Abitur am Einsteingymnasium Maintal: 9-mal die Traumnote 1,0

Maintal
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Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Bischofsheim und einer Akademischen Feier im Atrium der Albert-Einstein-Schule wurde der Abiturjahrgang 2022 am Freitag, den 1. Juli 2022 im festlichen Rahmen verabschiedet. Bei dem gut besuchten und sehr stimmungsvollen Gottesdienst am Vormittag, der von Pfarrer Klüh und Pfarrer Geiss sowie verschiedenen Lehrkräften der AES unter Federführung von Frau Förster-Geiss organisiert worden war, bot sich ein buntes Bild - und das nicht nur wegen des Regens von herabfallenden Luftballons am Ende der Veranstaltung.

Hier nahmen Schülerinnen und Schüler sowohl der Mittel- als auch der Oberstufe, christliche und muslimische Schülerinnen und Schüler, Eltern, Verwandte, Freundinnen und Freunde, Lehrerinnen und Lehrer und die Schulleitung Abschied von den Abiturienten. Unter dem Leitgedanken "Aufbrechen" bekamen die Abiturienten in Rede- und Musikbeiträgen Nachdenkliches und Erbauliches mit auf ihren Weg.

„Abitur im Jahre 2022, in Zeiten von Krieg, Klimawandel und Pandemie sowie eine von Corona geprägte fast komplette Oberstufenzeit mit Quarantäne, geschlossener Schule, Wechsel-, Digital- und Präsenzunterricht. Und ihr habt euch trotzdem nicht unterkriegen lassen! Nein, ihr habt mit einem Schnitt von 2.09 das beste Abitur eines Jahrgangs der vergangenen Jahre hingelegt.“ Mit diesen Worten eröffnete Studienleiter Jons Bauer die abendliche Feier im voll besetzten Atrium und fügte hinzu, dass die noch wichtigere Nachricht sei, dass alle 86 Abiturientinnen Abiturienten das Abitur bestanden haben und acht weitere Schülerinnen und Schüler die Schule mit dem Fachabitur verlassen. Rekordverdächtige acht Schülerinnen und ein Schüler erreichten die Traumnote 1,0 und wurden von Herrn Wörn und Herrn Bauer im Anschluss an seine Rede noch einmal besonders geehrt.

Schulleiter Claus Wörn zitiere aus seinem Redebeitrag aus der Einschulungsfeier des Jahres 2013, als er sich an die damals frischgebackenen Gymnasiasten in seinem ersten Jahr als Schulleiter mit dem Versprechen gewandt hatte, dass die Schule sie auf ein „erfülltes Leben in einer sich permanent verändernden Gesellschaft“ vorbereiten wolle. Die AES sei eine Schule mit Herz, die Innovation und Flexibilität sowie Motivation zur Leistung ganz wichtig nehme. Er motivierte zudem die Schulabgänger zu einem Applaus für ihre Eltern und betonte deren wichtige Rolle beim Erreichen des großen Ziels. Herr Wörn betonte, dass er ein stolzer Schulleiter sei und sprach dem Kollegium großen Dank für das Engagement gerade in Coronazeiten aus. Dass im Kontext des Abistreichs und dem Song von Andreas Bourani „Auf uns!“ „Wir lieben diese Schule“ gesungen wurde, habe ihn sehr glücklich gemacht. Der Schulleiter schloss mit den Worten: „Ein Hoch auf euch! Ihr seid gewappnet für die Zukunft; seid stolz auf eure Leistungen und vergesst die ‚Albert‘ nicht.“

Die Bürgermeisterin der Stadt Maintal, Monika Böttcher, die Beigeordnete der Gemeinde Schöneck, Lieselotte Pfeil, und der Bürgermeister der Gemeinde Niederdorfelden, Klaus Büttner, überbrachten die herzlichen Glückwünsche ihrer Gemeinden und hatten Geschenke für die Schülerinnen und Schüler dabei. Frau Böttcher sprach von einem „emotional aufregenden Tag“, da sie diesmal vor allem auch als Mama dabei sei und sie sehr stolz sei. Sie riet den Schülerinnen und Schülern, nun die Welt zu entdecken und legte ihnen vor allem Europa ans Herz. „Haben Sie den Mut, anders zu sein!“ rief sie den Schulabgängern zu, die alle eine Eintrittskarte für das Maintalbad erhielten, und beendete ihre Rede mit einem Hinweis auf „einen Tag Unendlichkeit“, ebenfalls ein Zitat aus dem Bourani-Song „Auf uns“. Frau Lieselotte Pfeil betonte, dass für das zukünftige Leben neben stabiler Gesundheit auch immer „ein Quäntchen Glück“ vonnöten sei. Klaus Büttner betonte die Bedeutung von Werten wie Bescheidenheit, Menschlichkeit und Demut.

