Erlensee: Hallenbad und Bücherei ab sofort geschlossen

am 13 März 2020 21:38

Im Zuge der Verbreitung von Covid-19 und dessen Auswirkungen hat die Stadt Erlensee nach Beratungen in den zuständigen Fachbereichen am heutigen Freitag entschieden, das Hallenbad und die Stadtbücherei ab Samstag, 14. März für zwei Wochen zu schließen. Ab Montag werden auch die städtischen und kirchlichen Kindertagesstätten bis 19. April geschlossen bleiben. Ein aktueller Notfallplan für besondere und klar definierte Berufsgruppen, die auf die Kinderbetreuung angewiesen sind, wird erstellt und über den Gesamtelternbeirat weitergeleitet. Dazu wird es am Samstag aktuelle Informationen geben.  Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis aller Betroffenen und der Bürgerinnen und Bürger für diesen besonderen Ausnahmefall. Solche Vorsichtsmaßnahmen werden zum Schutz der Gesundheit aller getroffen.

Schulen und Kitas: Notbetreuung für diese Berufsgruppen

am 13 März 2020 21:15

Grundsätzlich sind ab Montag bis zum Ende der Osterferien alle Schulen und Kindertagesstätten in Hessen geschlossen. An Schulen ist allerdings für Schülerinnen und Schüler der Schuljahrgänge 1 bis 6 eine Notbetreuung in kleinen Gruppen zu gewährleisten. Die Notbetreuung dient dazu, insbesondere Kinder aufzunehmen, deren Eltern in sogenannten kritischen Infrastrukturen tätig sind. Gleiches gilt für die Kindertagesstätten.

Folgende Berufsgruppen haben Anspruch auf eine Notbetreuung in Kitas und Schulen:

- Angehörige des Polizeivollzugsdienstes und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Landes, die bei den Polizeipräsidien tätig sind und Vollzugsaufgaben wahrnehmen,

- Angehörige von Berufsfeuerwehren

- Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte der Justiz

- Bedienstete des Justiz- und Maßregelvollzuges

- Bedienstete von Rettungsdiensten

- Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerkes

- Helferinnen und Helfer des Katastrophenschutzes

- Altenpflegerinnen und Altenpfleger

- Altenpflegehelferinnen und Altenpflegehelfer

- Anästhesietechnische Assistentinnen und Anästhesietechnische Assistenten

- Ärztinnen und Ärzte

- Apothekerinnen und Apotheker

- Desinfektorinnen und Desinfektoren

- Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger

- Hebammen

- Krankenpflegehelferinnen und Krankenpflegehelfer

- Medizinische Fachangestellte

- Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentinnen und Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten

 Medizinisch-technische Radiologieassistentinnen und Medizinisch-technische Radiologieassistenten

- Medizinisch-technische Assistentinnen für Funktionsdiagnostik oder Medizinisch-technischer Assistenten für Funktionsdiagnostik

- Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter

- Operationstechnische Assistentinnen und Operationstechnische Assistenten

- Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner

- Pharmazeutisch-technische Assistentinnen oder pharmazeutisch-technische Assistenten

- Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten

- Zahnärztinnen und Zahnärzte

- Zahnmedizinische Fachangestellte

Sportlerehrung des Main-Kinzig-Kreises fällt aus

am 13 März 2020 20:33

Die für die kommende Woche angekündigte Sportlerehrung des Main-Kinzig-Kreises fällt aus.

Aufgrund des Coronavirus gab es zahlreiche Absage, so dass die Veranstaltung nicht mehr sinnvoll erscheint.

 

TC Linsengericht: Mitgliederversammlung wird verschoben

am 13 März 2020 20:25

Die für Sonntag, 15. März, vorgesehene Mitgliederversammlung beim TC Linsengericht wird nach Beratung des Vorstandes verschoben. "Wir folgen damit der Empfehlung der Kanzlerin, "wo immer es möglich ist, auf Sozialkontakte zu verzichten", sagt TCL-Präsident Michael Bollmann. Dennoch soll es mit Aussicht auf Wetterbesserung möglich sein, rund um die Tennisanlage wichtige Vorbereitungsarbeiten für die Saison zu beginnen. Die Arbeitseinsätze starten ab sofort und sollen mit dem Vorsitzenden telefonisch abgesprochen werden. Bollmann: "Unsere Anlage mit knapp 10.000 m2 ist so groß, dass man sich weit genug aus dem Wege gehen und dennoch miteinander kommunizieren kann. Die frische Luft, wärmere Temperaturen und Bewegung wird jedem gut tun und das Immunsystem stärken. Die Tennissaison soll am letzten Aprilwochenende eröffnet werden soll. Der Vorstand bittet um Verständnis, dass es derzeit nicht möglich ist, einen Ersatztermin für die Mitgliederversammlung festzulegen. Dies hängt einzig und alleine von der weiteren Entwicklung der Pandemie ab."

