen Sponsoren der Festspiele. Der für 2020 gezahlte Sponsorbeitrag soll einen Beitrag dazu leisten, die schwierige Lage der Festspiele und der Schauspieler zu bewältigen. "Wir haben uns riesig über diese beispielhafte Entscheidung gefreut," so Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Intendant Frank-Lorenz Engel. Das sei ein Zeichen gelebter Solidarität und beweise, wie stark Umicore mit der Brüder-Grimm-Stadt und ihren Festspielen verbunden sei. "Wir hoffen, dass wir auch den Brüder Grimm Festspielen über die Krise helfen können, wenn möglichst viele – sei es mit einer noch so kleinen Spende – dieses kulturelle Wahrzeichen der Stadt zu ihrer Herzenssache machen", so Kaminsky und Engel. Auch bei den Festspielen gelte also "Hanau steht zusammen", heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

Mittwoch: 19 neue Coronavirus-Fälle

am 25 März 2020 19:21
Mittwoch: 19 neue Coronavirus-Fälle

Nach 19 neuen laborbestätigten Coronavirus-Fällen am Mittwoch ist die Gesamtzahl der gemeldeten Fälle auf über 100 gestiegen, wie das Gesundheitsamt mitteilt. Die betroffenen Personen kommen sowohl aus dem West- wie auch aus dem Ostkreis (siehe Tabelle). Es ist der bisher höchste Anstieg an einem einzigen Tag im Main-Kinzig-Kreis.

„Die Verbreitung des Coronavirus ist noch lange nicht gestoppt, wenngleich wir große Hoffnungen haben, dass sich die Verbreitungsdynamik durch die Kontaktbeschränkungen in einigen Tagen abschwächt. In jedem Fall braucht das medizinische Personal im Kreisgebiet ausreichend Schutzausrüstung, um den hohen Anforderungen in dieser Zeit weiter verlässlich gerecht zu werden“, erklärt Landrat Thorsten Stolz. Thorsten Stolz mahnt in dem Zusammenhang die Umsetzung der Zusage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an, wonach zehn Millionen dringend benötigter Atemschutzmasken auf dem Weg seien. Der Bundesgesundheitsminister habe vor über einer Woche die Zusage gegeben, dass kurzfristig diese große Zahl an Schutzmasken für Arztpraxen, Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenhäuser zur Verfügung gestellt würden. „Wir merken davon nichts und bei uns kommt nichts an. Was bei uns aber ankommt sind die zunehmenden Hilferufe aus Praxen, den Krankenhäusern und dem Pflegebereich, dass Atemschutzmasken und Schutzausrüstungen zur Neige gehen“, berichtet der Landrat. Das Thema Atemschutzmasken und Schutzausrüstung nehme in jeder Besprechung des Verwaltungsstabes des Main-Kinzig-Kreises breiten Raum ein. Hier müsse „dringend eine Lösung herbeigeführt werden“.

Losgelöst von den Aufforderungen in Richtung der Bundesregierung, endlich die gemachten Zusagen auch umzusetzen, setzt der Main-Kinzig-Kreis nach den Worten von Landrat Thorsten Stolz derzeit „alle Hebel in Bewegung, um selbst zusätzliche Atemschutzmasken, Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel zu beschaffen“: „Wir brauchen das zusätzliche Material für den Main-Kinzig-Kreis, und wir lassen nichts unversucht, es für unseren medizinischen Bereich bereitstellen zu können“, so Thorsten Stolz. Zusätzlich hat der Landrat noch einmal einen Hilferuf in Richtung Bund und Land gestartet und in einem persönlichen Schreiben an den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Ministerpräsident Volker Bouffier, Innenminister Peter Beuth und Sozialminister Kai Klose die Situation zwischen Maintal und Sinntal geschildert und „dringende Unterstützung“ für Arztpraxen, Krankenhäuser und den Bereich der Pflege eingefordert. 

Terminanfragen bei der Zulassungsstelle über Webformular: Die Terminvergabe für Anliegen an den Zulassungsstellen in Linsengericht und Hanau erfolgt ab sofort schneller und zielgerichteter. Auf der Internetseite des Main-Kinzig-Kreises, www.mkk.de, steht dazu ein Kontaktformular zur Verfügung, unter anderem im CoroNetzunter „Alltag in Zeiten von Corona“. Der Kreis bittet, für Terminanfragen ausschließlich auf dieses Formular zurückzugreifen, da sich das bisherige Verfahren per Mail nicht bewährt hat. Hintergrund ist, dass viele Mail-Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern unvollständige oder nicht nachvollziehbare Angaben enthalten haben, was die Terminvergabe erheblich erschwert hat. Anfragen auf diesem Wege werden ab sofort nicht mehr bearbeitet. Auch Wunschtermine können aufgrund des eingeschränkten Zulassungsservices derzeit nicht berücksichtigt werden. Alternativ können zum Beispiel Adressänderungen oder Abmeldungen auch über das Online-Portal der Zulassungsstellen des Main-Kinzig-Kreises online durchgeführt werden, entsprechende Informationen zur Vorgehensweise im Online-Verfahren sind ebenfalls auf der Homepage des Kreises zu finden. In diesem Zusammenhang weist der Kreis erneut auf das Dienstleistungsangebot der verschiedenen Zulassungsdienste und auch der Kfz-Händler hin. Diese übernehmen gegen ein Entgelt die Abwicklung eines Zulassungsvorgangs.

