Kavai übergibt Förderbescheid an die Puppenspieler

Steinau

In Steinau hat das Marionettenspiel eine lange Tradition. Seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nahm das Marionettentheater  „Die Holzköppe“ seinen Spielbetrieb im Marstall des Schlosses auf.

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Das Theater zählt zu den ältesten Puppentheatern in Deutschland und wird von der Familie Magersuppe in der dritten Generation geführt. Das Repertoire umfasst verschiedene Märchen der Brüder Grimm sowie eigene Stücke, die auch für Erwachsene inszeniert werden.

Seit fast 20 Jahren finden alljährlich im Herbst die Steinauer Puppenspieltage statt. Theaterensembles aus dem In- und Ausland spielen für Kindergärten, Schulen und Familien sowie in Abendvorstellungen für Jugendliche und Erwachsene. Die Spieltechniken reichen von den klassischen Marionetten, Handpuppen und Schattenspiel bis zu offen gespieltem Theater mit Klappmaulfiguren, Großfiguren, Flachfiguren und Masken. Die Darbietungen sind künstlerisch hochwertig und ziehen zahlreiche Besucher in die Stadt. Inzwischen zählen die Steinauer Puppenspieltage zu den wichtigsten Festivals in Hessen. „Den beispiellosen Einsatz   der Familie  Magersuppe ist es zu verdanken, dass das Marionettentheater auch bundesweit und international bekannt ist“, lobt Dr. André Kavai das Engagement.

Um an die Erfolge anknüpfen zu können, bedarf es einer Neukonzeption für das Theater. Einerseits erfüllen die Räumlichkeiten im Marstall nicht mehr die baulichen und technischen Anforderungen an einen zeitgemäßen Spielbetrieb, andererseits hat es sich längst zum anerkannten Puppenspielort weiterentwickelt. Das Gebäude ist Eigentum der Stadt Steinau. Die Räumlichkeiten sind für den Spielbetrieb an die Familie Magersuppe vermietet und umfassen einen Theatersaal mit 120 Plätzen sowie den Eingangsbereich mit der Theaterkasse und den Sanitäranlagen. An die Bühne schließen sich ein auch von außen zugängliches Studio, die Puppenwerkstatt und ein Lagerraum an.

Die Neukonzeption beinhaltet die drei Bereiche: Puppenspiel zum Erleben, Anfassen und Mitmachen. So bleibt der Spielbetrieb erhalten und der Theatersaal kann nach dem Umbau optimal für Kleinkunstveranstaltungen und Kinovorführungen genutzt werden. Der Magie von Puppen, Requisiten und Ausstattungsmaterialien vermag sich kaum jemand zu entziehen, daran anknüpfend ist das Puppenspielhaus ein Theater zum Anfassen und für den Blick hinter die Kulissen konzipiert. Geplant sind Führungen durch den Fundus und somit auch die Bühne und die Werkstatt für Besucher zugänglich zu gestalten. Als dritter Baustein ist ein theaterpädagogisches Angebot in den über dem Theater liegenden Räumen angedacht.

Die Kosten zur Umsetzung des Vorhabens sind mit 364.000 Euro veranschlagt. Sie umfassen die Neugestaltung des Theaterraumes und der Bühne mit technischem Ausbau, den Umbau des Foyers mit Theaterkasse, Bistro und „Puppenlädchen“ sowie die Umgestaltung der Werkstatt, den Ausbau der Lagerräume und des Obergeschosses.

Für die Umsetzung des Vorhabens übergab Erster Kreisbeigeordneter Dr. André Kavai einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 150.000 Euro an Bürgermeister Walter Strauch. „Dank der LEADER-Fördermittel kann der Verband „Spessart regional“ auch hier ein weiteres Projekt starten“, sagte Dr. Kavai. „Das Marionettentheater trägt wesentlich zum Profil der Brüder Grimm Stadt Steinau bei und macht die Märchen für Kinder erlebbar“, erklärte Bürgermeister Walter Strauch. Das Theater ist eine Institution. Jedes Kind aus der Region war in seiner Schulzeit mindestens in einer Vorstellung. Der aktuelle Spielplan kann auf der Internetseite: www.die-holzkoeppe.de eingesehen werden.

Seit 2008 ist die Region „SPESSARTregional“ als LEADER-Förderregion anerkannt. LEADER ist eine Gemeinschaftsinitiative der Europäischen Union zur Förderung innovativer Projekte im ländlichen Raum. Ziel ist die Steigerung der Lebensqualität, die nachhaltige Entwicklung und die wirtschaftliche Stärkung der ländlichen Regionen in Europa.

Foto: Dr. Kavai überreicht in Steinau den Förderbescheid zur Sanierung des Marionettentheaters (v.l.: Lilo und Mario Magersuppe, Walter Strauch, Dr. André Kavai, Nina Magersuppe sowie Manfred Geis und Carsten Dill von der Kreisverwaltung.

 


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