Ein Sondereinsatzkommando überwältigte wenig später den Familienvater, jetzt musste er sich wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz vor dem Amtsgericht Gelnhausen verantworten.
Der ehemalige US-Soldat hatte großes Glück, dass er überhaupt noch auf der Anklagebank Platz nehmen durfte. Als die Polizisten die Wohnung stürmten, lud er seine Waffe nämlich mehrfach durch und erweckte den Anschein, als wollte er schießen. Allerdings: In der Wohnung fand die Polizei zwar später 40 Schuss Munition, die Waffe war jedoch nicht geladen. Das SEK überwältigte den 41-Jährigen gegen 14.45 Uhr schließlich ohne Schusswaffengebrauch.
Als Grund für seine Ausraster gab der Angeklagte in der Verhandlung einen Ehestreit an, kurz nach seiner Festnahme wurde bei ihm zudem ein Alkoholwert von über drei Promille im Blut festgestellt. Die Waffe, ein Colt Commander Kaliber 45, gehörte angeblich dem Mann seiner Freundin, mit der er damals angebandelt hatte, was schließlich auch zur Auseinandersetzung mit seiner Ehefrau geführt hatte. Aufbewahrt worden sei der Colt immer im Nachtschränkchen.
Das Amtsgericht Gelnhausen verurteilte den inzwischen in Hünfeld lebenden zweifachen Vater wegen unerlaubten Besitzes einer Schusswaffe samt Munition zu einer achtmonatigen Freiheitsstrafe, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird. Zudem muss er die Kosten des Verfahrens tragen und 1.000 Euro in Raten von jeweils 50 Euro an die soziale Einrichtung „Hilfe für krebskranke Kinder“ in Frankfurt zahlen.
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