Zufriedenheit bei Besuchern und Veranstaltern in Don Bosco

Sinntal

Als um 11 Uhr am vergangenen Samstag der Weihnachtsmarkt im Jugendhilfezentrum Don Bosco Sannerz eröffnete, war schon viel getan.

sabberzweihnasabberzweihna1sabberzweihna2sabberzweihna3sabberzweihna4Auf dem Gelände der Einrichtung waren die Teams der Wohngruppen, Schule und Werkstätten sowie die externen Anbieter waren schon seit dem frühen Morgen fleißig mit dem Aufbau ihrer Stände und Räume beschäftigt. Gleich nebenan im katholischen Gemeindezentrum wurde um 10.00 Uhr die Ausstellung „Tischler zeigen ihre Meisterstücke“ von der Kreishandwerkerschaft feierlich eröffnet, die von Heiko Schreiber (Leiter Berufliche Bildung des JHZ) mit organisiert wurde.

Der Weihnachtsmarkt im Jugendhilfezentrum hat ist inzwischen zu einem Markenzeichen in der Region geworden. Die Dekorations- und Geschenkartikeln aus den Werkstätten und der Förderwerkstatt werden in wochenlanger Vorarbeit mit den Jugendlichen hergestellt und durch immer neue Ideen ergänzt. Schon nach wenigen Stunden hatte ein Großteil der Sterne, Nikoläuse, Laternen und Kerzenständer bei den Schreinern den Besitzer gewechselt. In der Metallecke waren handgearbeitete Gartenfackeln der Renner und die erstmals angebotenen sandgestrahlten Utensilien der Werkstatt Fabre fanden ebenfalls reißenden Absatz. In den Buden und Räumen der Wohngruppen gab es Duftsteine, Früchtebrot, Schmuck, Salzteiganhänger, Papiersterne und kleinere Dekorationsartikel zu erwerben. Mit gefilzten Pantoffeln, selbstgenähten Taschen, Mützchen und Schals, handgemachter Seife und Gestecken sowie fair gehandelten Waren und Artikeln aus dem Naturheilbereich wurde der Weihnachtsmarkt erstmals von externen Anbietern bereichert.

Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. Die Frauen des Hauswirtschaftsbereichs boten in gemütlicher Atmosphäre eine Vielzahl von leckeren Torten und Kuchen an. Ein Crêpes mit Nutella oder Puderzucker gab es bei Gruppe Turin und wer noch nie Apfelwaffeln probiert hatte, konnte dies bei Gruppe Savio tun. Bei den Metallern brutzelte Sven Krack  Gyros in der offenen Pfanne, was  so gut schmeckte, das Nachschub geholt werden musste. Vor dem Bratwurststand der Farbwerkstatt kamen Bernd Heil und Marcel Jäger trotz kalter Temperaturen ins Schwitzen, da sich lange Schlangen bildeten. Erstmals gab es mit der Kartoffel-Kürbis-Suppe auf Wunsch einer Mutter ein Angebot für Vegetarier. „Nächstes Jahr mache ich das wieder und noch mehr,“  freut sie sich, denn auch die Fleischesser griffen gerne zu. Ein Heißgetränk tat gut bei den kalten Temperaturen, da fiel eher die Auswahl zwischen Apfel- oder Orangensaft oder dem roten Kinderpunsch schwer. Den für den Weihnachtsmarkt obligatorischen Glühweinausschank hatte das Wohnhaus-Team mit den volljährigen Jugendlichen übernommen.

Die unüberhörbaren Laute einer Kettensäge lockte die Besucher Richtung Gästeparkplatz zu Jochen Deuker. Er präsentierte Figuren, die er mit dieser Maschine gesägt hatte und schnitzte in einer beeindruckenden Vorführung eine Bank, die demnächst in der Gemeinde Sannerz ihren Platz finden wird. Melodische Klänge der Drehorgel von Johannes Enß sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre zwischen Förderwerkstatt und Malerei. Der Salesianer in Frack und Zylinder hatte sich dieses Jahr eine Solidaritätsaktion für einen Mitbruder in Sierra Leone überlegt. Unter dem Motto „Eine Kerze für Sierra Leone“ konnte man eine der fünfzig von ihm gefertigten Bienenwachskerzen und Informationen zu dem Projekt erhalten. In der Abenddämmerung wurde die Stimmung richtig adventlich. In der Mitte des Platzes leuchtete der Tannenbaum und die Herolzer Musikverein spielte eine Stunde Advents- und Weihnachtslieder.

Pater Christian Vahlhaus zeigte sich sehr zufrieden: „Ich freue mich besonders, dass so viele Eltern, Geschwister und Angehörige unserer Kinde rund Jugendlichen gekommen sind.“ Auch für die ehemaligen Jugendlichen ist der Weihnachtsmarkt zu einem festen Termin im Jahr geworden. „Ich komme doch immer, das ist doch klar“ sagt Mike und ein etwas älterer Besucher meint: „ich war früher auch mal hier und heute habe ich selbst einen Betrieb und arbeite mit Euch zusammen.“ Die Begegnungen, Gespräche, das Wiedersehen und die friedliche, wohltuende Atmosphäre lassen den Tag noch lange nachwirken. Alle sind sich einig: das allein lohnt die nicht geringe Anstrengung.


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