IG Metall fordert Nachbesserungen beim Kurzarbeitergeld

am 25 März 2020 16:00

Bei der Bewältigung der Corona-Pandemie sind soziale Schieflagen zu verhindern, daher muss das Kurzarbeitergeld dringend aufgestockt werden. Dabei sollen die Arbeitgeber insbesondere die neu geregelte Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge zur Aufstockung des Kurzarbeitergelds nutzen. Der Gesetzgeber ist gefordert, den rechtlichen Rahmen hierfür zu schaffen.

Hierzu erklärt Robert Weißenbrunner, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Hanau-Fulda: „Die auf den Weg gebrachten Änderungen zum Bezug des Kurzarbeitergeldes sind absolut nicht ausreichend. Kurzarbeit bedeutet für viele Beschäftigte erhebliche Einkommenseinbußen. Die gesetzliche Regelung mindert das Nettoeinkommen betroffener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um bis zu 40 Prozent. Millionen von Arbeitnehmerhaushalten geraten bei laufenden Mieten und anderen finanziellen Verpflichtungen in existentielle Nöte, die es abzufedern gilt. Besonders Niedrigverdiener treffen die massiven Einkommensverluste hart. Das bedeutet für viele Beschäftigte, dass sie mit dem Kurzarbeitergeld nicht über die Runden kommen und gezwungen werden, Arbeitslosengeld II zu beantragen. Einige Branchen und Unternehmen werden in dieser Situation ihrer Verantwortung gerecht, indem Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen zur Aufstockung bei Kurzarbeit abgeschlossen wurden. Im Main-Kinzig-Kreis konnten nach unserem bisherigen Informationsstand im Zuständigkeitsbereich der IG Metall Hanau-Fulda dort wo notwendig in folgenden Unternehmen bisher Aufstockungsregelungen vereinbart werden: NORMA Germany und NORMA Holding in Maintal, Vacuumschmelze in Hanau, Birkenstock (Alsa) in Steinau. In Osthessen konnte nach unserem bisherigen Informationsstand nur bei der Fa. Thyssen Krupp System Engineering in Burghaun eine Aufstockungsregelung vereinbart werden.

Darüber hinaus konnten Aufstockungsregelungen unter anderem für die tarifgebundene Metall- und Elektroindustrie in Hessen vereinbart werden. Es ist weiterhin unser Ziel, so viele betriebliche und tarifliche Lösungen zu schaffen. Wir müssen aber feststellen, dass trotzdem in der deutlichen Mehrheit der Betriebe bislang keine tariflichen oder betrieblichen Aufstockungsregelungen gibt oder sich Verhandlungen schwierig gestalten. Deshalb fordert die IG Metall die Arbeitgeber auf, dort wo bislang noch nicht geschehen, auf das Angebot zu Verhandlungen von Betriebsräten und der Gewerkschaften einzugehen und eine Aufzahlungsregelung zur Kurzarbeit abzuschließen.

Bei der aktuellen gesetzlichen Neuregelung des Kurzarbeitergeldes wurden die Arbeitgeber von der Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge entlastet, die sie nach der alten Regelung noch zahlen mussten. Den Arbeitnehmern wird aber gleichzeitig eine notwendige Anhebung des Kurzarbeitergelds verweigert. Diese Ungerechtigkeit gilt es aufzuheben. Den Gesetzgeber fordern wir daher auf, die rechtlichen Rahmenbedingungen so zu verändern, dass die Arbeitgeber im Falle der Kurzarbeit im Betrieb zur Weitergabe des Arbeitnehmeranteils an den erstatteten Sozialversicherungsbeiträgen an die Beschäftigten verpflichtet werden.

Wir fordern die regionalen Bundes- und Landtagsabgeordneten auf, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür einzusetzen, damit das Kurzarbeitergeld entsprechend aufgestockt werden kann.“

Erlensee: Keine Kita-Gebühren

am 24 März 2020 21:10

In der Präsidiumssitzung der Stadtverordnetenversammlung am 24. März haben die Vorsitzenden der anwesenden Fraktionen dem Bürgermeister grünes Licht dafür gegeben, die Erhebung der Kinderbetreuungsgebühren auszusetzen. Der Verwaltungschef bedankt sich für diese klare und „unbürokratische“ Handhabung im Sinne der Eltern und das positive Signal, das damit auch in Richtung der Verlässlichkeit der politisch Verantwortlichen gesetzt werden könne. Bürgermeister Erb teilt mit: „Wer aufgrund der Sonderregelungen durch das Coronavirus keine Kinderbetreuung in Anspruch nehmen kann, der muss dafür auch nicht zahlen! Aus diesem Grund wird die Stadt Erlensee im Monat April keine Kostenbeiträge abbuchen.“ Die im April wegfallenden Gebühren sollen den Zeitraum von Mitte März bis Mitte April abdecken. Sollten die Schließung der Kindertagesstätten darüber hinaus andauern, wird die Gebührenfreistellung halbmonatlich fortgeführt. Befreit wird natürlich sowohl von den Betreuungsgebühren als auch von den Essensgeldern. Bei Fragen dazu stehen Ihnen gerne Petra Münz, Tel.: 06183 / 9151-504, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Sandra Wunder, Tel.: 06183 / 9151-501, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.

