Im Wahlunterricht „Kriminalbiologie“ von Herrn Pütz am Albert-Einstein-Gymnasium erhielt die Lerngruppe besonderen Besuch: Herr Trautmann und Herr Dr. Meyer von der Polizei Südosthessen waren zu Gast und vermittelten den Schülerinnen und Schülern interessante Einblicke in die praktische Polizeiarbeit.
Zu Beginn ihres Vortrags stellten die beiden Referenten ihren persönlichen und beruflichen Werdegang vor. Dabei erläuterten sie, welche Stationen sie auf ihrem Weg zur Polizei durchlaufen haben und in welchen Tätigkeitsfeldern sie heute eingesetzt sind. Für die Schülerinnen und Schüler war es besonders aufschlussreich, die unterschiedlichen beruflichen Perspektiven innerhalb der Polizei kennenzulernen und mehr über die Anforderungen und Qualifikationen in diesem Berufsfeld zu erfahren.
Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags lag auf den Aufgaben des Erkennungsdienstes. Herr Trautmann und Herr Dr. Meyer erklärten anschaulich, welche Rolle der Erkennungsdienst im Rahmen kriminalpolizeilicher Ermittlungen einnimmt und welche Bedeutung einer sorgfältigen Spurensicherung zukommt. Dabei wurde deutlich, dass kriminalistische Arbeit ein hohes Maß an Genauigkeit, Fachkenntnis und Verantwortungsbewusstsein erfordert.
Von besonderem Interesse war zudem die Vorstellung der daktyloskopischen Verfahren. Die Schülerinnen und Schüler erhielten einen fundierten Einblick in die Bedeutung von Fingerabdrücken für die kriminalistische Ermittlungsarbeit. Es wurde erläutert, auf welche Weise Fingerabdrücke gesichert, sichtbar gemacht, analysiert und miteinander verglichen werden. Besonders eindrucksvoll war die Erklärung, dass Spuren selbst dann noch nachweisbar gemacht werden können, wenn Tatorte vermeintlich gründlich gereinigt wurden. Mithilfe spezieller kriminaltechnischer Verfahren können auch zunächst unsichtbare oder scheinbar beseitigte Spuren erneut sichtbar gemacht und für die weitere Ermittlungsarbeit nutzbar gemacht werden. Dadurch konnten die im Unterricht behandelten theoretischen Inhalte in einen anschaulichen praktischen Zusammenhang eingeordnet werden.Ergänzt wurde der Vortrag durch Fallbeispiele aus der Region, anhand derer die Referenten verdeutlichten, wie kriminaltechnische Methoden in realen Ermittlungsverfahren Anwendung finden. Diese praxisnahen Beispiele ermöglichten den Schülerinnen und Schülern einen besonders anschaulichen Zugang zu den vorgestellten Inhalten und verdeutlichten zugleich die Relevanz naturwissenschaftlicher Erkenntnisse innerhalb kriminalistischer Arbeitsprozesse.
Der Besuch von Herrn Trautmann und Herrn Dr. Meyer stellte für den Wahlunterricht „Kriminalbiologie“ eine wertvolle Bereicherung dar. Die Schülerinnen und Schüler erhielten nicht nur informative Einblicke in den Berufsalltag der Polizei Südosthessen, sondern konnten zugleich ihr bereits erworbenes Wissen erweitern und vertiefen. Der Vortrag leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Verknüpfung von schulischer Theorie und beruflicher Praxis. Der Besuch von Herrn Trautmann und Herrn Dr. Meyer wird der Lerngruppe sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

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