Kein Hausarztbesuch ohne vorherigen Telefonkontakt

am 13 März 2020 20:23

Wolfgang Pilz und Dr. Marc de Groote sind die Vertreter der Wetterauer Hausärzte. Heute haben sie mit Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs über gemeinsame Empfehlungen zur Optimierung der Patientensteuerung in die ambulante hausärztliche Versorgung gesprochen. „Akut erleben wir, dass Patienten mit Symptomen eines grippalen Infektes ohne jede Vorabsprache zu ihrem Hausarzt gehen“, berichtet Dr. Marc de Groote. „Aufgrund der infektiologischen Lage müssten solche unangemeldeten Arztbesuche unbedingt unterbleiben. Vor einem Arztbesuch sollte per Telefon oder Email eine erste Kontaktaufnahme stattfinden“, appelliert Wolfgang Pilz. Patientinnen und Patienten mit einer Infektionsproblematik sollen bis auf weiteres zunächst telefonischen Kontakt mit dem Hausarzt aufnehmen. Dann kann der Hausarzt entweder telefonisch beraten, unter vorbereiteten Bedingungen einen Praxisbesuch ermöglichen oder einen Hausbesuch durchführen. Auch hier gilt, wie bei den Einschränkungen zu Versammlungen, die Begegnungskontakte (=Infektionsmöglichkeiten) zu minimieren.

„Damit Wartezonen nicht zu infektiologischen Schwerpunkten werden“

„Das Wartezimmer einer Arztpraxis ist kein Aufenthaltsraum für Menschen mit ansteckungsfähigen Krankheiten. Daher unser dringender Appell: Bitte vor dem Besuch anrufen und einen Termin vereinbaren. Damit geben Sie uns die Gelegenheit vorbereitet zu sein!“, so die Hausärztevertreter. Gleiches gilt auch für das Aufsuchen von Ambulanzen der Kliniken oder des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes ÄBD. Über die Rufnummer 116 117 sind Termine bitte vorher zu vereinbaren, damit die Wartezonen nicht zu infektiologischen Schwerpunkten werden.

„Corona bringt uns alle an Kapazitätsgrenzen!“

Für Unmut sorgen mitunter Wartezeiten in den Telefonleitungen. Hier versuchen alle Praxen durch eine Verbesserung der Erreichbarkeiten zu reagieren. Das kann auch bedeuten, dass man sein Anliegen zunächst auf Band sprechen muss, und dann zu einem späteren Zeitpunkt zurückgerufen wird. Auch hier kann es zu Wartezeiten kommen. „In Zeiten hoher Krankenstände zusätzlich die Coronaproblematik mit zu versorgen, bringt uns alle an Kapazitätsgrenzen“, bittet Wolfgang Pilz um Verständnis. Auch im Gesundheitsamt dreht sich fast alles um das neuartige Virus. „Aktuell sind bis zu zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Abarbeitung von Anfragen und der Steuerung von Bedarfen beschäftigt. Die Telefone sind überlastet. Wir fangen die Anfragen über eine erste Annahme auf und leiten die erfassten Fragestellungen zu einem späteren Rückruf weiter. Das alles braucht seine Zeit, denn jeder Anrufer möchte gerne alle seine Fragen beantwortet wissen und das wollen wir auch in aller Gründlichkeit tun“, so abschließend Amtsarzt Dr. Merbs.

Videogottesdienst von Bischöfin Dr. Hofmann

am 13 März 2020 20:09

Die Maßnahmen der Evangelischen Landeskirche bezüglich des Coronavirus führen dazu, dass vielerorts die Gottesdienste am kommenden Sonntag ausfallen werden. Bischöfin Dr. Hofmann wird sich daher in einem Videogottesdienst an die Gläubigen wenden. Dieser ist ab Sonntag, 15. März 2020, 9:00 Uhr auf der landeskirchlichen Homepage www.ekkw.de zu finden.

Main-Kinzig-Kliniken: 30 Mitarbeiter in Quarantäne

am 13 März 2020 20:00
Main-Kinzig-Kliniken: 30 Mitarbeiter in Quarantäne

Zirka 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Main-Kinzig-Kliniken befinden sich derzeit in häuslicher Isolierung. Bei drei Mitarbeitern war eine Infektion nachgewiesen worden, deshalb wurden auch alle Kontaktpersonen aus dem Klinikbetrieb genommen. Noch liegen keine Testergebnisse vor, ob sich auch unter ihnen Corona-Patienten befinden. Gemäß eines aktuellen Beschlusses der Bundeskanzlerin und des Bundesgesundheitsministers werden ab kommenden Montag bundesweit alle planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe auf unbestimmte Zeit verschoben und ausgesetzt. Dies gilt in den Main-Kinzig-Kliniken bereits ab sofort. Die betroffenen Patienten werden von Seiten der Klinik hierüber informiert. Patienten, die hierzu Fragen haben, können sich an ihren bisherigen Ansprechpartner wenden.

Landessportbund: Keine Veranstaltungen bis 19. April

am 13 März 2020 19:52

Als Reaktion auf die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus‘ hat der Landessportbund Hessen e.V. (lsb h) seine Veranstaltungen zunächst bis zum Ende der Osterferien, 19. April, abgesagt. Dies gilt sowohl für größere Veranstaltungen wie den Jugendhauptausschuss als auch für Lizenzausbildungen oder Seminare. Zudem hat sich der Landessportbund am Freitag mit einer Empfehlung an alle hessischen Sportorganisationen gewandt. Darin rät er Vereinen, Verbänden und Sportkreisen, seinem Vorgehen zu folgen und alle Veranstaltungen bis zunächst 19. April abzusagen.

„Der hessische Sport stellt sich damit seiner gesellschaftlichen Verantwortung: Auch wir wollen dazu beitragen, den Verlauf der Epidemie zu verlangsamen und Risiken zu minimieren“, sagt Landessportbund-Präsident Dr. Rolf Müller. Die am Freitag verkündete Entscheidung sei auf Grundlage der aktuellen Entwicklungen und der Überzeugung gefallen, dass Gesundheit oberste Priorität genieße. „Wir werden die Lage fortlaufend prüfen und gegebenenfalls neu bewerten“, verspicht der Präsident.

