Einige Vertreter des Kreisverbandes der Jungen Union Main-Kinzig besuchten in den vergangenen Tagen gemeinsam mit dem örtlichen CDU-Landtagskandidaten Michael Reul das Jugendhilfezentrum Don Bosco in Sinntal-Sannerz.
In der von der Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Bosco betriebenen Einrichtung wird auch eine sog. intensivpädagogisch-therapeutische Wohngruppe für strafunmündige Jungen im Alter von 10 bis 13 Jahren unterhalten. Insgesamt acht Kinder können von den zuständigen Jugendämtern in der Einrichtung für maximal 24 Monate untergebracht werden.
„In der Einrichtung werden die Kinder so kurz wie möglich, aber so lange wie nötig betreut“, berichtet Michael Reul von dem Besuch in Sannerz. Insgesamt 10 Pädagogen, 1 Lehrerteam sowie ein Psychologe kümmerten sich um die Kinder. Aktuell seien drei Kinder in der intensivpädagogisch-therapeutische Wohngruppe untergebracht, wobei aber bereits Anfragen für drei weitere Plätze vorlägen. Auf positive Resonanz stößt das Leitbild der Einrichtung auch bei den Vertretern der Jungen Union Main-Kinzig. „Die Kinder werden unter dem Motto ‚Damit das Leben junger Menschen gelingt‘ betreut. Sie bekommen in der Einrichtung eine Perspektive geboten und sollen nach der Unterbringung in offenen Maßnahmen weiterbetreut werden“, erläutert der Kreisvorsitzende der Jungen Union Main-Kinzig Andy Wenzel.
Entgegen der Berichterstattungen in den letzten Monaten sei die Einrichtung nicht darauf ausgelegt, die noch strafunmündigen Kinder dauerhaft geschlossen unterzubringen. „Für jedes Kind wird ein Stufenplan entwickelt, bei dem die Kinder nur in der untersten Stufe ihre Wohnungen nicht verlassen dürfen. Wenn die Kinder eine positive Entwicklung nehmen, dürfen sie für Gruppenaktivitäten auch aus ihren Wohnungen gehen. Am Ende des Stufenplans kann zudem ein Verlassen der Einrichtung ohne den Betreuer stehen“, berichten Reul und Wenzel. In dem Gespräch mit Einrichtungsleiter Pater Christian Vahlhaus stellte dieser zudem klar, dass die Einrichtung nicht auf einmal alle acht Plätze neu belegen könne. Vielmehr sei die individuelle Förderung und Betreuung der Kinder so wichtig, dass eine gleichzeitige Neuaufnahme nicht realisierbar sei. Um den Fortgang der intensivpädagogisch-therapeutische Wohngruppe in Sinntal weiter zu begleiten, vereinbarten Valhaus, Reul und Wenzel, in naher Zukunft zu einem weiteren Gespräch zusammenzukommen. Man wolle dann unter anderem auch die betriebseigenen Werkstätten des Jugendhilfezentrums besichtigen.
Foto: Pater Christian Valhaus (2.v.r.), Landtagskandidat Michael Reul (3.v.r.), JU-Kreisvorsitzender Andy Wenzel (3.v.l.) und weitere Vertreter der Jungen Union Main-Kinzig.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


