Linsengericht: Gemeindevertretung abgesagt

am 24 März 2020 20:53

Die auf den 30. März 2020 verschobene Sitzung der Gemeindevertretung Linsengericht ist abgesagt. "Die Absage erfolgt rechtzeitig, aber bewusst spät, da bis zuletzt nicht absehbar war, ob unabdingbare Einzelbeschlüsse in Verbindung mit dem offenen Nachtragshaushalt hätten gefasst werden müssen. Nach dem aktuellen Stand der Dinge ist ein Aufschub bis nach der verordneten Kontaktsperre, also nach den Osterferien, noch möglich. Dann sollten zunächst die zuvor bereits abgesagten Termine mit den Ortsbeiräten stattfinden, eine HFA-Sitzung und auch die ausstehende Sitzung des Bauausschusses", so der Vorsitzende Michael Bollmann.

Erklärung aller Fraktionen: "Bad Orb steht zusammen!"

am 24 März 2020 20:51

In einer gemeinsamen Erklärung wenden sich CDU, FBO, SPD und FWG an die Bevölkerung in Bad Orb. in Bad Orb. Nachfolgend die Veröffentlichung im Wortlaut.

"Liebe Bad Orber Mitbürgerinnen und Mitbürger, die aktuelle Corona-Epidemie ist auch für unsere Heimatstadt eine Herausforderung in bisher unvorstellbarem Ausmaß. Jetzt geht es in erster Linie darum, sich gegenseitig vor der Infektionsgefahr zu schützen, die Ausbreitung der Epidemie zu bremsen und zu verringern sowie die öffentliche Infrastruktur und Versorgung funktionsfähig zu halten. An dieser Stelle geht unser besonderer Dank an alle, die im Gesundheitssystem, bei unseren Rettungsdiensten, Polizei oder Bundeswehr, oder in der öffentlichen und städtischen Verwaltung bzw. den städtischen Betrieben, den aktuellen Krisenstäben, im Versorgungsbereich bei Energie, unserer Wasserversorgung und Lebensmitteln und nicht zuletzt an der Kasse im Supermarkt ihren inzwischen risikoreichen Dienst für uns alle verrichten.

Daher möchten wir an Sie alle nachdrücklich appellieren, die behördlichen Vorgaben und Empfehlungen unbedingt zu beachten, vermeiden Sie nicht zwingend notwendige soziale Kontakte und bleiben Sie zuhause. So hart es klingen mag, Fürsorge besteht im Moment aus Abstand! In unserem Alltag gilt es besonders, die älteren Mitbürger und sogenannte Risikogruppen vor der Infektion zu schützen. Da ist Nachbarschaftshilfe gefragt, die in großen Teilen unserer Stadt auch vorhanden ist. Wir begrüßen und unterstützen als besonderes Beispiel aktiver Mitmenschlichkeit die Aktion "Gemeinsam zum Schutz aller Menschen - Wir helfen Ihnen gerne!", die von unserem DRK-Ortsverein in Kooperation mit der Katholischen und Evangelischen Kirchengemeinde organisiert wird. Kostenlos wird Bad Orber Mitbürgern, die zur sogenannten Risikogruppe zählen, angeboten, Einkäufe oder den Weg zur Apotheke und zur Post zu übernehmen. Wer diese wertvolle Unterstützung annehmen möchte, wird gebeten, sich unter der Tel.-Nr. 0151-20127844 zu melden. In den Kirchen sind hierzu auch Informationen ausgelegt. Herzlichen Dank an alle, die sich hier für ihre Mitbürger und letztlich für uns alle engagieren!

Die Corona-Epidemie fordert unsere Heimatstadt auch in anderer Weise massiv heraus. Als Heilbad und Fremdenverkehrsstandort sind wir insbesondere darauf existenziell angewiesen, was in dieser Krisenzeit nahezu  unmöglich ist: Auf das Reisen, Einkaufen, Essen gehen oder den Besuch von Veranstaltungen. Das ist für unsere Betriebe insbesondere im Gesundheitsbereich, Gastgewerbe und Einzelhandel eine existenzielle Bedrohung. Daher ist es richtig und unverzichtbar, wenn Bund und Land den betroffenen Gewerbetreibenden mit Förderprogrammen unter die Arme greifen. Liquiditätshilfen werden schnellstmöglich und vor allem unbürokratisch dringend gebraucht. Auch wir, als Stadt Bad Orb, müssen unsere Gewerbetreibenden mit geeigneten Maßnahmen unterstützen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, unsere Heimatstadt steht vor großen Herausforderungen, aber die Bad Orber Geschichte lehrt uns, dass wir diese gemeinsam bewältigen können und werden. Bitte passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund. Bad Orb steht zusammen!"

Die Unterzeichner:
CDU-Stadtverband Bad Orb, gez. Tobias Weisbecker
Für Bad Orb (FBO), gez. Ralf Diener
SPD-Ortsverein Bad Orb, gez. Bernd Bauer
Freie Wählergemeinschaft Bad Orb, gez. Thorsten Stock

13 Personen in Offenbach infiziert

am 24 März 2020 20:40

Die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten Menschen in Offenbach ist erneut gestiegen. Insgesamt gibt es 13 Personen, die in Offenbach nachweislich infiziert sind. Das sind zwei Menschen mehr als gestern. Zwei Personen befinden sich im Krankenhaus, eine davon erhält Atemunterstützung. Elf weitere Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Das Stadtgesundheitsamt plädiert an alle Offenbacherinnen und Offenbacher, soziale Kontakte zu vermeiden und das eigene Zuhause nur für dringende Besorgungen zu verlassen. Dabei sollte immer ein Mindestabstand von 1,5 Meter zu anderen Menschen gehalten werden. Verboten sind zudem Zusammenkünfte von mehr als zwei Menschen. Alle Informationen zur Lage in der Pandemie und aktuell getroffenen Maßnahmen in Offenbach stehen unter www.offenbach.de/corona  im Internet. Sie werden fortlaufend aktualisiert.

