Mit Bedauern hat die SPD-Fraktion in Bad Soden-Salmünster die Kritik des Steinau/Schlüchterner Tafel e. V. wegen mangelnder Unterstützung ihrer Aktivitäten durch und in der Stadt Bad Soden-Salmünster zur Kenntnis genommen.
"Mit Bedauern deshalb, weil das aggressive Einfordern von Unterstützung in Form freiwilliger (!) Spenden und die daraus entstehende Diskussion den moralisch einwandfreien Zielen und dem Ansehen der SST in meinen Augen eher schaden als nützen. Ich sehe mich zu einer Stellungnahme zu diesem Artikel gezwungen, da die SST die SPD-Fraktion ausdrücklich erwähnt", erklärt Frank Kleespies in einer Pressemitteilung.
Und weiter: "Klarstellend möchte ich sagen, dass die SST auf der diesjährigen Veranstaltung zum "Politischen Aschermittwoch" des SPD-Ortsvereins Bad Soden-Salmünster einen von ihrem Vorsitzenden unterzeichneten Flyer verteilt hat, der in wesentlichen Teilen inhaltsgleich mit dem nun erschienenen Zeitungsartikel ist und sich ganz allgemein an den Leser wendet. Ein an die SPD-Fraktion gerichtetes Schreiben ist bei mir bisher nicht eingegangen. Soziale Daseinsfürsorge ist in der Tat eine gesetzliche Aufgabe der Kommunen, also der Gemeinden und Landkreise. Die Stadt Bad Soden-Salmünster nimmt diese Aufgabe, zu der auch die Bereitstellung finanzieller Mittel zur Sicherung von Ernährung und Wohnraum bedürftiger Personen gehört, umfassend wahr. Fälle von Unter- oder Mangelernährung, weil finanzielle Mittel nicht bereitstehen, sind aus den letzten 50 Jahren weder in Bad Soden-Salmünster noch im gesamten mitteleuropäischen Raum bekannt. Die Stadt Bad Soden-Salmünster engagiert sich über ihre Pflichtaufgaben hinaus vielfältig im sozialen Bereich. Einige Beispiele sind die Bereitstellung günstiger Kindergartenplätze, Vergünstigungen beim Erwerb von Baugrundstücken für Familien, die Unterstützung der Schulsozialarbeit, die Veranstaltung von Ferienspielen oder die Bezuschussung des Baus von Sportstätten in jüngster Zeit. Das finanzielle Engagement der Stadt hierfür bewegt sich in Millionenhöhe und wird von der SPD-Fraktion ausdrücklich mitgetragen, einige der Aktivitäten gehen auf Initiativen der SPD zurück."
Abschließend schreibt Kleespies: "Auch wenn die Ernährungssituation wie dargestellt gesichert ist, nimmt die SST mit hohem persönlichem und ehrenamtlichem Einsatz ihrer Mitglieder eine wichtige Aufgabe wahr, indem Nahrungsmittel, die unser Wirtschaftssystem im Überfluss erzeugt, nicht weggeworfen und vernichtet werden, sondern zur weiteren Verbesserung der Lage Bedürftiger verwendet werden. Dies erkennen wir als SPD-Fraktion ausdrücklich an. Ich habe als Fraktionsvorsitzender daher bereits im Januar diesen Jahres in einem Gespräch mit Martin Bischoff, der die Aufgaben der SST vor Ort koordiniert, zugesagt, die Frage der Unterstützung durch einen Mietkostenzuschuss der Stadt oder Unterstützung bei der Suche nach günstigeren Räumlichkeiten im Stadtgebiet spätestens im Rahmen der in der zweiten Jahreshälfte anstehenden Haushaltsplanungen der Stadt erneut zur Diskussion und hoffentlich zu einem einvernehmlichen Abschluss zu bringen. Zu dieser Zusage stehe ich. Das aggressive Einfordern freiwilliger Unterstützung mindert aus meiner Sicht die Erfolgsaussichten dieser Initiative bedauerlicherweise eher als dass es nützt. Die SST hat sich mit ihrer Veröffentlichung wohl selbst einen Bärendienst erwiesen."
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