Tanja Gethöffer in Berlin: Klinische Behandlungsfehler im Fokus

Bad Orb

Anlässlich des 11. Nationalen Qualitätskongresses Gesundheit trafen sich weit mehr als 600 Klinikmanager, Ärzte, Hygienefachkräfte, Qualitätsmanager und Führungskräfte aus der Pflege, um unter anderem Themen und Herausforderungen der Patientensicherheit, des Risikomanagements oder des Qualitätsmanagements im Krankenhaus zu diskutieren.

CID
Stadt Schlüchtern

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Im Rahmen des Symposiums „Prozessmanagement und Qualitätssicherung“ konnte die Bad Orberin Tanja Gethöffer in ihrer Eigenschaft als 1. Vorsitzende des Vereins Eltern medizingeschädigter Kinder e. V. die gesamtgesellschaftliche Herausforderung der Behandlungsfehler in deutschen Kliniken aus der Sicht einer Betroffenen darstellen.

Geleitet wurde das Symposium von Dr. Jan Steffen Jürgensen, Geschäftsführender Ärztlicher Direktor am Klinikum Stuttgart. Weitere Referenten waren Prof. Dr. Konrad Reinhart (Senior Professor, Jena University Hospital, Chairman Global Sepsis Alliance, Vorsitzender Sepsis-Stiftung) und Dr. Stefan Gronemeyer (Leitender Arzt und stellvertretender Geschäftsführer, Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. V.), der die Forderung Gethöffer auf Einführung eines Meldesystems bei Behandlungsfehlern aufgriff und nachhaltig einforderte. Abschließend widmete sich Dorothee Krug der Thematik der Qualitätsverbesserungen durch das Endoprothesenregister.

Tanja Gethöffer bekam von den Referenten aber auch von den Teilnehmern des Symposiums, darunter viele Ärzte, großen Zuspruch und die Aufforderung, ihr Engagement im Sinne der Opfer und Betroffenen unverändert fortzusetzen. „Ich bin dankbar, dass ich die Thematik der immer noch viel zu häufigen Behandlungsfehler in deutschen Kliniken als betroffene Mutter und als Vertreterin des Vereins Eltern medizingeschädigter Kinder während des hochkarätig besetzten Kongresses beleuchten konnte. Besonders freue ich mich, dass die Referenten in meiner Auffassung, dass sich in den Kliniken und in der Gesellschaft grundlegend etwas ändern muss, dass die Zahl der Behandlungsfehler deutlich sinkt.

Die Ergebnisse des Symposiums belegen, dass wir dazu dringend effektive Werkzeuge brauchen, wie ein Netzwerk an unabhängigen Gutachtern, verbindlichen Abläufen in der Prävention und in der Nachsorge, sowie die Etablierung nachvollziehbarer Statistiken. Insofern war der Kongress aus meiner Sicht erfolgreich, wenn die Ergebnisse jetzt zügig in die Politik und in die Leitungsebenen der deutschen Kliniken getragen und dort umgesetzt werden“; so Gethöffer in Berlin.


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