CPH: Keine Ausstellungen im April und Mai

am 24 März 2020 20:36

Das Corona-Virus wirkt sich auch auf die Bildende Kunst aus: Die Ausstellungen der Reihe „Kunst im CPH“ im April und im Mai müssen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Damit entfällt die gemeinsame Vernissage von Alexander Carrigan (ahl) und Antonia Feind-Trompke (Lukas Gilde) am 24. April 2020 ebenso wie die gemeinsame Vernissage von Irina Brettmann (PALETTE HANAU) und Lisa van Bonn (KUNST-WERK HANAU) am 29. Mai 2020. Der Congress Park Hanau (CPH) ist gemäß der vierten Verordnung der Hessischen Landesregierung zur Bekämpfung des Corona-Virus vom 17. März 2020 derzeit geschlossen. Geplante Veranstaltungen, dazu zählen auch die Ausstellungen der Reihe „Kunst im CPH“, werden auf spätere Termine verschoben. Informationen dazu erfolgen, sobald dies möglich ist.

Corona-Viren werden nicht über das Trinkwassernetz übertragen

am 24 März 2020 20:26

"Die Trinkwasserversorgung bleibt während der Corona-Krise auch langfristig gesichert", betont Martina Butz, Geschäftsführerin der Stadtwerke Hanau (SWH). Denn die Stadtwerke haben frühzeitig ihre Pandemie-Notfallpläne aktiviert. Butz erklärt, dass Corona-Viren nicht über das Trinkwassernetz übertragen werden. In Hanau wird Grundwasser für die Wasserversorgung gewonnen - lediglich ein kleiner Teil des Bezugs aus dem Vogelsberg kann je nach Jahreszeit aus Quellwasser stammen. Die Stadtwerke Hanau betreiben in ihren Wasserwerken UV-Desinfektionsanlagen, die mit ihren hochenergetischen ultravioletten Strahlen nicht nur Bakterien, sondern auch Viren vernichten, so Butz.

Pandemie-Notfallpläne sehen spezielle Schutzvorkehrungen vor Die Pandemie-Notfallpläne beinhalten beispielsweise spezielle Schutzvorkehrungen für das technische Personal. Zudem wird nun ein Teil des Personals von den alltäglichen Arbeitsprozessen isoliert und in Reserve gehalten, um so bei einem Ausfall einzelner schnell für personellen Ersatz sorgen zu können. Die Wasserförderung und die Wasseraufbereitung laufen voll automatisch, daher hat die Corona-Krise keinen direkten Einfluss auf die Wasserverfügbarkeit und die gewohnte Wasserqualität. Die Stadtteile Steinheim und Kleinauheim werden vom Zweckwasserverband Offenbach (ZWO) versorgt. Dieses Was-ser wird ebenfalls aus Grundwasser gewonnen. Der ZWO hat genauso wie die Stadtwerke seine Pande-mie-Notfallpläne aktiviert, die gleiche Schritte zur Sicherstellung der Wasserversorgung vorsehen wie die der Stadtwerke Hanau. "SWH und ZWO stehen in ständigem Kontakt", erklärt Butz.

Nach bisheriger Erfahrung wird sowohl in Hanau als auch beim ZWO derzeit kein erhöhter Wasserbedarf festgestellt aufgrund der Corona-Krise und der damit verbundenen Schließung von Geschäften, Restaurants oder Firmen. "Der aktuelle Wasserbedarf liegt noch weit unter den üblichen Bedarfen im Hochsommer, so dass auch keine Engpässe in der Wasserversorgung zu befürchten sind", sagt die SWH-Geschäftsführerin.

Dienstag: Fünf neue Coronavirus-Fälle im MKK

am 24 März 2020 18:03
Dienstag: Fünf neue Coronavirus-Fälle im MKK

Die Zahl der Corona-Infektionen ist am Dienstag um weitere fünf Personen gestiegen. Die Betroffenen kommen aus Sinntal, Schöneck, Maintal, Bad Soden-Salmünster und Bad Orb. Damit sind für den Main-Kinzig-Kreis jetzt 85 positive Fälle registriert. Das Gesundheitsamt rechnet aber, dass zum Ende dieser Woche die ersten Fälle ohne die Gefahr einer Ansteckung bereits wieder aus der häuslichen Absonderung entlassen werden können. Auch der Main-Kinzig-Kreis und seine Städte und Gemeinden schließen sich den dringenden Empfehlungen in Bezug auf das Einkaufsverhalten an. „Auch in den Geschäften gelten die strengen Auflagen zum Kontaktverbot sowie die Begrenzungen der übermäßigen Vorratshaltung“, erklären Landrat Thorsten Stolz (SPD), Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD) und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (CDU) im Anschluss an eine Telefonkonferenz mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern.

„Hamsterkäufe sind keine Lösung, genauso wenig wie dichtgedrängte Schlangen vor Einkaufsmärkten oder an den Kassen“, so die gemeinsame Position. Viele Geschäfte im Einzelhandel haben in den vergangenen Tagen auch bereits reagiert. Sie haben Wartebereiche an den Kassen mit Abstandshinweisen gekennzeichnet, lassen nur noch eine geringe Anzahl an Kundinnen und Kunden zur gleichen Zeit in ihren Markt und schützen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beispielsweise hinter Plexiglasscheiben oder durch andere wirksamen Schutzmaßnahmen, wie Handschuhe.

