Am 24.04.2026 kam im Rahmen des Wahlunterrichtskurses Kriminalbiologie von Herrn Pütz ein besonderer Besuch.
Zu Gast waren Tatortreiniger der Firma Molitor, die unter anderem durch Beiträge in der ARD und im hr bekannt sind. Die Veranstaltung bot den Schülerinnen und Schülern einen spannenden und realistischen Einblick in ein Berufsfeld, das vielen sonst nur aus dem Fernsehen bekannt ist.
Zu Beginn erklärten die Gäste, was eine Tatortreinigung überhaupt ist. Dabei geht es nicht einfach nur um normales Putzen, sondern vor allem um die Desinfektion biologischer Gefahren. Dazu gehören zum Beispiel Blut, Körperflüssigkeiten oder andere gesundheitsgefährdende Rückstände. Ziel der Tatortreinigung ist es, einen Ort wieder hygienisch sicher zu machen und, wenn möglich, Wohnraum wiederherzustellen, sodass er später erneut genutzt werden kann.
Ein wichtiges Thema war auch die Frage, wann ein Tatortreiniger überhaupt anrücken darf. Die Tatortreiniger erklärten, dass sie erst dann mit ihrer Arbeit beginnen dürfen, wenn Polizei, Kriminaltechnik oder andere zuständige Behörden den Tatort freigegeben haben. Vorher darf nichts verändert oder gereinigt werden, da mögliche Spuren gesichert werden müssen. Je nach Fall kann es unterschiedlich lange dauern, bis eine Reinigung erlaubt ist. In besonderen Fällen kann es sogar sehr lange dauern, teilweise bis zu einem halben Jahr.
Besonders interessant waren die Fallbeispiele, die die Tatortreiniger vorstellten. Sie berichteten anschaulich aus ihrem Berufsalltag und erklärten, mit welchen Situationen sie konfrontiert werden. Dabei wurde deutlich, dass dieser Beruf nicht nur körperlich, sondern auch psychisch sehr belastend sein kann. Die Gäste sprachen offen darüber, wie schwierig manche Einsätze sind und wie wichtig ein professioneller Umgang mit belastenden Eindrücken ist.
Außerdem brachten die Tatortreiniger verschiedene Ausrüstungsgegenstände und Equipment mit, die die Schülerinnen und Schüler ausprobieren durften. Dadurch wurde der Vortrag sehr praktisch und anschaulich. Man konnte besser nachvollziehen, welche Schutzmaßnahmen nötig sind und mit welchen Materialien bei einer Tatortreinigung gearbeitet wird.
Die Gäste gingen sehr gut auf die Fragen der Schülerinnen und Schüler ein. Dadurch entstand ein interessanter Austausch, bei dem viele neue Informationen gesammelt werden konnten. Insgesamt war der Besuch sehr gelungen und bot einen außergewöhnlichen Einblick in die Arbeit von Tatortreinigern. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig dieser Beruf ist und wie viel Verantwortung, Fachwissen und psychische Stärke dafür notwendig sind.



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