Am 22. April 2026 wurde das Schulgelände der Erich Kästner-Schule in Maintal bei bestem, angenehmem Aprilwetter zur sportlichen Aktionsfläche.
Unter dem Motto „Sportschuhe an – für eine Welt ohne Hunger!“ engagierten sich die Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner-Schule mit beeindruckender Energie und Ausdauer im Rahmen des Projekts „Schulen gegen den Hunger“.
Dieses Projekt wird von der internationalen Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger getragen, die sich seit über 40 Jahren weltweit für die Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung einsetzt. Ziel ist es, junge Menschen nicht nur über globale Ungleichheiten aufzuklären, sondern sie aktiv in gesellschaftliches Engagement einzubinden.
Bereits im vergangenen Schuljahr hatte die Schule mit dem Projekt begonnen. Im Vorfeld besuchten Mitarbeitende von Aktion gegen den Hunger die Schule und führten einen interaktiven und altersgerechten Vortrag durch. Dabei erhielten die Schülerinnen und Schüler nicht nur fundierte Einblicke in die Ursachen und Folgen von Hunger weltweit, sondern diskutierten auch konkrete Lösungsansätze und Handlungsmöglichkeiten. Diese intensive Vorbereitung schuf ein nachhaltiges Bewusstsein und legte den Grundstein für die hohe Motivation, die in diesem Jahr deutlich spürbar war.
Im Zentrum der diesjährigen Durchführung stand das außergewöhnliche Engagement von Meryem Yesilova, Stufenleiterin der Jahrgänge 7 und 8, die den gesamten Aktionstag mit großem persönlichem Einsatz organisiert und koordiniert hat. Mit viel Herzblut, strukturiertem Planen und einem klaren Ziel vor Augen brachte sie dieses Herzensprojekt erfolgreich auf den Weg. Von der ersten Idee über die Abstimmung mit der Organisation bis hin zur detaillierten Ablaufplanung lag die Verantwortung maßgeblich in ihren Händen. Ihr Einsatz war entscheidend dafür, dass die Veranstaltung reibungslos und mit großer Beteiligung umgesetzt werden konnte.
Bereits Wochen vor dem eigentlichen Aktionstag wurden die Schülerinnen und Schüler aktiv: Ausgestattet mit ihren persönlichen Teilnahmepässen machten sie sich eigenständig auf die Suche nach Sponsorinnen und Sponsoren. Sie sprachen Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn und auch lokale Unternehmen an, um Spenden für jede gelaufene Runde zu sammeln. Dieses eigenverantwortliche Engagement stärkte nicht nur ihre Kommunikationsfähigkeit, sondern auch ihr Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung.
Am Aktionstag selbst wurde das Schulgelände von Bewegung, Motivation und Gemeinschaftsgefühl geprägt. Die Laufstrecke war klar organisiert, und jeder Jahrgang erhielt einen eigenen Zeitslot, um optimale Bedingungen für alle Teilnehmenden zu gewährleisten. Runde um Runde liefen die Schülerinnen und Schüler mit sichtbarem Ehrgeiz – jede einzelne ein symbolischer und zugleich konkreter Beitrag im Kampf gegen den Hunger.
Die Atmosphäre war durchweg von Teamgeist, gegenseitiger Unterstützung und positiver Energie geprägt. Viele Teilnehmende wuchsen über sich hinaus, feuerten sich gegenseitig an und zeigten, wie stark gemeinschaftliches Handeln sein kann. Für die medizinische Absicherung sorgte der schuleigene Sanitätsdienst, der während der gesamten Veranstaltung aufmerksam im Einsatz war. Dank der schnellen Reaktionsfähigkeit und professionellen Unterstützung konnte der Aktionstag sicher und ohne Zwischenfälle durchgeführt werden. Der Beitrag des Schulsanitätsdienstes war ein wichtiger Bestandteil des gelungenen Gesamtablaufs.
Auch aus der Region erhielt die Schule Unterstützung: Die Sparkasse Hanau beteiligte sich mit einer Spende in Höhe von 150 Euro und setzte damit ein wertvolles Zeichen für lokales soziales Engagement und die Förderung von Bildungsprojekten mit globaler Wirkung. Die endgültige Spendensumme wird derzeit noch ermittelt und im Anschluss gemeinsam mit Aktion gegen den Hunger ausgewertet. Schon jetzt ist jedoch klar, dass das Engagement der Schülerinnen und Schüler einen bedeutenden Beitrag leisten wird.
Ein weiterer Höhepunkt steht noch bevor: Im Rahmen einer kleinen feierlichen Übergabe werden die Schülerin oder der Schüler mit den meisten gesammelten Spenden sowie die erfolgreichste Klasse besonders geehrt. Sie erhalten eine Urkunde als Anerkennung für ihr herausragendes Engagement.
Stufenleiterin Meryem Yesilova zeigte sich tief beeindruckt vom Einsatz der Schulgemeinschaft und betonte: „Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Motivation und Verantwortungsbewusstsein unsere Schülerinnen und Schüler sich für dieses wichtige Thema einsetzen. Sie zeigen, dass jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann, um die Welt ein Stück besser zu machen.“
Der Aktionstag war somit weit mehr als eine sportliche Veranstaltung: Er wurde zu einem starken Zeichen für Solidarität, Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein. Gleichzeitig zeigte er eindrucksvoll, wie schulisches Engagement globale Themen greifbar machen und junge Menschen dazu befähigen kann, aktiv Verantwortung zu übernehmen.

Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de

