Daher wendet sich die Kreisspitze insbesondere an uneinsichtige Zeitgenossen, ihr Verhalten ebenfalls anzupassen. „Ignoranz und Egoismus sind in der aktuellen Situation völlig fehl am Platz und werden nicht hingenommen“, machen Thorsten Stolz, Susanne Simmler und Winfried Ottmann deutlich. Der Einzelhandel habe hier in weiten Teilen auch ohne weitere Anordnung vorbildlich agiert und klare Orientierungshilfen für die Kundinnen und Kunden platziert. Im Austausch mit den Bürgermeisterinnen und Bürgern habe man sich darauf verständigt, keine neue Verordnung zu erlassen, sondern sinnvolle Empfehlungen zu formulieren. Als Leitlinie gilt die Abstandsregel von mindestens 1,5 Meter für den Innenraum von Märkten, genauso wie für Warteschlangen. Die Anzahl der Personen, die sich zeitgleich im Verkaufsraum aufhalten, sollte der Fläche in einem angemessenen Rahmen angepasst sein. Als Orientierung kann mit maximal einem Kunden je angefangenen 20 Quadratmeter gerechnet werden, für kleinere Geschäfte auch etwas weniger. Zudem sollten Waren generell nur noch in haushaltsüblichen Mengen ausgegeben werden.

Schlüchtern: Unterstützung für Unternehmer

am 24 März 2020 17:13

Matthias Möller (Parteilos), Bürgermeister der Stadt Schlüchtern, bietet den Unternehmen seitens des Rathauses Unterstützung an. "Die Corona-Krise verändert alles. Und sie erfordert entschlossenes und vor allem gemeinsames Handeln – von Bund und Ländern, aber auch von uns Kommunen. Nur so können wir die massiven wirtschaftlichen Einbrüche in der Region in Grenzen halten. Doch blinder Aktionismus ist fehl am Platz. Wir müssen freilich schnell, aber auch zielgerichtet handeln. Deshalb versendet die Stadt Schlüchtern in den kommenden Tagen einen Informations-Brief an alle Bürgerinnen und Bürger von Schlüchtern, an Gewerbe und Einzelhandel, an Unternehmer, Künstler und Privatleute. Mit diesem Brief bitten wir unsere Gewerbetreibenden auch um Rückmeldung, was wir tun müssen, um wirklich sinnvoll helfen zu können. Die Unternehmer wissen am besten, was sie jetzt brauchen, um durch diese Krise zu kommen. Das kann Kurzarbeitergeld sein, ein Kredit oder eine Förderung, das können natürlich auch Gewerbesteuerstundungen sein. Es gibt aber nicht die eine Lösung, die auf alle Betriebe gleichermaßen passt", heißt es in einem Statement.

Und weiter: "Wir wollen uns einen umfangreichen Überblick verschaffen – von großen Unternehmen wie Engelbert Strauss bis hin zum kleinen Einzelkämpfer, vom Gesundheitssektor bis zur Tourismusbranche. Die Antworten können formlos per Mail, Fax oder Brief an uns gesendet werden. Wir analysieren und bewerten die Situation täglich neu und arbeiten fortlaufend daran, die regionalen Unternehmer zu unterstützen. Klar: Dadurch wird viel Arbeit auf uns zukommen. Aber es ist der beste Weg, sich Feedback zu holen und dann zielgerichtet zu helfen. Und sicher ist: Wir wollen helfen – entschieden, unbürokratisch und schnell. Wichtig dabei wird sein, dass wir über die Region hinweg zusammenstehen und auch zusammenarbeiten. Über die Kommunen hinweg, am besten mit dem gesamten Main-Kinzig-Kreis. Denn wir sprechen hier zum einen von unmittelbaren Nothilfen, die jetzt nötig sind. Gleichzeitig müssen wir aber auch über Starthilfen für die Zeit nach der Krise reden. Nur so können wir die Wirtschaft langfristig wieder ankurbeln. Dabei wird deutlich: Es muss eine gemeinschaftliche Aktion sein, zusammen schaffen wir mehr. Wir als Stadt Schlüchtern stehen hier für die interkommunale Zusammenarbeit bereit."

Sinntal: Bestattung Verstorbener auf Friedhöfen

am 24 März 2020 11:29

§ 1 Abs. 2 der Dritten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus regelt, dass der Kontakt zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes auf das absolut nötige Minimum zu reduzieren ist. Aufenthalte im öffentlichen Raum sind nur alleine, mit einer weiteren nicht im eigenen Haushalt lebenden Person oder im Kreise der Angehörigen des eigenen Hausstandes gestattet. Bei Begegnungen mit anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Von den zuständigen Behörden können Ausnahmen für Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen zugelassen werden.

