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In insgesamt 20 Unterrichtsstunden setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Konflikten, Gruppendynamiken und ihrem eigenen Verhalten auseinander. Durchgeführt wurde das Training von den Anti-Gewalttrainern Shervin Farassat und Christian Neumann, die die Klasse durch die verschiedenen inhaltlichen und praktischen Einheiten führten. Die Schülerinnen und Schüler wurden während des gesamten Projekts von ihren Klassenlehrerinnen Katrin Schumann und Meryem Yesilova unterstützt, die den Prozess eng begleiteten.

Das Training verfolgte das Ziel, Gewaltprävention nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern durch praktische Übungen erfahrbar zu machen. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Konflikte entstehen, welche Formen von Gewalt es gibt und wie Schülerinnen und Schüler verantwortungsvoll damit umgehen können. Bereits zu Beginn wurde die Bedeutung von Kommunikation innerhalb der Gruppe thematisiert. Durch strukturierte Übungen reflektierten die Jugendlichen ihr eigenes Verhalten sowie ihre Rolle im Klassengefüge. In anschließenden Auswertungsphasen wurden Beobachtungen gemeinsam diskutiert und eingeordnet.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Auseinandersetzung mit verschiedenen Gewaltformen. Neben körperlicher Gewalt wurden insbesondere auch psychische und strukturelle Aspekte beleuchtet. Dabei wurde deutlich, dass die Wahrnehmung von Gewalt stark vom individuellen Empfinden der Betroffenen abhängt. Im Verlauf des Trainings arbeiteten die Schülerinnen und Schüler gezielt an gruppendynamischen Prozessen. Themen wie Täter- und Opferrollen, Mitläufertum sowie die Verantwortung innerhalb einer Gruppe wurden anhand konkreter Situationen erarbeitet. Ergänzend dazu kamen bewegungs- und handlungsorientierte Übungen zum Einsatz, die Kooperation, Kommunikation und Problemlösefähigkeit förderten.

Besonderes Augenmerk lag auf der Reflexion eigener Verhaltensweisen. In verschiedenen Übungssituationen – etwa unter Zeitdruck oder in herausfordernden Gruppenkonstellationen – wurden Reaktionen bewusst gemacht und anschließend gemeinsam ausgewertet. Dabei standen insbesondere der Umgang mit Emotionen, vor allem mit Wut, sowie Strategien zur Deeskalation im Fokus. Darüber hinaus wurde der Zusammenhalt innerhalb der Klasse thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten zentrale Merkmale funktionierender Gruppen, darunter gegenseitige Unterstützung, aktives Zuhören und klare Absprachen. Aufbauend darauf wurden konkrete Ansätze zur Verbesserung der Zusammenarbeit entwickelt.

"Das Training basiert auf einem systemischen Ansatz, der Verhalten nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit sozialen Strukturen und Wechselwirkungen innerhalb einer Gruppe versteht  . Ziel ist es, individuelle Handlungsmuster zu reflektieren und alternative Strategien im Umgang mit Konflikten zu entwickeln. Insgesamt bot das Projekt der Klasse 8b die Möglichkeit, soziale Kompetenzen nachhaltig zu stärken und neue Perspektiven im Umgang mit Konflikten zu gewinnen. Die im Training erarbeiteten Inhalte sollen künftig auch im schulischen Alltag weitergeführt werden", heißt es abschließend aus der Schule.

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