Gleiches rät der Dachverband seinen Mitgliedsorganisationen. Zentraler Ansprechpartner für Fragen zum Umgang mit dem Coronavirus seien dabei die örtlichen Gesundheitsämter.  Die Geschäftsstellen des Landessportbundes Hessen sind bis auf Weiteres zu den gewohnten Öffnungszeiten zu erreichen. Über aktuelle Entwicklungen informiert der lsb h auf seiner Internetseite www.landessportbund-hessen.de.

Pressekonferenz im Live-Stream

am 13 März 2020 19:39

Am heutigen Freitag, 13. März 2020, informierten die Kreisspitze und die Stadt Hanau über die aktuelle Entwicklung im Main-Kinzig-Kreis.

Vermeidung von Lieferengpässen bei Medikamenten

am 13 März 2020 19:38

Der Bundesrat hat heute dem hessischen Änderungsvorschlag zum von Hessen initiierten Entschließungsantrag zur Vermeidung von Lieferengpässen bei Medikamenten zugestimmt und den Antrag erweitert. „Künftig soll auch geprüft werden, ob Maßnahmen gegen Lieferengpässe im Bereich der Medizinprodukte und persönlicher Schutzausrüstung getroffen werden müssen.  Ähnliche Szenarien wie zurzeit bei der Bekämpfung der Corona-Epidemie sollen künftig ausbleiben“, betont Sozial- und Integrationsminister Kai Klose. „Anhaltende Engpässe bei essenziellen Arzneimitteln und anderen Produkten des täglichen Bedarfs sind in einem Land mit einem hoch entwickelten Gesundheitssystem nicht akzeptabel.“

Im Arzneimittelbereich spielt Hessen bundesweit eine aktive Rolle bei der Problemlösung. Es hat aktuell für zwei Jahre den Vorsitz der AG Arzneimittel und nimmt als Ländervertreter an den am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte etablierten Jour Fixes der Bundesbehörden teil. Es kann daher die geplante Weiterentwicklung dieses Gremiums zu einem Beirat unterstützen und eine führende Rolle bei Problembewertung und Lösungsschritten übernehmen. Klose: „Letztendlich ist nur eine europäische Lösung zielführend. Ziel müsste eine Rückverlagerung der Arzneimittelproduktion in die EU sein.“

Gründau: Information von Bürgermeister Helfrich

am 13 März 2020 19:31
Gründau: Information von Bürgermeister Helfrich

Wegen des Coronavirus bleiben die Gründauer Kindertagesstätten ab kommenden Montag geschlossen. Dies teilte Bürgermeister Gerald Helfrich im Anschluss an die Pressekonferenz der hessischen Landesregierung am Freitag mit. Betroffen sind alle acht gemeindlichen Einrichtungen. Eine Notfallbetreuung entsprechend den Vorgaben des Landes wird aber eingerichtet werden.

Benefizkonzert in Biebergemünd abgesagt

am 13 März 2020 19:19

Das für Samstag, 28. März geplante Benefizkonzert im Bürgerhaus Biebergemünd vom Orchester "Auftakt `07" der Original Kasseler Musikanten sowie der Chorformation "Sound of Wäddem" vom Gesangverein Einigkeit Wirtheim muss aufgrund der unerfreulichen Entwicklung des Coronavirus und behördlicher Vorgaben des Main-Kinzig-Kreises zum Schutz der Bevölkerung abgesagt werden. Das Konzert wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Ball-Sport-Verein Langenselbold stellt Trainigsbetrieb ein

am 13 März 2020 19:18

Auf Empfehlung des Dachverbandes Deutscher Turnerbund stellt der Ball-Sport-Verein Langenselbold ab sofort seinen Trainings- und Spielbetrieb ein. Um die Verbreitung des Corona-Virus zu entschleunigen, hat der Vorstand beschlossen, der Empfehlung des DTB nachzukommen. Der Vorstand des BSV bittet um Verständnis und hofft, dass alle Mitglieder, Eltern von Mitgliedern und alle Freunde des BSV die schwierige Zeit unbeschadet überstehen. Über die Dauer der Trainingsausfälle kann aktuell noch keine Angabe gemacht werden. Es werden alle Betroffenen informiert, sobald sich die Lage entspannt hat.

SKG Mittel-Gründau stellt Vereinsbetrieb ein

am 13 März 2020 19:05

Auf Grund der aktuellen dynamischen Situation rund um das Corona-Virus hat sich der Vorstand der SKG Mittelgründau zusammen mit den Trainern und Übungsleiterinnen dazu entschieden, alle Veranstaltungen und jeglichen Spiel- und Trainingsbetrieb bis zum 10.04.2020 einzustellen. Dies betrifft neben der Fußball- und der Jugendabteilung auch alle Gymnastikgruppen, Gardetanz, Showtanz und das Eltern-Kind-Turnen. Die Theateraufführungen der Theatergruppe N8Schicht werden ebenfalls auf einem späteren Termin verschoben.

Absage des Vulkanfests auf dem Hoherodskopf

am 13 März 2020 19:00

Mit großem Bedauern müssen Armin Klein, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Oberhessen als Veranstalter, und Susanne Schaab, Bürgermeisterin der Stadt Schotten als Hausherrin des Hoherodskopfs, die Absage des diesjährigen Vulkanfests am 1. Mai auf dem Hoherodskopf verkünden. Aufgrund der aktuellen Lage stehen für die VGO und die Stadt Schotten das gesundheitliche Wohlergehen der Besucher und Aussteller an erster Stelle, so dass die Absage unausweichlich ist.

