Nach einer vierjährigen Beziehung hatte sich seine Lebensgefährtin im August 2011 von ihm getrennt, was der Steinauer offensichtlich nicht wahr haben wollte. Nach dem erste Rückholversuche gescheitert waren, griff er zu unerlaubten Mitteln. Anfang September besuchte er die 53-Jährige in ihrer neuen Wohnung, holte ein Küchenmesser hervor und drohte ihr mit den Worten: „Wenn ich wollte, könnte ich dich jetzt abstechen.“
Wenig später hatte er dann eine neue Idee: „Ich bin Feuer und Flamme für Dich“ stand auf einem großen Schild, mit dem er inklusive Benzinkanister vor der Wohnung seiner ehemaligen Freundin auftauchte. Etwas Benzin schüttete er auf die Straße, zündete es an und spritzte immer wieder mit Bremsenreiniger in die Flammen. Das löste Stichflammen aus und veranlasste den neuen Lebensgefährten des Opfers offenbar, wie vom Angeklagten gefordert, die Wohnung zu verlassen. Das selbstgebastelte Schild landete samt Benzinkanister bei der Polizei.
Zu guter Letzt forderte der 59-Jährige seine Ex-Freundin auf, ihre Anzeige zurückzunehmen. „In den Bau kriegst du mich nicht, dann hänge ich mich vorher auf“, lautete der genaue Wortlaut. Wie die beiden anderen zuvor, bestritt der Steinauer auch diesen Anklagepunkt nicht. „Ich wollte ihr Angst einflößen, aber ich hatte nie die Absicht, ihr etwas an zu tun“, seien seine Aktionen eher als Panikattacken zu verstehen gewesen.
Und offenbar ist er auch bereit, seine ehemalige Lebensgefährtin mit einem anderen Mann zu teilen. Die 53-Jährige hat nämlich inzwischen einen neuen Lebenspartner, was den Angeklagten allerdings nicht davon abhielt, ihr im April diesen Jahres bei einem Konzert der „Amigos“ auf der Bühne einen Heiratsantrag zu machen. Die Dame erbat sich allerdings Bedenkzeit, kein Wunder: Ihr neuer Freund saß auch im Publikum.
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