Dementsprechend wird für Trauerfeierlichkeiten in der Gemeinde Sinntal und bei der Bestattung von Verstorbenen auf Friedhöfen in der Gemeinde Sinntal die zulässige Personenzahl auf maximal 10 Personen festgelegt. Pfarrer/in, Bestatter/in und Sargträger kommen in erforderlicher Anzahl hinzu. Der Abstand zu anwesenden Personen wird auf min. 2,0 m festgelegt, davon ausgenommen sind im eigenen Haushalt lebende Personen sowie Unterstützungsbedürftige, die auf Hilfe angewiesen sind.
Darüber hinaus werden folgende Verhaltensempfehlungen ausgesprochen:
- Die Friedhofshallen bleiben geschlossen. Sie können im Bedarfsfall aber zum Abstellen des Sarges genutzt werden.
- Der Friedhof soll nur einzeln bzw. mit Abstand zu vorausgehenden Personen betreten werden.
- Sargträger dürfen nur kurz zum Transport des Sarges und zum Ablassen des Sarges der Bestattung beiwohnen.
- Von persönlichen Beileidsbekundungen (Händedruck, Umarmungen u.ä.) ist abzusehen.
- Auf das Einstreuen von Erde/Sand durch Trauernde in das Grab soll verzichtet werden.
- Die Trauerfeier bzw. Bestattung soll 30 Minuten nicht übersteigen.
- Bei Todesanzeigen empfehlen sich folgende Hinweise:
- Verzicht auf Angabe des Bestattungstages und der -zeit.
- Sinngemäß: Die Trauerfeier findet im kleinen familiären Kreis statt. Von Beileidsbekundungen ist abzusehen.

Werden neue bzw. geänderte Vorgaben durch den Verordnungsgeber erlassen, wird ggf. eine Änderung der vorgenannten Regelung nötig. Die Regelung dient zum Schutz der Angehörigen und der Trauergemeinde und entsprechen den Empfehlungen der zuständigen Behörden des Main-Kinzig-Kreises zur Umsetzung einer einheitlichen Regelung. Grundlage dieser Anordnung ist die Dritte Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus vom 14.03.2020 in der aktuellen Fassung i.V.m. den Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes vom 20.07.2000 in der aktuellen Fassung.

Glocken rufen zum Gebet

am 24 März 2020 09:46

Die evangelische Kirche in Ostheim folgt der Aktion ihrer Landeskirche und lädt zum Gebet durch das Läuten der Glocken um 12 Uhr ein. Sie werden täglich für fünf Minuten mit vollem Werk läuten. Der Vorgesetzte der Pfarrerinnen und Pfarrer der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prälat Bernd Böttner, hat diese Aktion vor einer Woche angeregt. "Für alle Menschen in Angst und Sorge; für die, die in Quarantäne leben, für die im Gesundheitsdienst Tätigen, die vor großen Herausforderungen stehen,  – und für die Sterbenden. Wir sind davon überzeugt: Im Gebet für unsere Nächsten wächst die Kraft zum Handeln für unsere Nächsten. Wir danken Ihnen für Ihre Gebete und für Ihr helfendes Handeln!», so Prälat Bernd Böttner.

Telefonische Beratung rund um Deutschkurse

am 24 März 2020 09:45
Telefonische Beratung rund um Deutschkurse

Aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus und zum Schutze der Kursleitungen und Teilnehmenden hat auch die Volkshochschule der Bildungspartner Main-Kinzig GmbH den Veranstaltungsbetrieb vorerst bis zum 19. April ausgesetzt. Dies betrifft auch die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderten Deutschkurse, die jetzt für längere Zeit pausieren müssen. Um dennoch am Ball zu bleiben, haben die Teilnehmer/innen die Möglichkeit, das kostenlose Online-Lernportal der Volkshochschulen zu nutzen unter folgendem Link: https://www.vhs-lernportal.de/wws/9.php#/wws/home.php

Vom Alphabetisierungskurs bis hin zum Sprachkurs-Niveau B2 ist für jeden das passende Angebot vorhanden. Die Navigation sowie die Inhalte und Lernzielbeschreibungen sind in 18 Sprachen übersetzt. Das Lernportal kann auch mit dem Smartphone oder Tablet genutzt werden. Gerade denjenigen Kursteilnehmenden, die kurz vor den Prüfungen stehen, wird empfohlen, sich täglich mindestens eine halbe Stunde mit dem aktuellen Lernstoff zu beschäftigen, die letzten Lektionen zu wiederholen und Vokabeln zu lernen. Dann wird der Einstieg nach der Pause auch nicht allzu schwer fallen. Darüber hinaus berät das Deutschteam der Volkshochschule gerne zu weiteren Online-Lernmöglichkeiten. In der jetzt eingerichteten telefonischen „Deutschsprechstunde“, die täglich von 8.00 bis 12.15 Uhr, unter den Telefonnummern 06051 91679-15/ -18/ -19 oder -20 zu erreichen ist, werden alle Fragen rund um die Integrationskurse und die berufsbezogene Deutschsprachförderung beantwortet. E-Mails bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden.

