Zweierlei Malerei: Ausstellung mit Bildern von Horst Stenner

Hammersbach

Zum 18. Mal findet die Ausstellung der "AG Kunst im Historischen Rathaus" nun schon statt. Zum dritten Mal wird sie in Kooperation mit unserem Verein durchgeführt.

Harth & Schneider

stennerstenner1stenner2Und zum zweiten Mal in Folge sind Werke von Horst Stenner zu sehen. Der 1945 geborene Horst Stenner war beruflich als Konzeptioner, Texter und Werbeleiter für Agenturen und Zeitschriften tätig. Der gelernte Soziologe und Volkswirt malt seit 1984. Als Begründer der AG Kunst hat er zahlreiche Ausstellungen initiiert und Künstler aus der Rhein-Main-Region nach Hammersbach gebracht.

In der Ausstellung "ZWEIERLEI MALEREI" vereint und konfrontiert zugleich zwei grundverschiedene Malstile, Maltechniken und Temperamente: Großformatigen Acrylbildern stehen klassische Aquarelle gegenüber. Unter Titeln wie "Gestrüpp", "Dickicht" oder "rohe Landschaft" versammeln sich die Leinwandbilder. Eindringen ins Gestrüpp, durchs Dickicht kämpfen, der rohen Landschaft ausgesetzt (immer bezogen auf die äußere wie die innere Natur) meint nicht nur das dargestellte Thema, sondern weist zugleich auf den Malvorgang selbst, weist auf Pinselstrich, Gestik, Komposition und Farbgebung. Im krassen Gegensatz dazu stehen die gegenständlich-figurativen eher kontemplativen Aquarelle. Diese Bilder auf Papier sind in klassischer Manier ausgeführt. Sie handeln z.B. von Themen, wie dem "Guten Leben (Konzertpause im Sommerfestival)", "Winter in Frankfurt" oder vom "Zeitungslesen am Meer".

Die Ausstellung wurde von Bürgermeister Michael Göllner und dem Vorsitzenden des Kultur und Geschichtsvereins Hartmut Schneider eröffnet. Göllner nahm die Bedeutung der überregional wahrgenommenen Ausstellungsreihe für Hammersbach auf und nahm vor allem die im Titel angelegten zweierlei Perspektiven auf. Schneider knüpfte daran und lud die rund 40 Besucherinnen und Besucher zum eigenen Blick ein. Ein Bild mit allen Sinnen wahrnehmen und die Wirkung beobachten und das Ganze mit dem eigenen Innen und Außen in Kontakt zu bringen ist ihm wichtig. Die Wirkung bleibe nicht aus, manchmal sei es leichter, manchmal anstrengender sich vom eigenen Blick befremden zu lassen.

In der Folge waren von Max Stenner vier Improvisationen auf der Klarinette zu hören. Er spielte im Wechsel mit Hartmut Schneider, der Werke von Peter Huchel, "Caputher Heuweg"; Karl Krolow, "Mahlzeit unter Bäumen"; Annette von Droste-Hülshoff, "Der Knabe im Moor" und "Wenn etwas leicht" von Gottfied Benn rezitierte. Im Anschluss war Gelegenheit zu einem Gang durch die Ausstellung und zu Gesprächen bei einem Glas Wein.

Die Öffnungszeiten sind jeweils Sa/So von 16-18 Uhr am 25.7./26.7, 1.8./2.8.


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