Schulen starten am 27. April, Kitas bleiben geschlossen

Schulen starten am 27. April, Kitas bleiben geschlossen

Fünf Wochen ist es her, dass wegen der Corona-Krise mit den Schulschließungen in Hanau eine Zeit der zunehmenden Einschränkungen und Kontaktverbote begonnen hat. Mit großer Erleichterung haben deshalb alle Beteiligten in Hanau die von der Bundesregierung angekündigten und vom Land Hessen am Donnerstagnachmittag präzisierten Lockerungen, die vom 20. April an gelten sollen, aufgenommen. "Vom kommenden Montag an dürfen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis zu 800 Quadratmeter wieder öffnen", freut sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky, dass damit nächste Woche auch in der Hanauer Innenstadt ein großer Teil der Ladengeschäfte den Betrieb wieder aufnehmen darf. Eine entsprechende Allgemeinverfügung werde rechtzeitig erlassen. "Wir werden diesen Schritt in eine neue Zeit mit größtmöglicher Großzügig- und Freizügigkeit zu ermöglichen", verspricht der OB und verweist dabei darauf, dass dafür strenge Regeln zu Hygiene und Abstand notwendig sind. Deshalb wird die Anzahl der Kunden, die gleichzeitig im Geschäft sein dürfen, auf eine Person pro 20 Quadratmeter Ladenfläche beschränkt.

Ein wichtiger Baustein in dem Konzept zur Wiederbelebung der Innenstadt ist zudem die ab Montag in Hanau ebenfalls geltende Maskenpflicht. Während Bund und Land es bisher bei einer "dringenden Empfehlung" zum Tragen einer Maske belassen, ist die Brüder-Grimm-Stadt einen Schritt weitergegangen und hat das seit mehr als zwei Wochen geltende Gebot in eine Tragepflicht verschärft. Diese erlaubt es jedoch nach den Worten von OB Kaminsky, die Wiedereröffnung der Geschäfte maximal liberal zu gestalten. "Bei der Bewertung der Verkaufsfläche wird jeder Laden für sich betrachtet", stellt er klar, dass Einkaufszentren wie das Forum nicht als eine Einheit betrachtet werden. Unabhängig von der Größe des Ladens dürfen ab Montag auch Buchhandlungen sowie Fahrrad- und Kfz-Händler wieder öffnen. Auch Eisdielen erhalten die Erlaubnis, vom 20. April an wieder einen Lieferdienst und einen To-Go-Verkauf aufzunehmen. Auch das Kulturforum Hanau dürfte wieder seine Pforten öffnen. Hier müssen allerdings erst noch die genauen Modalitäten geklärt werden. Klar ist nur, dass ein vollumfänglicher Normalbetrieb bis auf weiteres nicht möglich sein wird.

Geschlossen bleiben dagegen vorläufig bis zum 4. Mai auch die städtischen Einrichtungen, die Volkshochschule, die Museen und die Stadtverwaltung. Weiterhin nicht nutzbar sind auch die Spielplätze, Sportanlagen und Schwimmbäder. "Darüber sind wir alles andere als glücklich", so der OB, aber in der Natur von Freizeitanlagen liege es, dass sich dort viele Menschen treffen und weder das Kontaktverbot, das vorläufig bis zum 3. Mai verlängert wurde, noch der Mindestabstand einzuhalten sind. Wie er weiter ausführt, dürfen die jetzt eingeleiteten Lockerungen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Corona-Krise nicht vorbei ist und nach wie vor ein hohes Infektionsrisiko besteht. Schrittweise soll nach den Vorstellungen des Landes der Schulbetrieb wieder anlaufen. Dabei starten am 27. April vorerst nur die Abschlussklassen der Haupt- und Realschulen, die 4. Klassen der Grundschulen sowie der Unterrichtsbetrieb für die Q2 (12. Klasse). Der Abitursjahrgang kehrt nicht mehr in den Unterricht zurück, sondern soll lediglich die mündlichen Prüfungen absolvieren. Analog sollen auch die beruflichen Schulen einen Modus finden. Noch offen ist die Frage, wie mit den Förderschulen umgegangen wird.

Die Kindertagesstätten und Familientagespflege können bis auf weiteres keinen Regelbetrieb aufnehmen. Doch passend zum Schulstart wird durch das Land Hessen hier der Kreis der Anspruchsberechtigten für einen Notplatz in der Kindertagesbetreuung erweitert. Bisher konnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben der Daseinsvorsorge, für Polizei und Rettungsdienste, aber auch für die Kliniken und die Pflegeheime einen Notplatz erhalten. Vom 27. April an können alle berufstätigen Alleinerziehenden, die an ihren Arbeitsplatz zurückkehren wollen oder müssen, ihre Kinder zur Notbetreuung anmelden. Wie bisher wird dies zentral über den Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung koordiniert. Unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! können Bedarfe angemeldet werden. Der Eigenbetrieb prüft jeden Einzelfall und nimmt direkt Kontakt auf. "Es wird eine besondere Herausforderung für uns alle, die Lockerungen jetzt zu genießen und gleichzeitig alle notwendigen Beschränkungen weiterhin zu beachten", nimmt OB Kaminsky jeden einzelnen in die Pflicht, durch sein verantwortungsbewusstes Verhalten einen Beitrag dafür zu leisten, dass die bisher erreichten Erfolge in der Corona-Krise nicht wieder verloren gehen.

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