Hanau: Hauptfeuerwache könnte Quarantäne-Station werden

am 23 März 2020 21:59
Hanau: Hauptfeuerwache könnte Quarantäne-Station werden

Die Stadt Hanau hat schon frühzeitig einen Corona-Krisenstab ins Leben gerufen, in dem zentral alle Fragen rund um die Entwicklungen und Notwendigkeiten im Zusammenhang mit dem Virus zusammenlaufen und bearbeitet werden. Die ämter- und dezernatsübergreifende Struktur des Stabs garantiert dabei den notwendigen Informationsfluss. Die von den einzelnen Ämtern, Behörden und Eigenbetrieben entsendeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen sicher, dass jede neue Entwicklung sofort Eingang finden kann in die tagesaktuelle Arbeit. Seither bietet der Schulungsraum im zweiten Stock der Hauptfeuerwache mit den angrenzenden Räumen den Arbeitsplatz für all jene, für die es keinen normalen Arbeitsalltag mehr gegeben hat, nachdem Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Feuerwehrchef Peter Hack am Freitag, 13. März, den Krisenmodus offiziell bestätigt haben. Ein engagiertes Team um Feuerwehrmann Sebastian Mathuschik hat von diesem Augenblick an dafür gesorgt, dass sich der eher spärlich ausgestattete Schulungsraum in ein Großraumbüro mit allen erforderlichen Arbeitsmaterialien und Rahmenbedingungen entwickelt. Angefangen von Steckdosen in ausreichender Menge für die Vielzahl der Laptops über Flipcharts und Pinnwände bis hin zur Papiertonne für sensible Dokumente reichte das Spektrum der zu organisierenden Infrastruktur. Ein LCD-Fernseher, um die aktuellen Pressekonferenzen von Bund und Land zu verfolgen, oder ausreichend Tische, um den notwendigen Mindestabstand zwischen allen Mitgliedern einhalten zu können, oder auch die notwendige Ausstattung für Telefon- und Videokonferenzen folgten in den Tagen danach. Am Tag 11 hat sich aus dem schnell verfügbaren Provisorium ein professionelles Arbeitsumfeld entwickelt.

Für den gesamten "Stab", aber vor allem für das Kommunikations-Team um Magistratspressesprecherin Güzin Langner und Daniel Freimuth, der für die Operative Steuerung verantwortlich ist, sowie für Martina Kischel, persönliche Referentin des OB, gelten im Krisenmodus keine üblichen Bürozeiten mehr. Das Tempo der verschiedenen Kommunikationskanäle, die heute weit mehr als die klassische Pressearbeit umfassen, erfordert hohe Präsenz und Schnelligkeit. Mit der Unterstützung von vielen Kolleginnen und Kollegen sowie externen Kommunikationsagenturen und Social Media-Profis gelingt es, immer "vor der Lage" zu sein, wie die Feuerwehr eine vorausschauende Krisen-Planung bezeichnet. Inzwischen haben sich aber auch im Ausnahmezustand Routinen entwickelt, die von außen betrachtet immer dieselben sind. Dabei gleicht bei genauerer Betrachtung kein Tag dem anderen. Wochentags beginnt um 9 Uhr die morgendliche Lagebesprechung, die einen Überblick gibt über das, was in der Nacht passiert ist und was für den neuen Tag geplant ist. Reihum geben alle einen Bericht zu den aktuellen Planungen. Claus Kaminsky ist immer dabei. Er hat vorläufig alle Termine abgesagt, die er nicht telefonisch aus dem Stab heraus erledigen kann, oder die vor Ort stattfinden können wie die Interviewanfragen von verschiedenen TV-Stationen, nachdem der OB mit seiner Verfügung gegen Hamsterkäufe bundesweit Schlagzeilen gemacht hat.

Um 15 Uhr folgt die zweite große Runde, in der vorläufige Bilanz gezogen wird, was im Laufe des Tages an Anfragen oder Problemen an die einzelnen Stabsmitglieder herangetragen wurde. Außerdem gibt es immer einen Sachstand für alle, wie weit die angestoßenen Projekte gediehen sind. Diese sind in den ersten Tagen von den Schulschließungen mit allen Konsequenzen und von der Organisation der Not-Kinderbetreuung durch den Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung unter der Leitung von Astrid Weiermann geprägt. Der Aufbau eines funktionierenden und gutbesetzten Bürgertelefons liegt in den Händen von Ordnungsamtsleiter Thorsten Wünschmann und nach kleineren Anlaufschwierigkeiten können sich Hanauerinnen und Hanauer täglich von 7 bis 20 Uhr mit ihren kleinen und größeren Nöten an kompetente Ansprechpartner wenden. Aus den Anregungen, Unsicherheiten und Fragen, die hier an die Stadt herangetragen werden, entwickeln sich die nächsten Projekte: eine neue Internetseite, die von Thomas Bott quasi über Nacht erstellt werden muss, eine Hotline für Unternehmen und Selbständige, ein Angebot zur Lebensmittel-Versorgung von hilfebedürftigen Menschen, die selbst nicht mehr einkaufen gehen können, oder auch eine Beratungsstelle für Arbeitnehmer, die in der Krise Angst um ihren Arbeitsplatz haben müssen oder diesen bereits verloren haben.

Denn bei allen Aktivitäten und Überlegungen gibt es eine klare Marschrichtung, die der OB gleich zu Beginn ausgegeben hat. "Grundsätzlich gilt aktuell und auch sicherlich für die nächsten Wochen, dass all unser Tun unter dem Motto zu stehen hat ‚Wie können wir helfen?‘" Dabei soll die Unterstützung, so der OB weiter, "unbürokratisch, schnell und konsequent" bei den Menschen ankommen. Mit viel Engagement und Ideenreichtum setzen die Mitglieder des Krisenstabs, aber auch die städtischen Kolleginnen und Kollegen im Rathaus alles daran, diese Parole mit Leben zu erfüllen. Aber auch wenig erfreuliche Entscheidungen sind zu treffen: Die Absage für alle Veranstaltungen in naher Zukunft ist nur der Vorbote für eine, die dem OB ein paar Tage später nach eigenen Worten "das Herz bluten lässt". Angesichts der Restriktionen, die es bereits gibt, und derer, die noch zu erwarten sind, ist eine professionelle Vorbereitung der Brüder Grimm Festspiele nicht vorstellbar. Die beliebte und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Open-Air-Theaterserie wird zum ersten Mal in ihrer 36-jährigen Geschichte abgesagt.