Damit tragen die VGO und die Stadt Schotten der Entscheidung des Vogelsbergkreises, Großveranstaltungen über 1000 Personen zu untersagen, Rechnung. Dies betrifft somit auch das Vulkanfest, das traditionell zum Saisonstart des Vogelsberger Vulkan-Expresses gefeiert wird. „Die Vulkan-Express-Busse starten aber planmäßig auch ohne das Vulkanfest am 1. Mai in ihre Jubiläumssaison“, bestätigt VGO-Geschäftsführer Klein. Der bekannte Busverkehr mit Radtransport besteht bereits seit dem Jahr 2000 und bedient die beliebtesten Freizeitziele der Region Vogelsberg, insbesondere den Hoherodskopf und den Vulkanradweg. Die Fahrpläne stehen bereits auf www.vgo.de/vulkan-express zum Download zur Verfügung. Die bekannte kostenlose Broschüre wird derzeit ebenfalls wie gewohnt erstellt und ist ab Mitte/Ende April an den bekannten Stellen sowie als PDF-Download erhältlich.

Ob das Vulkanfest auf einen späteren Zeitpunkt in diesem Jahr verschoben wird oder erst im nächsten Jahr wieder am 1. Mai gefeiert wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.

Auch in Offenbach viele Einschränkungen

am 13 März 2020 18:58

Der Verwaltungsstab unter der Leitung von Offenbachs Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke hat am Freitagnachmittag, 13. März, weitreichende Maßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus beschlossen. OB Schwenke hatte gestern schon angekündigt, zukünftig alle Entscheidungen entlang der Linie „auf alle nicht notwendigen sozialen Kontakte bis auf weiteres verzichten“ zu treffen. Mit eindringlichen Worten hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel am späten Donnerstagabend dann die derzeitige Lage beschrieben: Die Welt habe es mit einer gesundheitlichen Herausforderung zu tun, auf die Wissenschaft und Medizin noch keine Antwort hätten. Sie rief ebenfalls zu einem Verzicht aller nicht notwendigen sozialen Kontakte auf. „Angela Merkel hat wörtlich gesagt: Das ist ein Aufruf an alle. Dieser Aufruf ist richtig. Als Oberbürgermeister, der für die Gesundheit der Offenbacher Bürgerinnen und Bürger verantwortlich ist, ergreife ich die jetzt notwendigen Maßnahmen, die geeignet sind, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen“, so Schwenke. „Dann können unsere Gesundheitsbehörden, die Ärzte und Kliniken und das Pflegepersonal in den Krankenhäusern diese Herausforderung auch meistern.“

Ab dem kommenden Montag, 16. März, bleiben die Schulen und Kitas in Offenbach geschlossen. Zur Vermeidung chaotischer unterschiedlicher Regelungen übernimmt die Stadt hierzu die Landesregelungen. So gibt es an allen Schulen und Kitas ab Montag nur noch eine Notbetreuung für Kinder von Eltern, die in Einrichtungen der kritischen Infrastruktur arbeiten.

Weiterhin werden bis einschließlich 20. April alle Veranstaltungen im Stadtgebiet unabhängig von ihrer Art und dem Veranstaltungsort ab einer Besucher- bzw. Teilnehmerzahl von 100 Personen untersagt. Verwaltungstechnisch geregelt wird dies wie folgt: Mittels einer Allgemeinverfügung werden alle Veranstaltungen pauschal ab 200 Personen untersagt: „Das gilt für alle Veranstaltungen, egal ob drinnen oder draußen und egal ob öffentlich oder privat“, teile Oberbürgermeister Schwenke mit. Per Einzelverfügung werden zudem alle Veranstaltungen zwischen 100 und 200 Personen durch das Ordnungsamt und das Gesundheitsamt untersagt.

In beide Regelungen (Allgemeinverfügung und Einzelverfügungen) fallen unter anderem auch die städtischen Friedhöfe (z. B. Trauerfeiern und Beisetzungen) sowie gewerbliche und private Freizeit- und Veranstaltungsstätten wie Diskotheken, Konzertsäle und Kinos, so zum Beispiel Tanzveranstaltungen oder Kinoaufführungen mit jeweils mehr als 100 Personen. „Wir rufen ferner alle Organisatoren kleinerer Veranstaltungen auf, sich diesem Schritt ebenfalls anzuschließen. Auch im privaten oder familiären Bereich.“

Weiterhin werden seitens der Stadt folgende Einrichtungen bis 20. April geschlossen: Klingspor Museum, Haus der Stadtgeschichte, alle städtischen Jugendtreffs, alle Seniorentreffs, die Stadtbibliothek und die Volkshochschule. Lediglich Integrationskurse an der Vhs sowie Kurse für Prüfungsvorbereitungen und Prüfungen selbst werden fortgeführt, alle anderen Vhs-Seminare werden ausgesetzt. Auch die Stadtbibliothek wird für den öffentlichen Verkehr geschlossen. Nur Abiturienten erhalten noch Zutritt zur Vorbereitung ihrer Prüfungen. Weiterhin geschlossen werden das Waldschwimmbad und die städtischen Sportanlagen, einschließlich der Schulhallen, die von Sportvereinen genutzt werden.