Der Vorsitzende des Elternbeirats, Stefan Jäger, rief die Schulabgänger dazu auf, trotz aller gegenwärtiger Krisen nicht zu sehr an die Schwierigkeiten zu denken, sondern vor allem Möglichkeiten und Chancen in den Mittelpunkt aller Überlegungen zu rücken. „Geht mit erhobenem Kopf nach draußen!“, rief er den Abiturientinnen und Abiturienten zu. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurden den Schülerinnen und Schüler zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen verliehen. Manuela Lörke, zeichnete im Namen des Vereins der Freunde und Förderer der Albert-Einstein-Schule auf Vorschlag der Fachschaft Musik gemeinsam mit dem Musiklehrer Fabian Galler eine Abiturientin und einen Abiturienten aus.  

Die Fachbereichsleiter ehrten im Folgenden eine ganze Reihe von Schülerinnen und Schülern für besondere Leistungen. Für das das sprachlich-literarisch-künstlerische Aufgabenfeld I nahm Barbara Bingel, für das gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfeld II Bernhard Siever und für das mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Aufgabenfeld III Saskia Heber die Ehrungen vor. Frau Heber, die zugleich auch stellvertretende Schulleiterin ist, gab den Abiturientinnen und Abiturienten noch ein paar Gedanken mit auf den Weg in die Zukunft: „Nehmen Sie Neugier und Genauigkeit, nehmen Sie das immer wieder neue Staunen über eine unerwartete Erkenntnis mit auf die nächsten Wegstrecken Ihres Lebens, sei es ins Studium, sei es in die Berufsausbildung. Neugier, Staunen und Genauigkeit, diese inneren Impulse treiben dazu an, sich zu bilden… Vielleicht aber ist es auch eine größere Reise, bei der Neugier und Staunen Sie zu bildenden Erkenntnissen führen werden. Was immer da kommen wird – wichtig ist: Bleiben Sie immer auf der Spur ‚sich zu bilden‘!“

Claus Wörn überreichte dann den Preis des Schulleiters an Anna Lorenz für ihr herausragendes Engagement. Anna Lorenz war es auch, die mit ihrer Rede für die Abiturientinnen und Abiturienten ans Rednerpult trat. Sie sprach davon, dass nun eine Riesenlast von allen abfalle und sich alle auf die künftigen Herausforderungen freuten. Neben der Darstellung einer Reihe von Anekdoten aus dem Schulalltag der vergangenen Jahre kam Anna aber auch zu der Einschätzung, dass man die Schule vermissen werde und dankte der Lehrerschaft dafür, dass man so einen tollen Abischnitt erreicht habe.

Die Überreichung der Abiturzeugnisse durch den Schulleiter, den Studienleiter sowie die Tutorinnen und Tutoren der Leistungskurse bildete dann den Höhepunkt der Veranstaltung. Neben den Zeugnissen bekamen die Abiturientinnen und Abiturienten auch alle noch ein in der Kunstwerkstatt mit viel Liebe hergestelltes Albert-Einstein-Lesezeichen ausgehändigt. Kurssprecherinnen und Kurssprecher sowie Tutorinnen und Tutoren blickten in kurzen Beiträgen noch einmal auf die letzten Jahre zurück.

Die Veranstaltung setzte im musikalischen Bereich besondere Glanzlichter, für welche die Schülerinnen Pelin-Ece Yetimer und Betty Yunuo Zhou sowie der Schüler Yeonwoo Choi verantwortlich zeichneten. Der Abend klang mit einem geselligen Beisammensein aus, bei dem Eltern, Schüler und Lehrer noch einmal Gelegenheit hatten, sich an die vergangenen Jahre gemeinsam zu erinnern. Letzter Höhepunkt der Feierlichkeiten war dann am Samstag ein rauschender Abiturball in der Willy-Brandt-Halle in Mühlheim.

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