Der OB, selbst rund um die Uhr erreichbar, ist nach eigenen Worten beeindruckt und dankbar für den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Stab. Ihm ist nach eigenen Worten sehr wohl bewusst, dass diese ein überdurchschnittliches Engagement zum Wohle der Stadt zeigen. Das könnte auch noch auf eine ganz besondere Probe gestellt werden, wenn es tatsächlich eine Corona-Infektion innerhalb des Krisenstabs gäbe. "Jedem von uns hier war von Anfang an klar, dass es zu einer Quarantäne-Situation in der Feuerwache kommen kann", so Martin Bieberle als Leiter des Verwaltungsstabs. Das erklärt sich aus der Arbeitsweise des Stabs, für die sich alle Beteiligten auch in räumlicher Nähe zueinander befinden müssen, um die notwendigen kurzen Kommunikationswege zu erhalten. Bis auf ganz wenige Ausnahmen, die für den Fall einer Infektion innerhalb des Stabs in die häusliche Quarantäne entlassen würden, haben deshalb die übrigen Mitglieder bereits in der Hauptfeuerwache einen zugeteilten Spind für die persönlichen Habseligkeiten und zum Teil auch schon einen fertig gepackten Koffer, um für die ersten Tage unter Ausschluss der Öffentlichkeit gewappnet zu sein. "Dies gilt ausdrücklich auch für mich", stellt Oberbürgermeister Kaminsky klar, dass es für ihn in diesem Fall keine Sonderregelung gibt. Dem Krisenstab unter der Leitung von Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Peter Hack und Martin Bieberle gehören an (in alphabetischer Reihenfolge): Frank Bornmann, Thomas Bott, Daniel Freimuth, Lutz Hanus, Boris Henn, Jörg Herchenröder, Silke Hoffmann-Bär, Britta Hoffmann-Mumme, Andreas Jäger, Martina Kischel, Laurine Köhler, Dominik Kuhn, Güzin Langner, Petra Lückhardt, Sebastian Mathuschik, Thomas Morlock, Uwe Niemeyer, Karl-Georg Wolff, Astrid Weiermann, Michael Wojak, Thorsten Wünschmann.

Foto-Copyright: Stadt Hanau /Kai Pfaffenbach

Termine der Kolpinger gestrichen

am 23 März 2020 21:57

Der Vorstand der Kolpingsfamilie Aufenau teilt mit, daß das gemeinsame Färben der Ostereier wie der Verkauf der bunten Eier und der Palmsträuße an Palmsonntag nicht stattfinden. Abgesagt sind auch die Altkleidersammlung wie auch die Jahreshauptversammlung im April 2020.

Telefonischer Beistand für pflegebedürftige Menschen

am 23 März 2020 21:57

Das Besuchsverbot in Pflegeeinrichtungen, die Absage von Veranstaltungen wie von Gruppenangeboten, hinterlassen eine Lücke bei den sozialen Kontakten von pflegebedürftigen Menschen – so auch bei den Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises. Gerade in diesen Tagen ist es wichtig, sich zu seinen Sorgen und Gedanken austauschen zu können. „Die aktuelle Entwicklung um den Corona-Virus zwingt uns alle zu einschränkenden Maßnahmen, die erforderlich und richtig sind – jedoch nicht spurlos an den Bewohnern unserer Einrichtungen vorbei gehen,“ erklärte der Geschäftsführer der Alten- und Pflegezentren, Dieter Bien und fügte hinzu: „Wir alle wissen, wie wichtig soziale Kontakte sind. Wir haben uns daher ein Angebot einfallen lassen, das unseren Bewohnern einen sozialen Austausch trotz des aktuellen Besuchsverbots ermöglicht.“

Getreu dem Motto des ehrenamtlichen Engagements bei dem Alten- und Pflegezentren „Mit Menschen für Menschen“ möchten das kreiseigenen Unternehmen den Bewohnern auch in Zeiten der Isolation einen Kontakt über die Einrichtungen hinaus ermöglichen und eine ortsunabhängigen „Telefonbetreuung“ anbieten. „Wir hoffen, dass wir auf diesem Weg Telefonpaten finden und damit zumindest ein wenig der Gefahr der Vereinsamung entgegenwirken können,“ so Bien weiter. Und so einfach funktioniert es: Für den Erstkontakt senden Interessierte bitte ihren vollständigen Namen, eine Telefonnummer, unter der Sie angerufen werden möchten sowie die Wunschzeiten Ihrer telefonischen Erreichbarkeit an die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder melden diese Bereitschaft bei der CORONA-Hotline des Unternehmens unter der Telefonnummer 06184.2052 100. Das Unternehmen stellt den Kontakt zu den Bewohnern her, die einen Beistand wünschen und meldet sich zu den angegebenen Wunschzeiten. Wer darüber hinaus miteinander im Austausch bleiben möchte, kann dies gerne angeben.

Wichtig ist der Geschäftsführung auch, dass durch die zentralen Ansprechpartner und die Unterstützung in den Einrichtungen durch die Fach- und Leitungskräfte der sozialen Betreuung sowie die Betreuungskräfte, die Mitarbeiter in der Pflege nicht zusätzlich belastet werden. Das Angebot soll in dieser Zeit eine schöne Ergänzung in der Alltagsgestaltung für die Bewohner sein und dennoch nicht die ohnehin schon schwierige Arbeitssituation der Pflegekräfte zusätzlich belasten. „Dank der bestehenden Strukturen und der guten Arbeit in der sozialen Betreuung dürfte dies auch gelingen,“ so der Geschäftsführer abschließend.



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