Oberbürgermeister Schwenke bat alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für diese Maßnahmen: „Ja, die Maßnahmen sind ungewöhnlich. Und ja, unser Leben kann in der nächsten Zeit nicht mehr so weiterlaufen wie sonst. Aber diese Maßnahmen sind notwendig, damit wir Menschenleben retten.“ Schwenke betonte weiterhin: „Wir befinden uns in einer Lage, die paradox erscheinen mag. Aber sie ist im Prinzip ganz einfach: Je drastischer unsere Entscheidungen heute ausfallen, desto geringer werden die Auswirkungen auf Dauer sein. Denn genau dann kann die Ausbreitung des Virus eingedämmt werden. Und darum geht es. Wir nutzen jetzt die Chance, diese wichtigen Entscheidungen zu treffen.“

Schlösserverwaltung sagt Führungen und Veranstaltungen ab

am 13 März 2020 18:54

Um das Publikum zu schützen und der weiteren Ausbreitung des Coronavirus‘ vorzubeugen, hat die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen (VSG) sämtliche in eigener Regie abgehaltenen Führungen und Veranstaltungen abgesagt. Die meisten Museumseinrichtungen sind somit stark eingeschränkt, Cafés und Shops bleiben aber geöffnet. Außerdem sind die Schlossparks und historischen Gärten weiterhin zugänglich. Dies ordnete die Verwaltung am Freitagabend, den 13. März, an und handelt in Abstimmung mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst beim Eindämmen der Gefahren durch das neuartige Coronavirus / Sars-CoV-2.

Aus diesem Grund sind ab sofort die Schlösser in Bad Homburg, in Weilburg und Steinau sowie die Ehemalige Benediktinerabtei Seligenstadt, die Gebäude des UNESCO Welterbes Kloster Lorsch inklusive des Freilichtlabors Lauresham und das Brentano-Haus in Oestrich-Winkel geschlossen. Die Schauräume dieser Einrichtungen wären in der Regel nur mit Führungen und Veranstaltungen zu betreten. Das von einer Betriebsgesellschaft geführte Schloss Erbach schließt sich der Vorsichtsmaßnahme an. Dagegen können weitere Liegenschaften der VSG unter freiem Himmel auf eigenes Risiko weiterhin besucht werden.

Die VSG behält sich eine Verlängerung der Schließungen und ergänzende Regelungen vor. Das weitere Vorgehen werde sich nach den Empfehlungen der Gesundheitsämter und des Robert Koch-Instituts in Berlin sowie anderer zuständiger Behörden richten, so Kirsten Worms, die Direktorin der Schlösserverwaltung. Bei allen Sicherheitsvorkehrungen wird gegenwärtig ausdrücklich empfohlen, sich an der frischen Luft aufzuhalten, beispielsweise in den Schlossparks und historischen Parklandschaften.

Ausgenommen von der Verantwortung der VSG bleiben bis auf Weiteres private und öffentliche Publikumsveranstaltungen aller Art in angemieteten Räumen der Liegenschaften der Schlösserverwaltung. Die Veranstalter müssen dazu selbständig mit den jeweiligen Gesundheitsämtern in Kontakt treten. Die VSG rät dringend, dass sie und ihre Gäste sich namentlich und mit Adresse registrieren lassen, Hygienevorschriften beachten und Teilnehmende zueinander einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Zudem sollten alle schriftlich bestätigen, dass sie ohne Anzeichen einer Erkrankung sind und sich vorlaufend nicht in der Nähe von Infizierten mit der Lungenkrankheit (Covid-19) oder in Risikogebieten aufgehalten haben.

Von der momentanen Schließung betroffen ist Lauresham in Lorsch, das am Sonntag, den 15. März, die Saison starten wollte. Ebenfalls abgesagt wurde die Eröffnung des Hölderlinjahres am Samstag, den 28. März, in der Bad Homburger Schlosskirche. Der Veranstaltungsreigen zum 250. Geburtstag des Dichters sollte mit Festakt und Kunstinstallation eingeläutet werden. Dies teilten die Stadt Bad Homburg und der Kulturfonds Frankfurt RheinMain als Organisatoren mit.

Besucher und Besucherinnen werden gebeten, sich über die weiteren Entwicklungen über die Homepage der Schlösserverwaltung auf dem Laufenden zu halten.

Gelnhausen: Magistrat sagt Veranstaltungen ab

am 13 März 2020 18:50
Gelnhausen: Magistrat sagt Veranstaltungen ab

Die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus haben auch auf kommunaler Ebene in Gelnhausen Konsequenzen: Der Magistrat hat heute Nachmittag in einer Sondersitzung beschlossen, mehrere Veranstaltungen zu streichen. Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (FDP) und die Mandatsträger folgten damit dem Erlass des Landes Hessen und des Main-Kinzig-Kreises sowie den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

Landrat Thorsten Stolz (SPD) setzte am Freitag, 13. März 2020, eine Verfügung in Kraft, die auf der aktuellen Anordnung des Hessischen Sozialministeriums fußt. Demnach sind alle Veranstaltungen ab 300 Personen in geschlossenen Räumen und Freiluftveranstaltungen ab 1000 Personen abzusagen. Diese Verfügung gilt vorerst bis zum 10. April 2020. Für Veranstaltungen unter 300 Personen gilt die Einzelfallprüfung unter Abwägung verschiedener Kriterien wie beispielsweise die Zusammensetzung des Publikums. „Ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen sind besonders gefährdet. Es gilt, diese zu schützen und gleichzeitig für einen flacheren Verlauf der Infektionskurve zu sorgen, um die medizinische und wirtschaftliche Versorgung unserer Bevölkerung aufrecht erhalten zu können“, so Bürgermeister Daniel Christian Glöckner, der in ständigem Austausch mit anderen Bürgermeistern im Kreis, seinen Abteilungs- und Fachbereichsleitern in der Stadtverwaltung und den politischen Gremien steht. „Ich empfehle darüber hinaus allen Vereinen, ihre anstehenden Veranstaltungen – sofern sie in Bezug auf ihre Größe nicht ohnehin unter den Erlass des Landrates fallen – kritisch zu prüfen und gegebenenfalls abzusagen oder zu verschieben.“

