Zwei Meter hohe Hanfpflanzen gefunden

Schlüchtern

Die Herkunft von 24 ausgewachsenen Hanf-Pflanzen, die im Oktober 2011 im Schlüchterner Stadtteil Elm gefunden wurden, ist geklärt.

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Stadt Schlüchtern

Ein 51-jähriger Mann gab vor dem Schöffengericht in Gelnhausen zu, dass die Pflanzen aus seinem Besitz stammen. Nach einer Absprache zwischen Verteidigung, Staatsanwaltschaft und Gericht wurde er zu einer 14-monatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.

Bis zu zwei Meter groß waren die Pflanzen, die die Polizei in einem Gewächshaus auf einem Wiesengrundstück in Elm fand. Unter Verdacht geriet sofort der Angeklagte, der das Grundstück hergerichtet hatte und jetzt auch pachten wollte. Auf dem Gelände ließ er aber nicht nur Ziegen, Pferde und Schafe weiden, sondern hatte anscheinend noch anderes vor. Aus den 24 Pflanzen, die sich in voller Blüte befanden, hätte sich eine nicht unbedeutende Menge Drogen gewinnen lassen.

Der Angeklagte kam zuvor zwar schon des Öfteren mit dem Gesetz in Konflikt, Drogendelikte waren bislang allerdings noch nicht dabei. Schwerer Diebstahl, Beihilfe zum unerlaubten Waffen- und Munitionsbesitz und zuletzt Sachbeschädigung hatten ihm unter anderem bereits eine zweijährige Gefängnisstrafe eingebracht, die allerdings auch zur Bewährung ausgesetzt worden war.

Diesmal machte der 51-Jährige zunächst keine Angaben in der Verhandlung, so dass im Zeugenstand unter anderem die 77-jährige Besitzerin des Grundstückes in Elm gehört werden musste. Als Richterin Petra Ockert in Anbetracht der zusätzlich noch vorliegenden Ermittlungsergebnisse ein Gespräch mit Verteidigung und Staatsanwaltschaft anregte, war die Lösung schnell gefunden. Der Angeklagte gab über seinen Verteidiger eine Erklärung ab, dass ihm die Pflanzen gehörten. Mit den 14 Monaten Freiheitsentzug bekam er dafür eine maßvolle Strafe, die zudem für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird. Außerdem muss er 1.000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.


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