Der Gelnhäuser Magistrat hat zunächst beschlossen, die Veranstaltungen, die ohnehin unter den Erlass des Landrates fallen, abzusagen: Die Sportlerehrung am 22. März 2020, die Gartenmesse Frühlingserwachen am 28. und 29. März 2020, der Festakt in der Marienkirche zum 850-jährigen Stadtjubiläum am 3. April 2020. Weil sich der Gelnhäuser Nachmittag am 26. April 2020 vor allem an ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger richtet, wird auch dieser vorsorglich abgesagt. Darüber hinaus sagt die Stadt auch Veranstaltungen privater Anbieter in der Ehemaligen Synagoge ab: Die Ausstellung „Ausdrucksformen“ mit Achim Gogler und Jana Baus am 30. März 2020, den Kammermusik-Abend der Musikschule am 20. März 2020 und den Klavier-Abend des Kulturforums am 17. April 2020. Welche Veranstaltungen ersatzlos gestrichen oder zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, sei vor allem von der weiteren Entwicklung der Krise abhängig, so Glöckner. Es sei aber wahrscheinlich, dass zumindest der Festakt zum 850-jährigen Bestehen der Stadt Gelnhausen, der mit über 300 geladenen Gästen in der Marienkirche geplant war, im Jahresverlauf nachgeholt werde. Die zu ehrenden Sportler würden ihre Urkunden und Präsente natürlich auf anderem Wege erhalten, versicherte der Rathauschef.

Steinau: Bürgermeisterkandidat Timo Jacob-da Rosa (SPD) sagt Veranstaltungen ab

am 13 März 2020 18:48
Steinau: Bürgermeisterkandidat Timo Jacob-da Rosa (SPD) sagt Veranstaltungen ab

"Ich stehe im Austausch mit MKK und habe mit meinem Team die Entscheidung getroffen, meine Veranstaltungen bis auf weiteres abzusagen. Das ist auch die Empfehlung der SPD-Hessen", teilt der Steinauer Bürgermeisterkandidat Timo Jacob-da Rosa mit.

Und weiter: "Ich bin dem Gesundheitswesen als Rettungssanitäter nicht fremd, daher ist mir der Ernst der Lage und die möglichen Infektionsketten durchaus bewusst. Jeder trägt eine Mitverantwortung dafür, dass die Ausbreitung des Virus nach Kräften verlangsamt wird. Es ist mir bewusst, dass es für die eigene Wahlentscheidung wichtig ist, den Kandidaten kennenzulernen. Mein Team und ich haben viele Ideen, wie ich mich bis zur Bürgermeisterwahl am 26. April in Steinau bei den Menschen in dieser Situation vorstellen könnte. Aber nichts ersetzt das direkte Gespräch. In den kommenden Tagen werde ich Alternativen vorstellen, wie Ihr mich kennenlernen könnt. Diese finden Sie in den kommenden Tagen auf meiner Internetseite www.jacob-darosa.de. Soviel vorweg: Die Sprechstunden in meinem Bürgerbüro (Mo. und Do., 18 bis 19 Uhr) werden zunächst aufrechterhalten. Ich hoffe auf Ihr Verständnis. Bleiben Sie gesund."

Zudem macht er auf die Möglichkeit der Briefwahl aufmerksam, die sechs Wochen vor der Wahl - also ab kommenden Montag - mit Zusendung der Wahlbenachrichtigung, möglich ist.

Hessen: Alle Schulen und Kitas ab Montag geschlossen

am 13 März 2020 17:49
Hessen: Alle Schulen und Kitas ab Montag geschlossen

Die Hessische Landesregierung hat heute beschlossen, dass ab Montag alle Schulen und Kindertagesstätten in Hessen geschlossen bleiben. Die Anordnung gilt zunächst bis zum Ende der Osterferien. Anschließend soll eine Neubewertung vorgenommen werden.

Ab sofort gilt:

- keine Unterrichtsverpflichtung in den Schulen. Die Schulen bleiben aber offen für Betreuungseinrichtungen. Für die Bediensteten wie Lehrer bleibt die Dienstverpflichtung. Das Abitur soll abgelegt werden können.

- Sonderregelungen für bestimmte Berufsgruppen wie beispielsweise Angestellte in Kliniken und Pflegeheimen

- Auch alle Kitas in Hessen ab Montag geschlossen

- Die Vorlesungen an den Hochschulen in Hessen beginnen frühestens am 20. April. Abschlüsse sollen weiterhin gemacht werden können

Vereinsheim der Schelme bleibt vorerst geschlossen

am 13 März 2020 17:25
Vereinsheim der Schelme bleibt vorerst geschlossen

Aufgrund der derzeitigen gesundheitlichen Situation hat sich der Vorstand des Geselligkeitsvereines 'Die Schelme' e.V. dazu entschlossen, bis auf weiteres das Vereinsheim in der Hailerer Straße für alle Vereinsveranstaltungen geschlossen zu halten. Somit werden die Jahreshauptversammlung (20.03.2020) die beiden Schnitzelessen im März und April sowie den wöchentlichen Stammtisch auf unbestimmte Zeit verschoben. Sobald wieder Entwarnung besteht wird der Vorstand dies bekanntgeben.

Alle städtischen Gebäude und Einrichtungen werden geschlossen

am 13 März 2020 17:22
Alle städtischen Gebäude und Einrichtungen werden geschlossen

"Seit Tagen beschäftigt uns die Frage zum richtigen Umgang mit dem Coronavirus und es gibt bisher noch kein Patenrezept, diese herausfordernde Situation aufzulösen. Mit Blick auf die aktuellen Ereignisse und deren wachsender Dynamik haben wir aus Verantwortungsbewusstsein für unsere Bürgerinnen und Bürger jetzt offiziell den Krisenstab der Stadt Hanau einberufen, wo am Freitag festgelegt wurde, dass wir überall dort, wo wir es selbst in der Hand haben, öffentliche Räume schließen", erklärt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky die weitreichende Entscheidung der Stadt, die auch zu einer Schließung der Schulen sowie aller städtischen Kindertagesstätten von Montag an bis vorläufig 10. April führt.

"Um die Arbeitsfähigkeit für Betriebe der Daseinsvorsorge, für Polizei und Rettungsdienste, aber auch für die Kliniken und die Pflegeheime sicherzustellen, werden wir einen Notdienst einrichten", kündigt Bürgermeister Axel Weiss-Thiel als der zuständige Dezernent an. Dabei handele es sich aber um ein Angebot im Rahmen eines Krisenfalls, das heißt, Beschäftigte der genannten Bereiche, die ohne funktionierende Kinderbetreuung ihren Dienst nicht aufnehmen können, müssen sich über ihre Vorgesetzten mit dem Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung in Verbindung setzen, damit im Einzelfall geklärt werden kann, ob der Anspruch auf einen Notplatz besteht. "Selbstverständlich werden gezahlte Gebühren für die Zeit der Schließung erstattet."

"In enger Abstimmung mit dem Sankt Vinzenz-Krankenhaus bereitet sich auch das Hanauer Klinikum auf die Behandlung von schwerwiegend erkrankten Corona-Patienten vor", erklärt Hanaus OB. So wurde eine Station vorsorglich geräumt, um einen Quarantänebereich vorzuhalten. Geplante und nicht zwingend notwendige Operationen werden verschoben. Ein eigens dort eingerichteter Krisenstab bewertet die Lage regelmäßig neu. "Wichtig für Patienten sowie Besucherinnen und Besucher ist die Verkürzung der Besuchszeiten und die Regelung, dass ab sofort nur noch "ein gesunder Besucher pro Patient und Tag" zugelassen ist.

Betroffen von der weitreichenden Schließung sind bis auf weiteres auch alle Stadtteilläden. Wie Stadtrat Thomas Morlock erklärt, wird es im Stadtladen der Innenstadt montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr einen Notdienst geben. "Ich bitte allerdings dringend darum, vor jedem Besuch im Rathaus eingehend zu prüfen, ob das Anliegen nicht zu einem späteren Zeitpunkt erledigt werden kann", weist Morlock darauf hin, dass es sich um einen Notdienst für wirklich dringende Fälle handelt.

Nachdem der Main-Kinzig-Kreis am Donnerstag mit seiner Entscheidung für erste Klarheit gesorgt hatte, dass – zusätzlich zur hessischen Verfügung – alle Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit 300 Personen und mehr nicht stattfinden dürfen, geht die Stadt jetzt mit ihren Anordnungen darüber hinaus. "Um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen, sollen und müssen wir bis auf weiteres auf alle vermeidbaren Sozialkontakte verzichten", beschreibt OB Kaminsky die Maßgabe, an der sich die Frage, ob eine Einrichtung geöffnet bleiben könne oder nicht, zu orientieren hat. "Jede unserer Entscheidungen, die wir hier und jetzt treffen, hat erhebliche Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen, das ist uns bewusst. Aber wenn wir uns selbst aufgeben, alles zu tun, um eine Verbreitung dieser Erkrankung zu verlangsamen, mit der Betonung auf alles, dann gibt es keine Alternative zu diesen Entscheidungen."

Die Konsequenzen für das öffentliche Leben in den nächsten Wochen werden einschneidend sein, denn geschlossen bleiben bis zum 10. April neben den Museen und dem Kulturforum auch die Jugendzentren, Bürgerhäuser und Mehrgenerationenhäuser. Auch das Heinrich-Fischer-Bad und das Lindenaubad stellen ihren Betrieb ein. Ausfallen werden auch alle Veranstaltungen, Kurse oder Zusammenkünfte in städtischen Räumlichkeiten. "Angefangen bei den Feierlichkeiten zum 19. März über die Angebote des Congress Park Hanau und Comoedienhaus bis hin zu den Kursen der Volkshochschule oder des Seniorenbüros werden alle Versammlungen abgesagt," so Hanaus Oberbürgermeister.

Die Hanauer Straßenbahn (HSB) lässt wegen der Corona-Krise Fahrgäste von Samstag, 13. März, an nur noch an den hinteren Bustüren ein- und aussteigen und nicht mehr vorne. Gleichzeitig wird damit der Bargeld-Fahrscheinverkauf beim Fahrpersonal eingestellt. "Nur gemeinsam mit gesunden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Bussen können wir für unsere Fahrgäste einen zuverlässigen ÖPNV-Betrieb sicherstellen", begründet HSB-Geschäftsführer Thomas Schulte den ungewöhnlichen Schritt. Mit einer Sicherheitszone hinter dem Fahrerarbeitsplatz, die durch Flatterband abgetrennt wird, soll das Fahrpersonal als besonders gefährdete Berufsgruppe geschützt werden.

Schulte betont, dass diese Regelung "nicht vom Fahrscheinkauf entbindet". HSB-Verkaufsstellen gibt es in der RMV-MobilitätsZentrale am Busbahnhof Freiheitsplatz sowie in Kesselstadt (Trinkhalle Schöbel), Lamboy (Bäckerei Brotkorb), Steinheim (MS Pavillon), Großauheim/Waldsiedlung (Apostos Nastos) und Bruchköbel (Schreibwaren Schenker). Tickets sind darüber hinaus erhältlich in den Hanauer Bahnhöfen an den dortigen RMV-Fahrkartenautomaten. Online lassen sich Fahrscheine erwerben über die RMV-App und den DB-Navigator.

Ab sofort hat die Stadt Hanau unter der Telefonnummer 06181/ 6764117 ein Bürgertelefon geschaltet, das heute (Freitag) bis 20 Uhr sowie am Wochenende jeweils von 9 bis 18 Uhr erreichbar ist. Ab Montag ist das Telefon von 7 bis 18 Uhr erreichbar.

Weitergehende Hinweise gibt auch auf der städtischen Homepage www.hanau.de. Der Internetauftritt wird ständig aktualisiert. Neben aktuellen Angaben zur städtischen Lage, etwa Schließungen öffentlicher Einrichtungen, veränderter Öffnungszeiten, verschobener und abgesagter Veranstaltungen, sind dort auch wichtige Rufnummern und Informationen zu medizinischen Fragestellungen aufgelistet. Darüber hinaus führen Links zu weiterführenden, offiziellen Internetseiten. Veranstalter und Vereinen können an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Absagen und Verschiebungen melden – auch diese werden auf Hanau.de veröffentlicht. Informationen liefert die Stadt auch via Twitter (@Brueder_Grimm).

Ab sofort auch kein Bundesliga-Fußball

am 13 März 2020 17:20

Wie die DFL Deutsche Fußball Liga am Freitagnachmittag entschieden hat, werden alle Bundesligaspiele des 26. Spieltags ausgesetzt. Hintergrund ist unter anderem, dass sich im Lauf des Tages der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus im Umfeld mehrerer Klubs und von deren Mannschaften ergeben haben und weitere Infektionen nicht auszuschließen sind. Über die Verfahrensweise hinsichtlich der ausstehenden Saisonspiele wird die DFL auf einer außerordentlichen Tagung am kommenden Montag beraten. Unverändert soll in der Länderspielpause zwischen allen Klubs unter Berücksichtigung der dann vorliegenden Erkenntnisse, zum Beispiel auch hinsichtlich des internationalen Spielkalenders, über das weitere Vorgehen befunden werden. Ziel ist es weiterhin, die Saison bis zum Sommer zu Ende zu spielen.

Maintal: Schließung städtischer Betreuungseinrichtungen

am 13 März 2020 17:09

Um die dynamische Ausbreitung des Corona-Virus‘ einzugrenzen, hat der Main-Kinzig-Kreis die Schließung aller Schulen ab Montag, 13. März, angeordnet. Die Stadt Maintal wird ergänzend die städtischen Betreuungseinrichtungen schließen. Es wird eine Notbetreuung für Kinder eingerichtet, deren Eltern in systemrelevanten Berufen tätig sind und die keine andere Betreuung organisieren können.

Zu den Berufen, die für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Infrastruktur relevant sind, zählen Ärzte, Pflegekräfte, Polizei, Feuerwehr, hauptamtliche Rettungsdienste und Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung Maintal. Eltern aus diesen Berufsgruppen, deren Kinder die städtischen Betreuungseinrichtungen besuchen, können ab Montag eine Notfallbetreuung in den jeweiligen Einrichtungen in Anspruch nehmen, sofern sie einen geeigneten Nachweis über ihre berufliche Tätigkeit erbringen können und keine alternative Betreuungsmöglichkeit nutzen können. Die Notbetreuung erfolgt zu den regulären Öffnungszeiten von 7 bis 17 Uhr. „Nachdem der Main-Kinzig-Kreis am Freitagmittag alle Bürgermeister*innen über die Schließung der Schulen informiert hat, ist die Schließung der Kindertageseinrichtungen unausweichlich. Im Krisenstab haben wir beschlossen, unsere Einrichtungen analog zu den Schulen ab Montag, 16. März, zu schließen. Uns ist bewusst, dass dies für die meisten Familien ein Umorganisieren bedeutet. Deshalb werden wir die Eltern unterstützen, die in Berufen tätig sind, die wichtige Infrastrukturen aufrechterhalten. Dazu wird es eine Notbetreuung geben. Laut Robert-Koch-Institut lässt sich die Ausbreitung des Virus‘ eindämmen, indem wir die sozialen Kontakte reduzieren. Es geht um die Gesundheit und den Schutz unserer Mitmenschen, insbesondere von jenen Personen, die aufgrund von Alter, Vorerkrankungen oder Immunschwäche besonders gefährdet sind“, sagt Bürgermeisterin Monika Böttcher.

Stand heute gibt es in Maintal noch keinen bestätigten Fall einer Corona-Virus-Infektion. Der Krisenstab der Stadt Maintal unter Leitung der Bürgermeisterin beobachtet die sich dynamisch verändernde Lage kontinuierlich und steht in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden.



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